Komponisten - S



SACHS, Johann Georg (1806-1877)

Johann Georg Sachs wurde 1806 in Falken, heute ein Ortsteil von Treffurt im westthüringischen Wartburgkreis, geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Erfurt und trat 1826 seine Stelle als Lehrer, Kantor, Küster und Organist in Langula, rund 7 Kilometer südlich von Mühlhausen an. Als solcher wirkte er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1867. Die wohlerhaltene Schulze-Orgel in Langula entstand 1844 unter seiner Aufsicht. Er war in seiner Zeit ein sehr bekannter "Musiker durch und durch" (wie sein Amtsnachfolger attestierte), von dem u.a. 16 Kantaten und eine große Zahl von Orgelstücken erhalten sind. 1867 übernahm er den elterlichen Hof in Falken und starb dort 1877. 

Werke:
"Fromme Freude" a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=-jaFZuy0DwE
Gebet Es-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=x7m1RT6OM6w
Nachspiel C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=QJ99Xi60YDE
"Zuversicht zum Herrn" F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=UbEtfUcAYK0



SANTA MARIA, Tomas de (um 1515-1570)
Tomas de Santa Maria wurde um 1515 in Madrid geboren und trat 1536 in den Konvent Santa María de Atocha der Dominikaner in Madrid ein. Seine Lebensstationen sind nur lückenhaft überliefert. Vermutlich hatte er wiederholt Kontakt zu  Antonio de Cabezón und somit zum spanischen Königshof. Für das Jahr 1563 ist sein Aufenthalt im Kloster San Domingo in Guadalajara bezeugt; nach anderen Aussagen war er Organist im Konvent San Pablo in Valladolid. Sein Hauptwerk "Arte de tañer Fantasía" erschien 1565, in der er die hochstehende spanische Improvisationspraxis des 16. Jahrhunderts für die Nachwelt festgehalten hat. Es gehört zu den wichtigsten musiktheoretischen Büchern seiner Zeit.

Werke:
Fantasia in c >>> https://www.youtube.com/watch?v=TPODL4RLtHk
Fantasia in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=6eEmyP6WC7s&t=1s



SAUERBREY, Johann Wilhelm Christian Carl (1804-1847)
Johann Wilhelm Christian Carl Sauerbrey wurde 1804 in Königsee im Thüringer Wald im heutigen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt geboren. Er besuchte ab 1821 das Lehrerseminar in Erfurt und war dort ein Schüler von Michael Gotthard Fischer. Nach einer ersten Anstellung als Hilfslehrer in Altenbruch bei Cuxhaven übernahm er 1828 das Organistenamt an der Kirche St. Wilhadi in Stade (wo er die noch heute erhaltene Orgel von Erasmus Bielfeldt unter seinen Händen hatte), parallel wirkte er als Lehrer am dortigen Königlichen Seminar. Er gab neben einem "Choralbuch für die Herzogthümer Bremen und Verden" weitere, durchaus interessante Orgelstücke heraus und starb 1847. 

Werke:
Andantino D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=VXBd4-Js4Ao
Andantino g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=E7u5n0-zzw4



SCARLATTI, Domenico (1685-1757)
Domenico Scarlatti wurde 1685 als Sohn des Komponisten Alessandro Scarlatti in Neapel geboren. Schon 1701 ist er als Organist für die Hofkapelle des spanischen Vizekönigs in Neapel tätig; 1703 wurde seine erste Oper aufgeführt. Ab 1709 wirkte er in Rom, seit 1713 als "maestro di capella" an der Capella Giulia des Vatikan. 1719 übersiedelte er nach Lissabon, wurde dort Hofkapellmeister und kam 1729 im Gefolge des spanischen Thronfolgers nach Spanien, wo er bis an sein Lebensende blieb. Scarlattis bedeutendste Werke sind seine 555 Sonaten, die kompositorisch ungemein vielfältig sind. Auf technischer Ebene betritt Scarlatti mit ihnen eine neue, bisher nicht gekannte Stufe der Virtuosität.

Werke:
Sonata in a >>> folgt



SCHAAB, Robert (1817-1887)
Robert Schaab wurde 1817 in Rötha bei Leipzig (der Ort mit den zwei berühmten Silbermann-Orgeln) geboren. Er war ein Schüler Felix Mendelssohn Bartholdys und Carl Ferdinand Beckers in Leipzig und übernahm 1835 seine erste Stelle im heutigen Leipziger Stadtteil Lindenau. Später war er Lehrer in Anger und ab 1853 an der Bürgerschule in Leipzig. Ab 1878 war er Organist an der Johanniskirche in der Leipziger Ostvorstadt. Seine zahlreichen Choralvorspiele sind viel wenig bekannte Perlen des romantischen Orgelrepertoires. Zu seiner Zeit war Schaab aber vor allem als Verfasser von Transkriptionen von Chor- und Orchesterwerken für Orgel, unter anderem von Johann Sebastian Bach, bekannt und geschätzt. 

Werke:

20 Choralvorspiele op. 118

An einen Gott nur glauben wir >>> https://www.youtube.com/watch?v=mDimR1vGaCo&t=5s
Auf meinen lieben Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=7kdLZnvO6N4&t=5s
Christus, der ist mein Leben >>> https://www.youtube.com/watch?v=z7u58Xnqbow
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend >>> https://www.youtube.com/watch?v=JHmLW_UP8cI
Herr, wie du willst, so schicks mit mir >>> https://www.youtube.com/watch?v=nXJm6_-kUXU
Jesu, meine Freude >>> https://www.youtube.com/watch?v=5qLDl8PpZMA
Jesus, meine Zuversicht >>> https://www.youtube.com/watch?v=dtKQJYCkh9s
Lobe den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=b6WknlsVLxs
Mir nach, spricht Christus, unser Held >>> https://www.youtube.com/watch?v=hNxGGRlTcbA
O Gott, du frommer Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=BxzydPY8nw4
O Haupt voll Blut und Wunden >>> https://www.youtube.com/watch?v=OHID7SVk3Vc
O Lamm Gottes unschuldig >>> https://www.youtube.com/watch?v=Knp5hhsYp8s
Schatz über alle Schätze >>> https://www.youtube.com/watch?v=FEpUTTjO1Rk
Wachet auf, ruft uns die Stimme >>> https://www.youtube.com/watch?v=yc9iTiyZXIk
Was Gott tut, das ist wohlgetan >>> https://www.youtube.com/watch?v=QogDQGFDmj4
Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen >>> https://www.youtube.com/watch?v=GRhqY3-ErlU

20 Choralvorspiele op. 119
Ein feste Burg ist unser Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=C1oCosB7DEI
Ich dank dir schon durch deinen Sohn >>> https://www.youtube.com/watch?v=_z29tHPwSb4
Kommt, Menschenkinder, rühmt und preist >>> https://www.youtube.com/watch?v=32yvAHwO-lM
Liebster Jesu, wir sind hier >>> https://www.youtube.com/watch?v=iUvAdRgm0d4&t=6s
Nach einer Prüfung kurzer Tage >>> https://www.youtube.com/watch?v=q48O5HVc0C4
Nun komm der Heiden Heiland >>> https://www.youtube.com/watch?v=VnvEwEY2Cvg
Nun laßt uns den Leib begrab'n >>> https://www.youtube.com/watch?v=_wm6WBnL1rc&t=6s
Schicke dich, o liebe Seele >>> https://www.youtube.com/watch?v=ecsftGmlXks
Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut >>> https://www.youtube.com/watch?v=OWCjkD_Z3qg&t=6s
Sollt es gleich bisweilen scheinen >>> https://www.youtube.com/watch?v=fY1a3EsloSk
Vom Himmel hoch, da komm ich her >>> https://www.youtube.com/watch?v=aIqril3CKxE
Wenn wir in höchsten Nöten sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=Uoc1KgiM59A
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> https://www.youtube.com/watch?v=sEZpttUj3Mc
Wie schön leuchtet der Morgenstern >>> https://www.youtube.com/watch?v=ts8-IyAR2fA

20 Choralvorspiele op. 121
Ach Gott und Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=EgXjo3MHP-0
Alles ist an Gottes Segen >>> https://www.youtube.com/watch?v=goXIhdh6TqY
An Wasserflüssen Babylon >>> https://www.youtube.com/watch?v=oUnhsRHS4-w
Aus tiefer Not schrei ich zu dir >>> https://www.youtube.com/watch?v=pD_J6zdsZ6Q
Dir, dir, Jehovah, will ich singen >>> https://www.youtube.com/watch?v=9CbOKNvaeo0&t=3s
Eins ist Noth! >>> https://www.youtube.com/watch?v=fl-rO9UqafU&t=5s
Es wolle Gott uns gnädig sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=TNTNaWjQLCg
Freu dich sehr, o meine Seele >>> https://www.youtube.com/watch?v=Mb_2Wmaz-Jc
Gelobet seist du, Jesu Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=gSKd_9Z5GiI
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=BV2X5n6OFBA
Ich dank dir, lieber Herre >>> https://www.youtube.com/watch?v=dFmYP3VfIYc
Mein Gott, ich danke herzlich dir >>> https://www.youtube.com/watch?v=rKzYnAqAYtg
Nun bitten wir den heiligen Geist >>> https://www.youtube.com/watch?v=PxK13u3A5jI
Nun freut euch, lieben Christen g'mein >>> https://www.youtube.com/watch?v=NNSz6lcK6yg
Nun ruhen alle Wälder >>> https://www.youtube.com/watch?v=6lCEDxgCd6A
Vater unser im Himmelreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=uw4CHJrGRhw
Warum betrübst du dich, mein Herz >>> https://www.youtube.com/watch?v=s6q3jTIAVRY
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> https://www.youtube.com/watch?v=sEZpttUj3Mc
Wie groß ist des Allmächt'gen Güte >>> https://www.youtube.com/watch?v=qo9XUWOd5GY



SCHÄCHER, Raimund (*1960)
Raimund Schächer wurde 1960 in Hersbruck bei Nürnberg geboren. Er studierte am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg sowie an der Fachakademie für Evangelische Kirchenmusik in Bayreuth und belegte darüber hinaus Meisterkurse u.a. bei Roland Götz, Harald Vogel und Guy Bovet. Seit 1985 ist Raimund Schächer als Kantor in Treuchtlingen und als Bezirkskantor in den Dekanatsbezirken Pappenheim und Heidenheim tätig. Seine besondere Vorliebe gilt alten Orgeltabulaturen; sein kompositorisches Werk umfasst Orgel- und Chorwerke sowie Kammermusik; auch ist Schächer als Herausgeber zahlreicher Werke für Cembalo und Orgel hervorgetreten.

Werke:
Partita über "Antidotum Tarantula" >>> folgt



SCHAFFRATH, Christoph (1709-1763)
Christoph Schaffrath wurde wahrscheinlich 1709 in Hohnstein in der Nähe von Dresden geboren. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. Ab 1730 war er in Warschau als Cembalist in der Polnischen Hofkapelle des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August "des Starken". Ab 1734 war er Mitglied der Hofkapelle des Kronprinzen Friedrich in Ruppin, Rheinsberg und nach dessen Krönung Hofcembalist in Potsdam und Berlin. 1744 wurde er dann "Kammermusicus" bei Anna Amalie von Preußen. Er schuf 72 Cembalokonzerte, über 40 Sonaten für verschiedene Instrumente, etwa 20 Ouvertüren und weitere Werke. Er wird zu den Hauptvertretern der "ersten Berliner Liederschule" gezählt.

Werke:

Fuga g-moll >>> folgt



SCHALE, Christian Friedrich (1713-1800)
Christian Friedrich Schale wurde 1713 in der Stadt Brandenburg an der Havel geboren, wo er durch den dortigen Kantor Christian Friedrich Rolle ersten Unterricht erhielt. Er studierte Rechtswissenschaft in Halle (Saale) und wirkte ab 1735 in die Kapelle des Prinzen Friedrich Heinrich von Brandenburg-Schwedt mit. Ab 1742 gehörte er als Cellist (oder "zweiter Cembalist"? ...die Quellen widersprechen sich) und "Königlicher Kammermusikus" zur Preußischen Hofkapelle. 1763 übernahm er die Leitung der Domsingschule und wurde 1764 Königlicher Hof- und Domorganist in Berlin. Er schrieb Sonaten für das Clavier, Kammermusik und zahlreiche Orgelstücke.

Werke:

in: Choralvorspiele für die Orgel und das Klavier, gesammelt von Johann Christoph Kühnau:
Adagio e mesto di molto c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=doLdYqVn1CE
Andantino F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=1r_cRRZB8RM
Largo a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=GDIeQ1Jj2VU
Largo fis-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=E-nq0jzHGXw
Largo g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=Z2mmb9WEQnA
Moderato A-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=nnrOF09zICY
Moderato d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=3mZwJRldHnc
Moderato f-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=cYtRVGovzRk
Nachspiel G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=bU8aAs_MdCM&t=11s
Un poco adagio E-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=hQtAy7f8l34
Un poco adagio Es-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=DJ-4ulczQtA
Un poco adagio G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=C23EZme-dkM
Un poco adagio h-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=8Xm065WmPZE
Un poco largo C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=q0fqj6IFixA

aus: Leichte Vorspiele für die Orgel und das Clavier, Hefte I - III
Adagio arioso h-moll >>> folgt
Adagio non troppo a-moll (I) >>> folgt
Adagio non troppo a-moll (II) >>> folgt
Adagio non troppo e-moll >>> folgt
Adagio non troppo h-moll >>> folgt
Cantabile F-Dur >>> folgt
Larghetto g-moll >>> folgt
Largo B-Dur >>> folgt
Largo C-Dur >>> folgt
Largo c-moll >>> folgt
Largo f-moll >>> folgt
Largo g-moll >>> folgt
Largo h-moll >>> folgt
Moderato F-Dur >>> folgt
Poco Adagio D-Dur >>> folgt
Un poco adagio a-moll >>> folgt
Un poco adagio C-Dur >>> folgt
Un poco adagio F-Dur >>> folgt
Un poco adagio G-Dur >>> folgt
Un poco largo e-moll >>> folgt
Un poco largo Es-Dur >>> folgt



SCHAPF, Jörg (16. Jahrhundert)
Über Jörg Schapf ist fast nichts Konkretes bekannt. Sein einziges Stück ist ein "Preambalon" in der 1521 bis 1524 zusammengestellten Orgeltabulatur des Leonhard Kleber, das - für die damalige Zeit bemerkenswert genug - ausschließlich aus Dreiklängen und Sextakkorden besteht. Vielleicht ist er mit jenem Georg Scharpf identisch, der im Jahre 1509 Organist am Hofe in Stuttgart war; möglicherweis auch jener "Meister Jörg", der 1521 Klebers Nachfolger als Organist in Esslingen wurde.

Werke:
Preambalon in fa >>> folgt



SCHAUB, Hans Ferdinand (1880-1965)
Hans Ferdinand Schaub wurde 1880 in Frankfurt am Main geboren und besuchte das Hoch'sche Konservatorium seiner Heimatstadt. Zunächst Lehrer in Breslau, studierte er ab 1900 an der Berliner Akademie bei Engelbert Humperdinck und war u.a. mit Richard Strauß und Max von Schillings bekannt. Von 1906 bis 1915 war er Schriftleiter der "Deutschen Musiker-Zeitung" und ab 1916 Lehrer für Klavier und Komposition am Vogtschen Konservatorium in Hamburg. Er schrieb Kammer- und Orchestermusik sowie einige Chor- und Orgelwerke. Er lebte und verstarb in Hanstedt im Landkreis Harburg in der Nordheide.

Werke:
Herzlich tut mich verlangen >>> folgt



SCHÄUBLE, Theodor (20. Jahrhundert)
Theodor Schäuble war Lehrer und Organist in Höfen, das ist ein Ortsteil der Stadt Winnenden im Rems-Murr-Kreis (Baden-Württemberg), rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. Eine Choralvorspiele von ihm sind in dem 1939 von Heinrich Weber herausgegebenen Präludienbuch enthalten. Noch bis 1950 war Schäuble an der Schule in Höfen als Lehrer tätig, dann wurde er versetzt. Seine Lebensdaten konnten bis jetzt nicht eruiert werden.

Werke:
Lasset uns den Herren preisen >>> folgt



SCHEDLICH, David (1607-1687)
David Schedlich wurde 1607 in St. Joachimsthal (heute Jáchymov) in der böhmischen Region Karlsbad geboren. Sein älterer Bruder Jacob Schedlich (1591-1669) war ein Schüler Hans Leo Haßlers, Orgelbaumeister und Bürgermeister seiner Heimatstadt. Vermutlich erhielt David seine musikalische Ausbildung bei seinem Bruder. 1631 heiratete David Schedlich die Tochter des Nürnberger Sebaldi-Organisten Johann Staden, wurde 1632 Organist der Frauenkirche, 1634 an der Spitalkirche und übernahm 1655 in der Nachfolge seines Schwagers Theophil Staden das Organistenamt an St. Lorenz in Nürnberg. Er schuf geistliche Lieder, Trauermusiken und kammermusikalische Werke. 

Werke:
Ballett in C >>> folgt
Ein Aufzug >>> folgt
Sirenae >>> https://www.youtube.com/watch?v=pAZunONUK4s



SCHEEL, Georg (1866-1945)
Über Georg Scheel ließ sich bislang nur herausfinden, dass er 1866 geboren und 1945 gestorben ist - da sind sich die Quellen einig. Doch wo war er tätig? Bis jetzt fehlt hierzu jegliche Spur. Bemerkenswert ist, daß 1908 in einem US-amerikanischen Magazin seine Klavierkomposition "Kermess - Dance at the Fair" (Tanz auf dem Jahrmarkt) erschien. Sollte er Kontakte in die USA unterhalten haben, evtl. sogar dorthin ausgewandert sein? Auch in Gustav Merks 1901 erschienener Choralvorspiel-Sammlung, der die aufgenommenen Stücke entnommen sind, findet sich kein Hinweis auf das Wirken Scheels.

Werke:
O du Liebe meiner Liebe >>> folgt 
Sollt ich meinem Gott nicht singen >>> folgt



SCHEIBNER, Georg Gottlieb (1785-1836)
Georg Gottlieb Scheibner wurde 1785 in Erfurt geboren. Er war ein Schüler von Johann Immanuel Müller und Michael Gotthard Fischer in Erfurt und studierte ab 1804 an den Universitäten von Halle (Saale) und Jena. Ab 1809 war Scheibner Professor an der Universität und zweiter Oberlehrer am Ratsgymnasium in Erfurt, darüber hinaus Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Erfurt. Die nach ihrem Besitzer benannte "Scheibner-Sammlung", aus dem Umkreis Kittels stammend und vermutlich in Wechmar entstanden, ist eine der wichtigsten Handschriftensammlungen in der Überlieferung der Werke Johann Sebastian Bachs.

Werke:
Cantabile A-Dur >>> folgt



SCHEIDEMANN, Heinrich (um 1596-1663)
Heinrich Scheidemann wurde um 1596 in Wöhrden im heutigen Landkreis Dithmarschen geboren. Nach erstem Musikunterricht bei seinem Vater David Scheidemann studierte er ab 1611 drei Jahre bei dem Amsterdamer "Organistenmacher" Jan Pieterszoon Sweelinck. 1629 wurde er Nachfolger seines Vaters als Organist an der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode 1663. Scheidemann erlangte durch sein Wirken und seinen Einfluss auf andere Organisten ein hohes Ansehen im Musikleben Hamburgs und galt als herausragender Orgelmeister. Zusammen mit einigen anderen Sweelinck-Schülern (etwa Jacob Praetorius, Samuel Scheidt und Melchior Schildt) gehört er zu den bedeutendsten norddeutschen Orgelkomponisten seiner Generation.

Werke:
In dich hab ich gehoffet, Herr >>> folgt
Jesu, wollst uns weisen >>> https://www.youtube.com/watch?v=ElqGFgUXigM
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott >>> folgt
Praeambulum in C (I) >>> folgt
Praeambulum in C (II) >>> folgt
Praeambulum in d (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=cP0hfLRrzNA
Praeambulum in d (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=NOta7NSUczM
Praeambulum in d (III) >>> folgt
Praeambulum in d (IV) >>> folgt
Praeambulum in e (I) >>> folgt
Praeambulum in e (II) >>> folgt
Victimae paschali laudes >>> https://www.youtube.com/watch?v=2g9cgKG2G_8



SCHEIDT, Samuel (1587-1654)
Samuel Scheidt wurde 1587 in Halle (Saale) geboren und war ab 1607 für zwei Jahre Schüler von Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam. 1609 wurde er zum Hoforganisten in Halle berufen. 1624 verfasste Scheidt seine "Tabulatura nova", in der erstmals das Fünflinien-Notensystem bei Musik für Tasteninstrumente in Deutschland verwendet wurde. Nach der Flucht seines Dienstherrn vor den Truppen Wallensteins wurde er arbeitslos, doch komponierte er weiter und unterrichtete zum Lebensunterhalt zahlreiche Schüler. Trotzdem starb er 1654 in Armut. Er gehört zu den wichtigsten Komponisten des 17. Jahrhunderts überhaupt; seine späten, qualitativ herausragenden Geistlichen Konzerte sind im Gegensatz zu seinen Orgelwerken bis heute noch weitgehend unbekannt.

Werke:
Kyrie dominicale >>> folgt
Modus ludendi pleno Organo pedaliter >>> https://www.youtube.com/watch?v=QeXTG-NR_W8
Praeludium in d >>> folgt
Toccata in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=rWTKoBMV3po



SCHELLENBERG, Hermann (1816-1862)
Christian Hermann Schellenberg wurde 1816 in Leipzig geboren. Er war ein Schüler von Carl Ferdinand Becker in Leipzig und folgte diesem zunächst 1846 als Organist an der Johanneskirche, sodann 1854 im Amt des Organisten an St. Nikolai nach. Seinem unermüdlichen Einsatz ist die Errichtung der großen Ladegast-Orgel in der Nikolaikirche zu danken, deren Einweihung er durch seinen frühen Tod im Alter von nur 46 Jahren nicht mehr miterleben konnte. Er wirkte zudem als geschätzter Lehrer und konzertierender Virtuose. Seine wenigen erhaltenen Orgelwerke faszinieren durch ihre Expressivität und teilweise weit ausgreifende Harmonik und zeigen ihn als einen Komponisten, der deutlich neue Wege suchte.

Werke:
Fantasie über den Namen BACH >>> folgt
Pastorale G-Dur >>> folgt



SCHERER, Christian (1864-1934)
Christian Scherer wurde 1864 in Salmünster (heute Bad Soden-Salmünster) im hessischen Main-Kinzig-Kreis geboren. Er absolvierte eine Lehrerausbildung und kam nach Stationen in Neuhof und Hünfeld 1890 an die Realschule in Fulda. 1893 übernahm er den Kirchenchor der Fuldaer Stadtpfarrei und wurde 1896 zum Stadtkantor berufen. Als Organist und Chorleiter war er einer der prägenden Musikerpersönlichkeiten Fuldas zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf der neuen Eggert-Orgel in der Stadtpfarrkirche konnte er sein von den Zeitgenossen lobend über das des damaligen Domorganisten gestellte Orgelspiel voll entfalten. 1929 trat er in den Ruhestand und starb 1934 in Fulda. 

Werke:
Ein Stern geht auf im Buchenland >>> https://www.youtube.com/watch?v=GgNfdh7uWZE
Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein >>> https://www.youtube.com/watch?v=4Nx1p-TMl24
Maria, dich lieben >>> https://www.youtube.com/watch?v=4zjXNUNAvIE
O unbesiegter Gottesheld >>> https://www.youtube.com/watch?v=p_MTPJ2Ges0



SCHERER, Sebastian Anton (1631-1712)
Sebastian Anton Scherer wurde 1631 in Ulm geboren. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. 1653 wurde er vom Rat der Stadt Ulm als "Stadtmusicus" und "Vice-Organist" angestellt. 1668 wurde er "Director musices" und übernahm die Leitung des städtischen Collegium Musicum. Nach dem Tod des Schwiegervaters Tobias Eberlin 1671 dessen Amt als Organist des Ulmer Münsters. Dieses Amt behielt er bis zu seinem Tod 1712. Er hinterließ Messen, Motetten, Instrumentalsonaten und zwei Bücher Orgelwerke, die unter dem Titel "Tabulatura in Cymbalo et Organo" erschienen und deutlich am Stil Frescobaldis und Frobergers orientiert sind.

Werke:
Intonationen primi toni >>> folgt
Intonationen secundi toni >>> folgt
Intonationen tertii toni >>> folgt
Intonationen quarti toni >>> folgt
Intonationen quinti toni >>> folgt
Intonationen sexti toni >>> folgt
Intonationen septimi toni >>> folgt
Intonationen octavi toni >>> folgt



SCHERLITZ, Johann Valentin (1732-1793)
Johann Valentin Scherlitz wurde 1732 in Gossel im heutigen thüringischen Ilm-Kreis geboren (im selben Ort wurde übrigens auch Johann Nicolaus Hanff geboren). Er war ein Schüler von Johann Peter Kellner in Gräfenroda und trat nach einer ersten Schulmeisterstelle in die Dienste des damals in Ohrduf residierenden Fürsten von Hohenlohe. Er bildete sich bei Kapellmeister Georg Benda in Gotha weiter und erhielt bald darauf eine Anstellung als "Kammemusicus" und Hoforganist in Gotha. Die meisten seiner Werke gelten als verschollen; zwei kleine Orgelwerke haben sich handschriftlich im Pfarrarchiv der Gemeinde Oesterbehringen bei Gotha erhalten.

Werke:
Andante b-moll >>> folgt
Orgelstück a-moll >>> folgt



SCHEUENSTUHL, Michael (1705-1770)
Michael Scheuenstuhl wurde 1705 als Sohn eines Mühlenbesitzers in Gutenstetten am Rande des Steigerwaldes im heutigen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim geboren. Über seine Ausbildung - sicher im Umfeld der Reichsstadt Nürnberg - wissen wir nichts Konkretes, doch bereits 1722 wurde er Organist an der Hohenlohischen Residenz in Wilhermsdorf bei Fürth. 1729 erhielt er die Organistenstelle an der Stadtkirche St. Michaelis zu Hof/Saale  und wurde zugleich Rektor der dortigen Mädchenschule. Beide Ämter bekleidete er bis zu seinem Tod 1770. Er veröffentlichte Sonaten und Parthien, die in ihrer unbekümmerten Spielfreude ganz typisch sind für den fränkischen Clavier-Stil in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Werke:
Aria Es-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=zoD2Bg8be-c
Siciliana F-Dur >>> folgt



SCHICHT, Johann Gottfried (1753-1823)
Johann Gottfried Schicht wurde 1753 in Reichenau in Sachsen (heute Bogatynia in der Woidwodschaft Niederschlesien) an der durch die Neiße gebildeten Grenze gegenüber der Stadt Zittau geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Leipzig und wirkte als Violinist in den von Johann Adam Hiller veranstalteten Konzerten mit. 1785 übernahm er das Amt des Gewandhaus-Kapellmeisters. 1802 wurde er Mitbegründer und Direktor der Leipziger Singakademie, des ersten Laienchores der Stadt und 1810 schließlich Thomaskantor. Er schrieb Messen, Kantaten, Motetten, einige Instrumentalwerke und ein großes Choralbuch mit 1285 Melodien, davon 190 eigene (erschienen 1819). 

Werke:
Adagio F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=7UtoSyXBlFQ
Andante F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=-QgPo6b1tZQ



SCHILDT, Melchior (1592-1667)
Melchior Schildt wurde 1592 oder 1593 in einer Organistenfamilie in Hannover geboren und erhielt zunächst von seinem Vater, dann von dem Hannoveraner Kantor Andreas Crappius seine erste Ausbildung. Ab 1609 war er für drei Jahre Schüler des großen Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam. 1623 wurde Schildt Organist an der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel und 1626 Hoforganist bei König Christian IV. in Dänemark. 1629 wurde er schließlich Nachfolger seines Vaters an der Marktkirche in Hannover. Seine erhaltenen Werke für Tasteninstrumente umfassen hauptsächlich Choralbearbeitungen und Variationen. 

Werke:
Gleichwie das Feuer (Variationen) >>> folgt
Praeambulum in g >>> folgt



SCHILLINGS, Max von (1868-1933)
Max Emil Julius von Schillings wurde 1868 in Düren geboren. Er studierte zunächst in München Jura und Philosophie und war nach seiner Assistenz bei den Bayreuther Festspielen 1892 in München als Musikpädagoge tätig; Wilhelm Furtwängler war in jener Zeit einer seiner Schüler. Ab 1908 war er Generalmusikdirektor am Königlichen Hoftheater Stuttgart und wechselte 1919 als Generalintendant an die Preußische Staatsoper zu Berlin (als Nachfolger seines Freundes Richard Strauß) und war als Gastdirigent in Europa gefragt. Seine Werke - Orchester-, Bühnen- Vokalwerke in der Tradition Wagners - sind heute vergessen. Sein einziges Orgelwerk findet sich wiederum in Trautners bemerkenswertem Präludienbuch für die pfälzische Landeskirche.

Werke:
Schmücke dich, o liebe Seele >>> folgt



SCHLICK, Arnolt (um 1460-1521)
Arnolt Schlick wurde um 1460 wahrscheinlich in Heidelberg geboren und war von Jugend an blind. Seit 1486 war er Mitglied der Heidelberger Hofkapelle. Er war als Musiker und Orgelsachverständiger viel auf Reisen. Unter den Organisten des ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts nimmt Schlick eine herausgehobene Sonderstellung ein. Schon nach der Aussage seines Sohnes, er habe „vil iar vor keyseren vnd königen, churfürsten, fürsten, geistlichen vnd weltlichen, auch anderen herren“ gespielt, lässt deutlich werden, dass er einer der führenden Repräsentanten des Organistenstandes seiner Zeit gewesen ist. Bedeutend sind sein 1511 erschienener "Spiegel der Orgelmacher und Organisten" sowie seine ein Jahr später erschienene Sammlung "Tabulaturen etlicher Lobgesang".

Werke:
Christe >>> https://www.youtube.com/watch?v=fovvHhObmv0&t=8s
Primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=Db1n1AQaPj8&t=10s



SCHLÖSSER, Louis (1800-1886)
Louis (eigentlich Levi) Schlösser wurde im Jahre 1800 in Darmstadt als Sohn eines Gastwirts geboren. Mit Hilfe großzügiger Stipendien konnte er, nachdem er seit 1815 als Geiger in der Darmstädter Hofkapelle wirkte, in Wien bei Antonio Salieri und Ignaz von Seyfried, danach auf Empfehlung Beethovens in Paris bei Rodolphe Kreutzer und Jean-François Lesueur studieren. Nach seiner Rückkehr war er in Darmstadt Hof- und Kammermusikus und ab 1858 Hofkapellmeister des Darmstädter Orchesters. Zahlreiche Kompositionen (Kammermusik, Klavierwerke) sind im Druck erschienen, aber heute überwiegend vergessen.

Werke:
Fugiertes Nachspiel A-Dur >>> folgt



SCHLÜTER, Ann-Helena (*1976)
Ann-Helena Schlüter wurde 1976 in Nürnberg als Tochter des Pianisten Karl-Heinz Schlüter geboren, von dem sie auch den ersten Klavierunterricht erhielt. Sie studierte sodann Klavier in Würzburg, Köln und Detmold und belegte Meisterkurse bei zahlreichen Pianisten und Dozenten in aller Welt. Seit 2014 studiert sie zudem Orgel, derzeit u.a. bei Kay Johannsen und konzertiert in allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus als Organistin und Pianistin. Darüber hinaus veröffentlicht sie neben Kompositionen für Tasteninstrumente und Orchster auch Prosatexte und Gedichte.

Werke:
Längtan (Sehnsucht) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Bi_WKHsBzSs&t=4s



SCHMELZER, Johann Heinrich (1623-1680)
Johann Heinrich Schmelzer wurde um 1623 in Scheibbs im niederösterreichischen Mostviertel geboren. Über seine Ausbildung wissen wir nichts, 1643 wird er als Cornettist am Wiener Stephansdom erwähnt. Seit 1649 war er Violinist im Wiener Hoforchester. 1658 war er Leiter der Instrumentalmusik im Gefolge Leopolds I. bei dessen Krönung in Frankfurt, 1665 höfischer "Ballett-Komponist" und 1671 Vizekapellmeister der Hofkapelle. 1673 wurde er in den Adelsstand erhoben. Schmelzer war einer der bedeutendsten Musiker am Habsburger Hof zwischen 1655 und 1680 und für die Entwicklung der Sonate und der Suite von großer Bedeutung.

Werke:
Aria Viennense I >>> folgt
Aria Viennense II >>> folgt
Aria Viennense III >>> folgt
Aria Viennense IV >>> folgt



SCHMID der Ältere, Bernhard (1535-1592)

Bernhard Schmid der Ältere wurde 1535 wahrscheinlich in Straßburg geboren und erhielt seine Ausbildung vermutlich in seiner Heimatstadt. 1562 wurde er Organist an der Thomaskirche sowie am Straßburger Münster. 1592 übergab er diese Positionen an seinen Sohn Bernhard Schmid den Jüngeren; er selbst übernahm die Organistenstelle an der Straßburger Kirche Saint-Pierre-le-Jeune. Bernhard Schmid der Ältere ist der Herausgeber eines Tabulaturbuches mit einem Titel, das dem Titel nach "Musik für alle Arten von Tasteninstrumenten" umfasst. Diese Sammlung gilt als eine der wichtigsten frühen deutschen Tabulaturdrucke nach den Werken von Arnolt Schlick und Elias Nikolaus Ammerbach. 

Werke:
Ein guter neuer Dantz >>> https://www.youtube.com/watch?v=_us1WcjcwYc



SCHMID, Josef (1868-1945)
Josef Schmid wurde 1868 in München geboren. Er studierte in München bei Josef Gabriel Rheinberger, Ludwig Thuille und Otto Hieber und war schon in jungen Jahren als Konzertorganist im Kaim-Saal, der späteren Tonhalle, tätig. Zunächst wurde er Organist der Heilig-Geist-Kirche (am Viktualienmarkt) und ab 1901 bis 1944 Domorganist in München; 1918 wurde ihm der Titel "Königlicher Musikdirektor" verliehen. Er war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der prägendsten Musikerpersönlichkeiten Münchens und hinterließ ein reichhaltiges Œuvre, das alle musikalischen Gattungen einschließt und an die 400 Werke zählt.

Werke:
Herr, nun selbst den Wagen halt >>> folgt



SCHMIDT, Stephan (*1966)
Stephan Schmidt wurde 1966 in Düsseldorf geboren und studierte Kirchenmusik an der dortigen Robert-Schumann-Hochschule bei Paul Heuser und Heinz Odenthal. Er war zunächst Kantor an St. Peter in Düsseldorf und setzte sein Studium bei Daniel Roth in Saarbrücken fort und lehrte ab 1994 Orgel und Improvisation an der Robert-Schumann-Hochschule, 2006 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt. Seit 2005 wirkt er als Domorganist an der Kathedralkirche St. Kilian in Würzburg, wo er auch einige CD's eingespielt hat.

Werke:
Rorate coeli >>> https://www.youtube.com/watch?v=vhiTZNiXwl4



SCHMIEDLEIN, Cajus (um 1555-1611)
Cajus Schmiedtlein (es existieren vielfältige weitere Namensformen, so etwa Schmiedeke und Schmittlein) wurde um 1555 im Kreis Dithmarschen geboren. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. Er wirkte zunächst als Organist in Husum, dann ab 1578 für ein Jahr an der Kirche St. Olai in Helsingør. 1585 wurde Schmiedtlein Organist an der Marienkirche in Danzig, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis zu seinem Tode wirkte. 1596 nahm er am berühmten Organistentreffen in Gröningen teil. Die 42 Stücke der auf das Jahr 1591 datierte "Danziger Tabulatur" hat er zusammengestellt und vermutlich zum größten Teil selbst komponiert, wenngleich Beweise für diese naheliegende Theorie bis heute fehlen.

Werke:
Phantasia tertii toni >>> folgt



SCHMITT, Joseph (1734-1791)
Joseph Schmitt wurde als Georg Adam Schmitt 1734 in Gernsheim in Südhessen geboren. Von dem Königlich-Polnischen Kammermusiker Carl Friedrich Abel in Dresden erhielt er seine musikalische Ausbildung und trat 1753 in das Zisterzienserkloster Eberbach bei Eltville am Rhein ein. 1757 erhielt er die Priesterweihe und wurde 1763 "regens chori" seines Klosters. 1771 ging er nach Amsterdam und gründete einen eigenen Verlag, in dem er u.a. Werke von Mozart und Haydn herausbrachte. Schmitt selbst komponierte Messen und weitere, überwiegend geistliche Werke und starb 1791 in Amsterdam. 

Werke:
Andante F-Dur >>> folgt



SCHMITTBAUR, Joseph Aloys (1718-1809)
Joseph Aloys Schmittbaur wurde 1718 in Bamberg geboren und arbeitete zunächst bei dem berühmten Orgelbauer Johann Philipp Seuffert in Würzburg. Seine musikalische Ausbildung erhielt er u.a. bei Niccolò Jommelli in Bologna. 1754 erhielt er eine Anstellung in der Rastatter Hofkapelle, wo er 1759 Konzertmeister und 1766 Kapellmeister wurde. Nach deren Auflösung war er Konzertmeister in der Karlsruher Hofkapelle. 1775 wurde Schmittbaur Domkapellmeister in Köln und 1777 Hofkapellmeister in Karlsruhe, wo er der dortigen Kapelle zu hohem Ansehen verhalf. Schmittbaur komponierte Messen, Kantaten, Sinfonien, Streich- und Flötenquartette und weitere Kammermusik; außerdem vertonte er Bühnenwerke.

Werke:
Praeludium C-Dur >>> folgt
Praeludium c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=aPT9da8187Y
Praeludium D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=o4fVxMjOMp8
Praeludium d-moll >>> folgt
Praeludium f-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=MJNVUndogGE



SCHMOLL, Johann Friedrich (1739-1794)
Johann Friedrich Schmoll wurde 1739 in Nieder-Saulheim im heutigen Landkreis Alzey-Worms geboren. Über seine Ausbildung wissen wir nichts Konkretes. Nach einer Anstellung am Hof des Wild- und Rheingrafen Carl Magnus von Rheingrafenstein in Gaugrehweiler wurde er 1771 Organist an der Stumm-Orgel der Schloßkirche zu Kirchheimbolanden im heutigen Donnersbergkreis. 1773 bis 1779 war Schmoll Organist am Hof in Leiningen im Hunsrück, danach kehrte er wieder nach Kirchheimbolanden und an den Hof Nassau-Weilburg zurück, wo er bis zu seinem Tod 1794 wirkte. Einige seiner Orgelwerke sind im Manuskript erhalten.

Werke:
Adagio a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=_kp8L_2jZUs
Allegretto G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=Mm33q3mtoK0
An Wasserflüssen Babylon >>> https://www.youtube.com/watch?v=ewsooOOQzi0
Ein feste Burg ist unser Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=1a9HJAtnxnA&t=3s
Fantasia D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=KMwsqQzIphU
Hast du denn, Jesu, dein Angesicht gänzlich verborgen >>> https://www.youtube.com/watch?v=6wdExPM3vn8
Moderato B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=fHI2OPpg_CU
Moderato C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=T-12KXJkGhE
Un poco Moderato F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=JK7sreKHFM4
Wach auf, mein Herz und singe (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=vZP5md51_nQ
Wach auf, mein Herz und singe (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=dqOaHsgkoqQ



SCHNEIDER, Conrad Michael (1673-1752)
Conrad Michael Schneider wurde 1673 in der mittelfränkischen Residenzstadt Ansbach geboren. Er studierte in Leipzig (dort nachgewiesen 1695) und übernahm 1699 die Stelle des Assistenzorganisten am Ulmer Münster. Nach dem Tod des Münsterorganisten Sebastian Anton Scherer 1712 übernahm er dann dessen Amt und amtierte dort bis zu seinem Tod 1752. Schneider gab fünf "Clavier-Übungen" mit teilweise sehr bemerkenswerten Sätzen heraus. Eine heute verlorene Passionsmusik Schneiders wurde im Juni 1725 in Ulm aufgeführt.

Werke:
Adagio con affetto c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=cBwAkjl1hxY



SCHNEIDER, Friedrich (1786-1853)

Johann Christian Friedrich Schneider wurde 1786 in Altwaltersdorf im Zittauer Gebirge im heutigen Landkreis Görlitz geboren. Ab 1805 studierte er in Leipzig, u.a. bei den Thomaskantoren August Eberhard Müller und Johann Gottlob Schicht. Er übernahm eine Vielzahl musikalischer Ämter, wurde 1813 Thomasorganist in Leipzig, 1816 Leiter der Singakademie und trat auch als glänzender Pianist auf. Sein 1820 uraufgeführtes Oratorium "Das Weltgericht" wurde sein kompositorischer Durchbruch. Ab 1822 wurde er dann Herzoglich-Anhalt-Dessauischer Hofkapellmeister und führte das Dessauer Musikleben zu neuer Blüte. Er schrieb insgesamt 16 Oratorien, daneben Sinfonien, Ouvertüren, Kammermusik und einige recht anspruchsvolle Orgelwerke.

Werke:
Trio As-Dur >>> folgt
Trio Es-Dur >>> folgt
Trio f-moll >>> folgt



SCHNEIDER, Johann (1702-1788)
Johann Schneider wurde 1702 in Oberlauter (im oberfränkischen Landkreis Coburg gelegen) geboren. Er erhielt seine erste Ausbildung beim örtlichen Kantor Nicolaus Müller in Unterlauter und war um 1720 Clavier- und Orgelschüler Johann Sebastian Bachs in Köthen. Darüber hinaus war er Schüler von Johann Gottlieb Graun in Merseburg und Johann Graff in Rudolstadt. 1721 wurde er Hoforganist in Saalfeld und 1726 Mitglied des Hoforchesters in Weimar. 1729 wurde der Organist an der Leipziger Nikolaikirche und wirkte auch in den "Großen Concerts" mit, dem Vorläufer der Gewandhauskonzerte. Von Johann Schneider sind eine Reihe von Orgelwerken überliefert.

Werke:
Allabreve F-Dur >>> folgt
Praeludium und Fuge g-moll >>> folgt
Vater unser im Himmelreich (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=7UsOO2ps364&t=1s
Vater unser im Himmelreich (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=MiXi8Mfr6Dk



SCHNEIDER, Johann Gottlob (1789-1864)
Johann Gottlob Schneider wurde 1789 in Alt-Gersdorf, einem Grenzdorf zu Tschechien im Landkreis Görlitz, geboren. Von seinem gleichnamigen Vater erhielt er seine musikalische Ausbildung. 1811 wurde er Gesangslehrer und Organist der Paulinerkirche in Leipzig, doch wechselte er schon 1812 als Organist an die berühmte "Sonnenorgel" in Görlitz. 1825 wurde er sodann "Königlich Sächsischer Hoforganist" und hatte als Organist einen hervorragenden Ruf. Er wurde allgemein "Orgelkönig" genannt und galt selbst für Mendelssohn - der seinen Studenten Schneider als Orgellehrer empfahl - als "höchste Autorität in allen Orgel-Sachen". Seine hervorragenden Orgelwerke verdienen es, neu entdeckt zu werden.

Werke:
Adagio e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=I0fk__uWuWo
Allegro con spirito C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=V2NWU3lMD6g
Allein Gott in der Höh sei Ehr >>> folgt
Christus, der ist mein Leben >>> folgt
Dir, dir, o Höchster, will ich singen >>> https://www.youtube.com/watch?v=0K_78JqSdWs
Ein feste Burg ist unser Gott >>> folgt
Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort >>> folgt
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn >>> https://www.youtube.com/watch?v=6qztYpxREek&t=12s
Liebster Jesu, wir sind hier >>> https://www.youtube.com/watch?v=YpSU9R44q60
Vater unser im Himmelreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=q1BLLC0iq4k
Vivace G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=lGCXkf1Dt0I
Vorspiel a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=CXQw3n-XSB8
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> https://www.youtube.com/watch?v=uRAjoT5mrD0



SCHNEIDER, Michael (1909-1994)
Michael Schneider wurde 1909 in Weimar geboren und studierte zunächst an der dortigen Musikhochschule, später in Leipzig u.a. bei Thomaskantor Karl Straube. Nach einer ersten Organistenstelle in München wurde Schneider 1936 Abteilungsleiter an der Musikhochschule Köln, leitete verschiedene Chöre und wirkte ab 1945 wieder in München als Kantor an der Markuskirche (1949 Titel Kirchenmusikdirektor). Ab 1951 lehrte er in Detmold, ab 1958 in Berlin und seit 1965 wieder in Köln, wo er zugleich Organist des Gürzenich-Orchesters war. Als Lehrer begleitete er zahlreiche Organisten auf ihrem Weg (u.a. Paul Damjakob, Johannes Geffert, Heinz Lohmann und Gerd Zacher).

Werke:
Macht hoch die Tür >>> folgt
O Heiland, reiß die Himmel auf >>> https://www.youtube.com/watch?v=umMNT3uOblA
Tut mir auf die schöne Pforte >>> https://www.youtube.com/watch?v=-gpNfYmbTiE



SCHRADER, Heinrich (1844-1911)
Heinrich Schrader wurde 1844 in Jerxheim im heutigen Landkreis Helmstedt geboren. Er studierte am Berliner Konservatorium und erhielt 1869 zunächst die Organistenstelle an der Braunschweiger St.-Andreas-Kirche, später wurde er Domorganist am Dom St. Blasii in Braunschweig. 1887 wurde er zum Herzoglichen Musikdirektor ernannt, 1901 zum Professor. Vor allem als Chorleiter prägte er für Jahrzehnte das Musikleben seiner Stadt. Man liest, "Schradersche Musik, Schradersche Chöre und Schrader selbst hatten beinahe Kultstatus". Doch bald nach seinem Tod 1911 gerieten sein Schaffen und seine Kompositionen in Vergessenheit.

Werke:
Nun lob, mein Seel, den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=lVHW_zi616s



SCHRECK, Gustav (1849-1918)
Gustav Schreck wurde 1849 in Zeulenroda im heutigen thüringischen Landkreis Greiz geboren. Er besuchte zunächst das Lehrerseminar in Greiz und studierte ab 1868 am Leipziger Konservatorium bei Thomaskantor Ernst Friedrich Richter. Nach einer kurzen Zeit in Finnland war er ab 1874 in Leipzig als Komponist ansässig. 1887 wurde er Lehrer für Komposition und Musiktheorie am Leipziger Konservatorium und 1893 wurde er zum Thomaskantor berufen. Mit großer Gewissenhaftigkeit führte er sein Amt bis zu seinem Tode 1918 aus, pflegte das Werk Bachs und anderer früherer Thomaskantoren und war ab 1901 zudem Schriftführer der "Neuen Bach-Gesellschaft". Er schrieb Oratorien sowie Chor- und Kammermusik.

Werke:

O Ewigkeit, du Donnerwort >>> folgt



SCHREYER, Gregor (1719-1767)
Gregor Schreyer wurde 1719 in Kirchenpingarten im Landkreis Bayreuth an der Grenze zur Oberpfalz geboren. Er war zunächst Sängerknabe an St. Emmeram in Regensburg und Knabensolist am Theater des Fürsten Thurn und Taxis. 1740 trat er in das Benediktinerkloster Andechs ein und erhielt 1743 die Priesterweihe. Als Musiklehrer und Chorregent des Klosters Andechs wirkte er bis zu seinem Tod 1767. Seine für das 300jährige Klosterjubiläum 1755 geschriebenen "solennen Messen" wurden ein Jahr später in Augsburg gedruckt. Darüber hinaus schuf Schreyer Bühnenmusikwerke und Singspiele sowie kleine Orgelstücke im damals populären Stil.

Werke:
Pastorella D-Dur >>> folgt
Pastorella G-Dur >>> folgt



SCHROEDER, Hermann (1904-1984)
Hermann Schroeder wurde 1904 in Bernkastel an der Mittelmosel geboren. Er studierte zunächst Theologie und ab 1926 Kirchen- und Schulmusik an der Kölner Musikhochschule, u.a. bei Heinrich Lemacher und Hermann Abendroth. Schon bald machte er sich einen Namen als Komponist und Organist. 1938 wurde er Domorganist in Trier übernahm 1948 eine Professur an der Kölner Musikhochschule. Seine Kompositionen, die nach eigener Auffassung eine dienende liturgische Funktion im Gottesdienst erfüllen sollen, sind auf die Bedürfnisse der kirchenmusikalischen Praxis zugeschnitten. Schroeders musiktheoretische Lehrbücher, etwa das 1950 erschienene "Lehrbuch des Kontrapunkts", fanden weite Verbreitung.

Werke:

Zwölf Orgelchoräle für die Weihnachtszeit
Auf, ihr Hirten >>> https://www.youtube.com/watch?v=U5isNPE3zy4
Es flog ein Täublein weiße >>> https://www.youtube.com/watch?v=rIrULa3DUvw
Es wird schon gleich dunkel >>> https://www.youtube.com/watch?v=jJx3pggwx_o
Freu dich, Erd und Sternenzelt >>> https://www.youtube.com/watch?v=P9v7kIibk-E
Ihr Hirten, erwacht >>> https://www.youtube.com/watch?v=BVkmWrIpdLk
In dulci jubilo >>>https://www.youtube.com/watch?v=14WRqZE_HX8
Kindelein zart >>> https://www.youtube.com/watch?v=iw98aqKxees
Laßt uns das Kindlein wiegen >>> https://www.youtube.com/watch?v=bUvog8lDjHA
O schlafe, lieblicher Jesu >>> https://www.youtube.com/watch?v=vzt9jXk6K8Q
Schlummerlied der Hirten >>> https://www.youtube.com/watch?v=yZgJPDUQ1H4
Singen wir mit Fröhlichkeit >>> https://www.youtube.com/watch?v=5B0yKgfNI_g
Zu Bethlehem geboren >>> https://www.youtube.com/watch?v=LWRFUVwEFzY



SCHUBART, Christian Friedrich Daniel (1739-1791)
Christian Friedrich Daniel Schubart wurde 1739 in Obersontheim bei Schwäbisch-Hall geboren. Er wuchs in Aalen auf, war Hauslehrer in Königsbronn und wurde 1769 als Organist und Musikdirektor an den württembergischen Hof nach Ludwigsburg berufen. Seine lockere Lebensweise war dem Adel jedoch ein Dorn im Auge, so daß er 1773 seines Amtes enthoben wurde. In der Folge verfaßte er scharf formulierte sozialkritische Schriften, mit denen er die absolutistische Herrschaft und deren Dekadenz öffentlich anprangerte. 1777 wurde er für zehn Jahre inhaftiert. Sein Einfluß auf die nachfolgende Dichtergeneration, etwa Schiller und Hölderlin, darf nicht unterschätzt werden.

Werke:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir >>> https://www.youtube.com/watch?v=J7kcoex7NbE
Herzlich tut mich verlangen >>> https://www.youtube.com/watch?v=l76ChfNQVGU



SCHUBERT, Franz (1797-1828)
Franz Peter Schubert wurde 1797 in der Gemeinde Himmelpfortgrund, heute ein Stadtteil von Wien im Bezirk Alsergrund geboren. Er war Sängerknabe der Wiener Hofkapelle und kam früh mit den Großen jener Zeit in Berührung und erhielt u.a. Unterricht von Antonio Salieri. 1814 entstanden seine erste Oper und seine erste Messe, doch suchte Schubert nie die Öffentlichkeit. Er schuf ein reiches und vielfältiges Werk, das größtenteils erst posthum bekannt und anerkannt wurde. Heute ist Schuberts Rang als herausragender Vertreter der frühen Romantik unbestritten. Seine Orgelfugen entstanden bereits 1812 und haben sich im Archiv des Wiener Männergesangvereins erhalten.

Werke:
Fuge C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=uuowyYZd0o8&t=280s
Fuge d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=9Of0aa3YXpM&t=71s
Fuge G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=uOsV8RGYF24



SCHÜBLER, Johann Georg (um 1720-1755)
Johann Georg Schübler wurde 1720 (?) vermutlich in Zella (heute Zella-Mehlis) im Thüringer Wald geboren. Er studierte in den frühen 1740er Jahren bei Johann Sebastian Bach in Leipzig und verbrachte den Rest seines Lebens als Organist und Lehrer in Mehlis. Heute ist Schübler vor allem als Kupferstecher der „Sechs Choräle von verschiedener Art…“ (BWV 645-650) „In Verlegung Joh. Georg Schübler zu Zella am Thüringer Walde“ bekannt, die gemeinhin als "Schübler-Choräle" bezeichnet werden. Doch hat er auch selbst einige wenige Werke komponiert. 

Werke:
Laß mich gehn, denn dort kommt meine Mutter her >>> https://www.youtube.com/watch?v=r5ZTz6REgn4



SCHUMANN, Camillo (1872-1946)
Camillo Schumann wurde 1872 in Königstein im Erzgebirge geboren. Er studierte am Leipziger Konservatorium sowie in Dresden und Berlin und erhielt 1896 die Stelle als Organist an der Hauptkirche St. Georg zu Eisenach sowie an der dortigen Wartburgkapelle. 1906 wurde ihm der Titel "Großherzoglich Sächsischer Musicdirector und Hoforganist" verliehen. 1914 übersiedelte er nach Bad Gottleuba und widmete sich fortan vorrangig der kompositorischen Arbeit. Sein umfangreiches Gesamtwerk enthält zahlreiche Orgel-, Klavier- und Harmoniumwerke, Orchester- und Kammermusik und blieb bis zuletzt spätromantisch geprägt.

Werke:
Aus meines Herzens Grunde >>> folgt
Aus tiefer Not schrei ich zu dir >>> folgt
Brich an, du schönes Morgenlicht >>> folgt
Christe, du Lamm Gottes >>> folgt
Die güldne Sonne >>> folgt
Eins ist Not, ach Herr, dies eine >>> folgt
Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort >>> folgt
Es ist das Heil uns kommen her (I) >>> folgt
Es ist das Heil uns kommen her (II) >>> folgt
Großer Gott, wir loben dich >>> folgt
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend >>> folgt
Herzliebster Jesu >>> folgt
Ich bete an die Macht der Liebe >>> folgt
Lobe den Herren >>> folgt
Nach einer Prüfung kurzer Tage >>> folgt
Nun sich der Tag geendet hat >>> folgt
Schmücke dich, o liebe Seele >>> folgt
Schönster Herr Jesu >>> folgt
Sollt ich meinem Gott nicht singen >>> folgt
Straf mich nicht in deinem Zorn >>> folgt
Vater unser im Himmelreich >>> folgt
Vom Himmel hoch, da komm ich her >>> folgt
Wenn ich einmal soll scheiden >>> folgt
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt
Werde munter, mein Gemüte >>> folgt



SCHUMANN, Clara (1819-1896)
Clara Josephine Schumann geb. Wieck wurde 1819 in Leipzig geboren. Vom Vater früh als "Wunderkind" am Klavier vermarktet, bekam sie schnell Kontakt zu den "Großen" ihrer Zeit (u.a. Goethe, Paganini, Liszt) und begann zu komponieren. 1840 heiratete sie Robert Schumann, das Paar siedelte zunächst nach Dresden, dann 1850 nach Düsseldorf über. Nach Roberts Tod wohnte sie zunächst in Berlin, dann in Baden-Baden, später wieder in Berlin und zuletzt in Frankfurt am Main. Sie kümmerte sich um das musikalische Erbe Ihres Mannes, gab Konzerte und prägte wesentlich das moderne Klavier-Konzertrepertoire. Auch die enge Freundschaft mit Johannes Brahms soll nicht unerwähnt bleiben. Die drei Präludien und Fugen wurden 1845 veröffentlicht und sind stilistisch an Mendelssohn orientiert.

Werke:
Präludium und Fuge d-moll op. 16,3 >>> https://www.youtube.com/watch?v=iLqZD4E_PiM



SCHUMANN, Georg (1866-1952)
Georg Alfred Schumann wurde 1866 in Königstein an der Elbe im heutigen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge geboren. Er war ein Schüler von Carl August Fischer in Dresden und ab 1882 von Carl Reinecke am Leipziger Konservatorium. Nach Tätigkeiten in Danzig und Bremen wurde er 1900 zum Direktor der Sing-Akademie in Berlin gewählt. Er unterrichtete an der Preußischen Akademie der Künste, wo er von 1913 bis 1945 die Meisterklasse für Komposition leitete. Schumann ist der ausgehenden Spätromantik und Neuromantik zuzuordnen und war der ältere Bruder von Camillo Schumann. Er war 1951 der erste Preisträger des "Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland". 

Werke:
Wie schön leuchtet der Morgenstern >>> folgt



SCHUMANN, Robert (1810-1856)
Robert Schumann wurde 1810 in Zwickau geboren und gehört zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Er studierte zunächst Jura und wurde dann Klavierschüler von Friedrich Wieck, seinem späteren Schwiegervater. Er gründete 1834 die "Neue Zeitschrift für Musik", zog 1844 nach Dresden und wurde 1850 Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Der psychisch seit längerer Zeit angeschlagene Schumann starb 1856 in einer Heilanstalt. Er strebte er nach einer zukunftsträchtigen, poetischen Musik, doch galten seine Werke lange als "schwierig". Seine BACH-Fugen für Orgel entstanden in einer Zeit (1845), als sich Clara und Robert gemeinsam intensiv und schöpferisch mit der Kontrapunktik der alten Meister auseinandersetzten.

Werke:
Fuge über den Namen BACH op. 60,3 >>> https://www.youtube.com/watch?v=x09deZOIwos



SCHUPPERT, Friedrich (*1789)

Friedrich Schuppert wurde 1789 geboren. Vielleicht stammte er aus Laasphe, wo der Name recht verbreitet ist. Die Angabe seines Geburtsjahres in "Die Orgel-Componisten des 19. Jahrhunderts. Als National-Ehren-Denkmal für den seligen Orgelmeister Rinck in Original-Beiträgen von seinen Freunden und Verehrern (…)" läßt die Vermutung nicht unbegründet erscheinen, dass er ein Schüler jenes Christian Heinrich Rinck war. Er wirkte als Hoforganist in Kassel und wird 1858 letztmals als solcher genannt. Im Almanach des nächsten Jahres wird sein Sohn Karl Schuppert (1823-1865) als Hoforganisten angeführt. Ein Todesjahr von Friedrich Schuppert konnte bis jetzt nicht in Erfahrung gebracht werden.

Werke:
Fuge über "Dies ist der Tag, den Gott gemacht" >>> folgt



SCHWABPAUR, Wolfgang (1659-1749)
Wolfgang Schwabpaur wurde 1659 geboren. Über sein Leben wissen wir nicht sehr viel. Er war Franziskaner-Minoritenbruder in Wien (Frater Wolfgang OFMConv), war vermutlich ein Schüler von Johann Kaspar Kerll und hielt sich im Jahr der Belagerung Wiens 1683 in München auf, wo er eine umfangreiche Sammlung von Orgelstücken sowie eine Generalbasslehre niederschrieb. Später lebte er wieder im Wiener Minoritenkloster (im Wiener Bezirksteil Alservorstadt an der Bezirksgrenze zwischen Josefstadt und Alsergrund), wo er 1749 verstorben ist.

Werke:
Pro Elevatione sexti toni (I) >>> folgt
Pro Elevatione sexti toni (II) >>> folgt



SCHWARZ, Hermann-Josef (*1948)
Hermann-Josef Schwarz wurde 1948 in Fulda geboren. Er wirkte als Lehrer und zuletzt als Schulleiter der Geschwister-Scholl-Schule in Fulda. Seit 1970  also bereits seit über 50 Jahren - ist er mit großem Engagement als Chorleiter in Steinbach bei Burghaun tätig. Von 1994 bis 2006 leitete er zudem den Musikausschuss des Fulda-Rhön-Sängerbundes (seit 2007 Ehrenvorsitzender), leitet seit 2001 den Chorleiter-Chor des Sängerbundes und setzt sich besonders für die Aus- und Fortbildung der heimischen Chorleiterinnen und Chorleiter ein. 2010 wurde ihm der Titel "Chordirektor ADC" verliehen. 

Werke:
Marsch g-moll >>> folgt



SECHTER, Simon (1788-1867)
Simon Sechter wurde 1788 in Friedberg (heute Frymburk) in Südböhmen geboren. Er studierte ab 1804 in Wien bei Antonio Salieri und wurde 1824 zum Hoforganisten ernannt. 1851 wurde Sechter zum Professor für Komposition am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde ernannt. Sechter hatte strikte Lehrmethoden. So verbot er etwa Anton Bruckner, Originalkompositionen zu schreiben, während dieser bei ihm Kontrapunkt lernte. Sein Lehrwerk "Die Grundsätze der musikalischen Komposition" ist bis heute von Bedeutung. Er hinterließ zahllose Werke, meist Fugen. Nach eigenen Angaben war es sein Ziel, jeden Tag eine Fuge zu komponieren (was er zumindest zwischen 1849 und 1867 weitgehend "durchzog").

Werke:
Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld op. 90,5 >>> https://www.youtube.com/watch?v=tqX-mhIYgeY&t=49s
Ermuntre dich, mein schwacher Geist op. 90,3 >>> https://www.youtube.com/watch?v=os4igRgbQh0
Fuge c-moll "Dem Andenken des zu früh verblichenen Schubert" >>> https://www.youtube.com/watch?v=UisOYoVpg80&t=104s
Fuge über "Gott erhalte Franz den Kaiser" >>> https://www.youtube.com/watch?v=Z5jYDxI9--0
Hier legt mein Geist sich vor dir nieder op. 90,18 >>> https://www.youtube.com/watch?v=J1_wGWe-1s4&t=13s
Jesus, meine Zuversicht op. 90,15 >>> https://www.youtube.com/watch?v=zbK8ycgASRw
Komm, Heiliger Geist op. 90,6 >>> https://www.youtube.com/watch?v=RDc9stWL66s
Lobe den Herren op. 90,8 >>> https://www.youtube.com/watch?v=e3zysM0J1_Q
Lobe den Herren op. 90,9 >>> folgt
O Haupt voll Blut und Wunden op. 90,4 >>> https://www.youtube.com/watch?v=KQTthXijOD4
O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen op. 90,16 >>> https://www.youtube.com/watch?v=tajzQv4cUHI
Präludium a-moll op. 26,2 >>> folgt
Präludium C-Dur op. 26,1 >>> folgt
Präludium e-moll op. 26,4 >>> folgt
Präludium G-Dur op. 26,3 >>> folgt
Präludium im Styl des gefeierten Palestrina a-moll op. 56,1 >>> folgt
Präludium im Styl des gefeierten Palestrina C-Dur op. 56,2 >>> folgt
Sollt ich meinem Gott nicht singen op. 90,11 >>> https://www.youtube.com/watch?v=Dx2NFXF5ado
Valet will ich dir geben op. 90,7 >>> https://www.youtube.com/watch?v=_aD_YvnuDS0
Wachet auf, ruft uns die Stimme op. 90,2 >>> https://www.youtube.com/watch?v=qKa72oDHcpc&t=5s
Wunderbarer König op. 90,12 >>> https://www.youtube.com/watch?v=k8erf75Gvlo



SEEBER, Nicolaus (1680-1739)
Nicolaus Seeber wurde 1680 in Haina bei Römhild im südthüringischen Landkreis Hildburghausen geboren. Er war zunächst Schreiber und Stadtorganist in Themar und widmete sich auch dem Orgelbau. Als man ihn 1705 als Organist nach Amsterdam berufen wollte, ernannte ihn der Fürst zum "Hofmusicus" in Hildburghausen (bis 1730). 1709 wurde er zudem als Nachfolger seines Lehrers Johann Philipp Käfer Hoforganist in Römhild. Er schrieb - nach Mattheson - zwei Jahrgänge Kirchenkantaten und schuf als "fürstlich-privilegierter Orgelmacher" im Herzogtum Sachsen-Hildburghausen zahlreiche neue Orgeln. Von diesen Werken sind einige bis heute erhalten (in Haina, Leutersdorf und Bedheim etwa), von seinen Kompositionen hingegen fast nichts.

Werke:
Duettino e Ritornello D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=7SrZcfJuO_8&t=50s



SEGER, Josef Ferdinand (1716-1782)
Josef Ferdinand Norbert Seger, auch Seeg(e)r, Se(e)gert oder Zegert, wurde 1716 in Řepín (in der Nähe von Mělník in Mittelböhmen) geboren. Er ist im Umfeld des Minoritenkonvents St. Jakob in der Prager Altstadt groß geworden, wo er den Unterricht von Jan Zach und Felix Benda genoß. Zunächst war er Organist in der Kirche St. Martin in der Mauer (Kostel sv. Martina ve zdi) und ab 1735 zunächst Geiger, dann 41 Jahre lang bis zu seinem Tod erster Organist der Prager Teynkirche. Zusätzlich war er Organist der Kreuzherrenkirche. Seger ist einer den bedeutendsten Organisten, Komponisten und Musikpädagogen des böhmischen Hochbarocks und galt allgemein als sehr gebildeter Mensch und bester Organist Prags im 18. Jahrhundert.

Werke:
Fuga de tempore natali C-Dur >>> folgt
Fuga d-moll >>> folgt
Praeambulum C-Dur >>> folgt



SEIFERT, Uso (1852-1912)
Uso Seifert wurde 1852 in Römhild im südthüringischen Landkreis Hildburghausen geboren. Er besuchte zunächst das Lehrerseminar in Hildburghausen und studierte ab 1878 am Konservatorium in Dresden. Franz Wüllner und Gustav Merkel waren hier seine Lehrer. Er blieb in Dresden und wurde 1880 Organist und Chorleiter der Reformierten Kirche (am Friedrichsring in der Altstadt, 1945 zerstört), 1881 Lehrer am Königlichen Konservatorium und erhielt 1906 den Titel "Kirchenmusikdirektor". Seine 1886 veröffentlichte Klavierschule erlangte weite Verbreitung. Ebenso sind seine Orgelwerke beachtlich, die erst ganz allmählich wieder entdeckt werden.

Werke:
Ach, was soll ich Sünder machen >>> folgt
Dir, dir, o Höchster, will ich singen >>> https://www.youtube.com/watch?v=QsU9gDrPsZg
Es woll uns Gott genädig sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=9h_CgKQwc9M
Nun sich der Tag geendet hat >>> folgt
Straf mich nicht in deinem Zorn >>> folgt



SEIFFERT, Carl Theodor (1805-1885)
Carl Theodor Seiffert wurde 1805 in Blumerode, heute ein Ortsteil der Stadt Mansfeld im Südharz, geboren. Er studierte zunächst in Breslau, dann am Königlichen Institut für Kirchenmusik in Berlin, wo er ein Schüler von August Wilhelm Bach und August Eduard Grell war. 1830 wurde er Organist an der berühmten Hildebrandt-Orgel der St.-Wenzelskirche zu Naumburg und übernahm 1835 zudem den "Sängerverein" in Naumburg. 1842 zum "Königlichen Musikdirektor" ernannt, wurde er 1845 als Musikdirektor an die Königliche Landesschule zu Pforta bei Naumburg berufen. Er komponierte zahlreiche Chor- und Orgelwerke, die in jener Zeit überwiegend auch im Druck erschienen sind.

Werke:
Andantino g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=2SaxNz1a-_g
Nachspiel und Fuge G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=DwlR_xqdf6Y



SELLE, Leonhard (1816-1888)
Johann Leonhard Selle wurde 1816 in Gelting im damals dänischen Herzogtum Schleswig geboren (heute Kreis Schleswig-Flensburg). Er war der Sohn des Organisten Jasper Ludwig Selle und besuchte das Lehrerseminar in Tondern (Tønder) unweit der heutigen deutsch-dänischen Grenze. Er wirkte zunächst als Lehrer und Organist in Landkirchen auf der Insel Fehmarn und wurde 1855 als Organist an die Christkirche in Rendsburg berufen, wo er eine damals berühmte Orgel Arp Schnitgers zur Verfügung hatte. Er starb als Pensionär 1888 in Tönning in Nordfriesland. Er schrieb zahlreiche, teilweise im Druck erschienene Sololieder sowie Orgel-Choralvorspiele.

Werke:
Christus, der uns selig macht >>> https://www.youtube.com/watch?v=i3BZfHfJEz0
Wachet auf, ruft uns die Stimme >>> https://www.youtube.com/watch?v=ccWkHxKvAWU



SENFL, Ludwig (um 1490-1543)

Ludwig Senfl wurde um 1490 in Basel oder Zürich geboren. Er war ein Schüler und späterer enger Weggefährte Heinrich Isaacs in der Hofkapelle Kaiser Maximilians I. Nach Maximilians Tod und der Auflösung der Hofkapelle weilte er zunächst in Augsburg und wurde 1523 Hofkomponist des bayerischen Herzogs Wilhelm IV. in München. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt alle damals gängigen Gattungen: Messen, Motetten, deutsche Lieder sowie Instrumentalstücke und kann in seiner Kunstfertigkeit, Schönheit und Bedeutung für die musikalische Entwicklung im deutschsprachigen Raum gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Prachtcodices der Münchner Hofkapelle gehören zum Wertvollsten und Besten, was uns aus der Zeit der Renaissance überliefert ist.

Werke:
Praeambulum 6 vocum >>> https://www.youtube.com/watch?v=oIgio2tKmpw
 



SENFTER, Johanna (1879-1961)

Johanna Senfter wurde 1879 in Oppenheim am Rhein geboren. Sie studierte zunächst am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main und war ab 1908 Schülerin Max Regers in Kompositionsklasse am Königlichen Leipziger Konservatorium. 1921 gründete sie den Musikverein Oppenheim und 1923 den Oppenheimer Bachverein, mit dem sie regelmäßig Bachsche Kantaten aufführte. Sie komponierte bis ins hohe Alter (u.a. neun große Sinfonien) und prägte das Musikleben ihres Heimatortes Oppenheim, wo sie bis zu ihrem Tod 1961 lebte. Da sich die als scheu Musikerin einer größeren Hörerschaft verschloß, gerieten ihre eigenen Kompositionen lange Zeit in unverdiente Vergessenheit.

Werke:
Vom Himmel hoch, da komm ich her >>> folgt
 



SERRANUS, Johann Baptist (1540-1600)
Johann Baptist Serranus wurde 1540 in Lehrberg bei Ansbach in Mittelfranken geboren, wo sein Vater als Pfarrverweser tätig war. Serranus war zunächst Kapellknabe in der Ansbacher Hofkantorei und studierte - nachdem er offensichtlich kurz in Diensten des Erzherzogs Ferdinand in Wien stand - ab 1560 in Wittenberg als Stipendiat des Brandenburg-Ansbachischen Markgrafen. 1568 wurde er Kantor der St.-Johanneskirche in Ansbach und erhielt 1573 die Pfarrstelle in Vincenzenbronn (heute ein Ortsteil der Gemeinde Großhabersdorf im Landkreis Fürth). Die heute noch bekannte Melodie des Liedes "Wenn wir in höchsten Nöten sein" geht auf Serranus - der in den Quellen oft als "Francus" ("der Franke") bezeichnet wird - zurück.

Werke:
Wenn wir in höchsten Nöten sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=b9eo8c3HlE4
 



SIBELIUS, Jean (1865-1957)
Johan Julius Christian („Jean“) Sibelius wurde 1865 in Hämeenlinna, einer Stadt im Süden Finnlands, geboren. Er studierte Jura in Helsingfors und Musik in Helsinki und bildete sich 1889 bis 1891 in Berlin und Wien fort. Doch beschritt er von Anfang an eigene stilistische Wege, wie sich in der 1892 entstandenen Kullervo-Sinfonie zeigte. Mit seinen Sinfonischen Dichtungen (etwa "Finlandia"), dem Violinkonzert und den übrigen Werken gilt Sibelius als bedeutendster Komponist Finnlands. In seinen sieben Sinfonien ist er anfänglich noch von Spätromantik und finnischer Volksmusik beeinflusst, findet dann aber zu einem ganz eigenständigen Stil. Seine wenigen Orgelwerke entstanden in den 1920er Jahren, als Sibelius für einige Zeit Organist der Freimaurerloge "Suomi Lodge No. 1" war.

Werke:
Andante festivo (Transkription: Esa Ylönen) >>> https://www.youtube.com/watch?v=waAZpe7UJok
Avaushymni >>> folgt
Postludium d-moll >>> folgt
Preludium F-Dur >>> folgt
Surusoitto op. 111b >>> https://www.youtube.com/watch?v=XNaOTnl15AQ&t=152s
 



SICHART, Lorenz (1694-1771)
Lorenz Sichart (manchmal wird auch die Namensform "Sichert" verwendet) wurde 1694 in Nürnberg geboren. Über seine Ausbildung wissen wir nichts Konkretes, dürfen diese aber wohl im reichen Umfeld der Reichsstadt Nürnberg, etwa bei Wilhelm Hieronymus Pachelbel, vermuten. Zwischen 1727 und 1731 wird er als "Musicus und Organist auf den Chor bey Unser Frauen", also als Organist der Chororgel in der Nürnberger Frauenkirche genannt. Später wirkte er spätestens ab 1743 bis zu seinem Tode 1771 an der Kirche St. Ägidien. Er schrieb (leider verschollene) "Kirchweih-Kantaten" und eine durchaus kühne Orgelsonate, die etwa 1730 im Druck erschienen ist.

Werke:
Sonata ex A-Dur >>> folgt
 



SIEBECK, Gustav Heinrich Gottfried (1815-1851)

Gustav Heinrich Gottfried Siebeck wurde 1815 in Eisleben im heutigen Landkreis Mansfeld-Südharz geboren. Er studierte in Berlin und war ein Schüler von August Wilhelm Bach und Adolf Bernhard Marx. Zunächst wirkte einige Jahre als Seminarmusiklehrer und Organist an St. Andreas in Eisleben. Ab 1844 war er dann als fürstlicher Musikdirektor, Organist, Kantor und Lehrer am Gymnasium "Rutheneum" in Gera tätig. Er schrieb Chor- und Orgelwerke, darunter eine Orgelsonate, starb jedoch bereits 1851 im Alter von nur 36 Jahren. Der Philosoph Gustav Hermann Siebeck (1842-1920) war sein Sohn.

Werke:
Fuge C-Dur >>> folgt
 



SIEBENKEES, Johann (1714-1781)
Johann Siebenkees (auch Siebenkäs oder Siebenkes) wurde 1714 in Nürnberg geboren. Er entstammte einem verzweigten fränkischen Bäcker- und Müllergeschlecht, das auch dem gleichnamigen Jean Paul'schen Romanhelden den Namen gab. Er war Schüler des Nürnberger Lorenz-Organisten Wolfgang Förtsch und hielt sich ab 1726 in Dresden auf, wo er den Unterricht von Johann David Heinichen genoß. 1743 wurde er Organist "auf dem Chor" der Nürnberger Frauenkirche. 1764 erhielt er das Organistenamt an St. Lorenz und lehnte 1767 ein Angebot Telemanns ab, nach Hamburg zu gehen. Seit 1775 war er zudem Organist an St. Sebald. Er galt als exzellenter Klavier- und Flötenspieler.

Werke:
Menuett G-Dur >>> folgt
 



SIEFERT, Paul (1586-1666)
Paul Siefert (auch Sibert oder Syfert) wurde 1586 in Danzig (heute Gdańsk) geboren. Seit 1607 studierte er in Amsterdam beim "Organistenmacher" Jan Pieterszoon Sweelinck und wurde nach seiner Rückkehr  stellvertretender Organist in Danzig. Ab 1611 war er Organist an der Altstädtischen Kirche in Königsberg in Ostpreußen, ab 1616 Organist der Warschauer Hofkapelle Sigismunds III. von Polen. 1623 wurde er zum Organisten der Marienkirche Danzig in berufen, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Er schrieb Vokalwerke sowie Werke für Tasteninstrumente, die sich stark am durch Sweelinck vermittelten Ideal der frühen norddeutschen Schule orientieren.

Werke:

Fantasia tertia >>> folgt
Puer natus in Bethlehem (Variationen) >>> folgt
 



SILBERMANN, Johann Daniel (1717-1766)
Johann Daniel Silbermann wurde 1717 als Sohn des Orgelbauers Andreas Silbermann in Straßburg geboren. Zusammen mit seinem Bruder Johann Andreas erhielt er eine Ausbildung zum Orgelmacher in der berühmten väterlichen Werkstatt. In Straßburg war er zudem als Organist am Temple Neuf tätig. 1752 rief ihn sein schwer erkrankter Onkel Gottfried Silbermann nach Freiberg, um die Leitung der Werkstatt zu übernehmen und setzte ihn zudem als Universalerben ein. Nach der Vollendung der Orgel in der Dresdner Hofkirche ließ er sich in der Residenzstadt nieder. Das Manuskript einiger Kompositionen von ihm befindet sich in der Berliner Staatsbibliothek.

Werke:
Grave F-Dur >>> folgt
Menuett F-Dur >>> folgt
Triolet f-moll >>> folgt
 



SILCHER, Friedrich (1789-1860)
Philipp Friedrich Silcher wurde 1789 in Schnait im heutigen Rems-Murr-Kreis geboren. Nach kurzer Zeit als Schulgehilfe in Schorndorf studierte er in Ludwigsburg bei Conradin Kreutzer und Johann Nepomuk Hummel. 1817 wurde Silcher nach einigen Jahren als Musiklehrer in Stuttgart Musikdirektor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Silcher gilt als einer der wichtigsten Protagonisten des Chorgesangs und schrieb zahlreiche Chorsätze von deutschen und internationalen Volksliedern, die heute noch zum Grundrepertoire vieler Gesangvereine gehören. Er selbst leitete die "Akademische Liedertafel" in Tübingen. Daneben schrieb er Motetten, Kammermusik und zwei große Orchester-Ouvertüren.

Werke:
Andante F-Dur (nach Mozart) >>> folgt
Ein feste Burg ist unser Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=kk31QXNXlUY
Freu dich sehr, o meine Seele >>> https://www.youtube.com/watch?v=ruSgRJridIY
Grave f-moll (nach Pergolesi) >>> https://www.youtube.com/watch?v=01Py-cvE6vo
Poco Adagio "zu Kommunionen" >>> https://www.youtube.com/watch?v=BkX6zVSkDWQ
Wie groß ist des Allmächtigen Güte >>> folgt
 



SIMON, Johann Caspar (1701-1776)
Johann Caspar Simon wurde 1701 in Floh bei Schmalkalden am Rande des Thüringer Waldes geboren. Ab 1723 studierte er in Jena, möglicherweise bei Johann Nicolaus Bach. 1727 wurde er "Director musices" an der Stadtkirche in Langenburg (Hohenlohe) im heutigen Landkreis Schwäbisch-Hall und 1731 Musikdirektor der St.-Georgskirche in Nördlingen. Doch 1750 erbte er von seinem Schwager eine Tuchfabrik in Leipzig. Er baute sich in der Folge dort eine neue Existenz als Kaufmann auf und erreichte den Rang eines "Commerzienraths". Zahlreiche seiner Werke für Tasteninstrumente - Präludien, Choralbearbeitungen, Sonaten - ließ Simon ab 1750 auf eigene Kosten im Druck erscheinen. 

Werke:

14 Praeludien und Fugen
Praeludium und Fuge A-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=gZ1iUNlZesk
Praeludium und Fuge a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=KodFSnJu5JA
Praeludium und Fuge B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=2alMOHAddWE
Praeludium und Fuge C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=DBDCZ_6vhMM&t=27s
Praeludium und Fuge c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=JB1an_q3DaU&t=32s
Praeludium und Fuge D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=DUkfoyySxhE
Praeludium und Fuge d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=dBHPjdg8Mqw
Praeludium und Fuge E-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=YnG8uhZVsxM
Praeludium und Fuge e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=qq50f_w4ZG8&t=23s
Praeludium und Fuge F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=LFIGw5vVfzY
Praeludium und Fuge f-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=uNDaSK8VS88
Praeludium und Fuge G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=PqElSy5Idic
Praeludium und Fuge g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=DJcLekXTVDE
Praeludium und Fuge h-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=9zF9eJEbEpI

Erster Versuch einiger variirter Choräle
Ach Herr, mich armen Sünder >>> https://www.youtube.com/watch?v=fvnG9xZdRs0
Ach, was soll ich Sünder machen >>> https://www.youtube.com/watch?v=j7tE1CNPTH0&t=12s
Allein Gott in der Höh sei Ehr >>> https://www.youtube.com/watch?v=xDkq4PuFneI
Auf meinen lieben Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=ooc5nLVE28I
Meinen Jesum laß ich nicht >>> https://www.youtube.com/watch?v=LkMxtSxBj4k
Seelen-Bräutigam >>> https://www.youtube.com/watch?v=LKs1xrA7LLY

Musicalisches A.B.C
Fughetta 1 ex a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=6uy3YP9QyvU
Fughetta 2 ex A-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=-MOK1JRDamc
Fughetta 3 ex B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=7lhPOWKljXY
Fughetta 4 ex d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=IGVaCfUs334
Fughetta 5 ex D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=0vBjtRgSljY
Fughetta 6 ex e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=B20xDYwCXA4
Fughetta 7 ex E-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=r4xgx1Dp6Sc
Fughetta 8 ex F-Fur >>> https://www.youtube.com/watch?v=mF9xx9Jy7ew
Fughetta 9 ex f-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=X7-6A2veEXI
Fughetta 10 ex G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=ny7ov87vRBc
Fughetta 11 ex g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=qkOrw6cMr6g
Fughetta 12 ex H-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=VgF4eu13oJ0
Fughetta 13 ex h-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=vtM1JJiYMuE
Fughetta 14 ex b-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=pPyYdVIxChk
Zehn Versetten ex G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=iymVSA2DKGA&t=58s
Zehn Versetten ex F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=B9ZiseUupM4

Musicalische Neben-Stunden
Suite C-Dur >>> folgt



SORGE, Georg Andreas (1703-1778)
Georg Andreas Sorge wurde 1703 in Mellenbach im heutigen thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt geboren. Der Gräflich-brockdorfsche Hoforganisten Kaspar Tischer in Schney erteilte ihm Musikunterricht. 1721 wurde er Gräflich Reuß-Plauischer Hoforganist in Lobenstein - ein Amt, das er bis zu seinem Tod 1778 bekleidete. Georg Andreas Sorge ist insbesondere als Theoretiker bekannt geworden, seine Kompositionen treten demgegenüber meist (zu Unrecht) in den Hintergrund. Er untersuchte das Verhältnis zwischen Mathematik und Musik und erkannte u.a. die Bedeutung der Logarithmen für den mathematischen Umgang mit Intervallen, insbesondere für die Teilung der Oktave in 12 gleiche schwebende Halbtöne.

Werke:

Clavier-Übung (24 Praeludien in allen Tonarten)

Praeludium A-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=hHI62qzhT7I
Praeludium a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=x2oHZMHiJ7M
Praeludium As-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=llqcOC4eUuc
Praeludium B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=7KIY6ia-F24
Praeludium b-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=Xwrr0H30aEQ
Praeludium C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=fEBGWKFYdMI
Praeludium c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=CmsLkxZdig8
Praeludium cis-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=3DP-6xZ4zXI
Praeludium D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=RAFReeoyGwU
Praeludium d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=RoPTnONSZeU
Praeludium Des-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=KG4cp9wH7z0
Praeludium E-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=Lej2Yz-H3Co
Praeludium e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=Y0icqNWc3_U
Praeludium Es-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=CfD2vogota8&t=7s
Praeludium es-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=8GXhBqdJ020
Praeludium F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=9ju-YwseN0o
Praeludium f-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=4tCFsGkEx-k
Praeludium fis-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=UC_XNUy2HnM
Praeludium G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=5hb1nweUxLc
Praeludium g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=vS5xT8deNPM
Praeludium Ges-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=j6VTlZI2zEI
Praeludium gis-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=ibNc8bJs9Ss
Praeludium H-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=jR0fDIRRWFg
Praeludium h-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=oXZpdHIEfUs

24 kleine Präludien
Praeludium A-Dur I >>> https://www.youtube.com/watch?v=qgtsoVw8G5c
Praeludium A-Dur II >>> https://www.youtube.com/watch?v=qgtsoVw8G5c
Praeludium a-moll I >>> https://www.youtube.com/watch?v=qgtsoVw8G5c
Praeludium a-moll II >>> https://www.youtube.com/watch?v=qgtsoVw8G5c
Praeludium B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=qgtsoVw8G5c
Praeludium C-Dur I >>> https://www.youtube.com/watch?v=zojehYR-ADc
Praeludium C-Dur II >>> https://www.youtube.com/watch?v=zojehYR-ADc
Praeludium c-moll I >>> https://www.youtube.com/watch?v=zojehYR-ADc
Praeludium c-moll II >>> https://www.youtube.com/watch?v=zojehYR-ADc
Praeludium D-Dur I >>> https://www.youtube.com/watch?v=zojehYR-ADc
Praeludium D-Dur II >>> https://www.youtube.com/watch?v=zojehYR-ADc
Praeludium d-moll I >>> https://www.youtube.com/watch?v=sHF_EhN8qDw
Praeludium d-moll II >>> https://www.youtube.com/watch?v=sHF_EhN8qDw
Praeludium E-Dur I >>> https://www.youtube.com/watch?v=sHF_EhN8qDw
Praeludium E-Dur II >>> https://www.youtube.com/watch?v=sHF_EhN8qDw
Praeludium e-moll I >>> https://www.youtube.com/watch?v=sHF_EhN8qDw
Praeludium e-moll II >>> https://www.youtube.com/watch?v=sHF_EhN8qDw
Praeludium Es-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=qgtsoVw8G5c
Praeludium F-Dur I >>> https://www.youtube.com/watch?v=zyxc-nMRoDQ
Praeludium F-Dur II >>> https://www.youtube.com/watch?v=zyxc-nMRoDQ
Praeludium G-Dur I >>> https://www.youtube.com/watch?v=zyxc-nMRoDQ
Praeludium G-Dur II >>> https://www.youtube.com/watch?v=zyxc-nMRoDQ
Praeludium g-moll I >>> https://www.youtube.com/watch?v=zyxc-nMRoDQ
Praeludium g-moll II >>> https://www.youtube.com/watch?v=zyxc-nMRoDQ

Weitere freie Werke
Fantasie C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=kgRRXS2cFCA
Fantasie G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=8yx2_14vzeo
Fuge B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=8X-VvIBSnOg
Fuge g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=hI4eMF2Qx8w
Fuge über B-A-C-H I >>> https://www.youtube.com/watch?v=6-g4PbqUBok
Fuge über B-A-C-H II >>> https://www.youtube.com/watch?v=blwdNORtrUc
Fuge über B-A-C-H III >>> https://www.youtube.com/watch?v=VYe2Jcyo7M0
Sinfonia e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=_LwXFR26Jb4
Sonate Nr. 1 B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=dY-ZGg1HtZo
Sonate Nr. 2 F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=dWZSrZ60jCA
Sonate Nr. 3 d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=sgbiCRwRh9M
Toccatina per ogni modi >>> https://www.youtube.com/watch?v=-Lo8JBlkPKw
Toccatina a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=QUW72TrtH7k
Trio C-Dur >>> folgt
Trio e-moll >>> folgt
Trio G-Dur (I) >>> folgt
Trio G-Dur (II) >>> folgt

Choralgebundene Werke
Auf, Christenmensch >>> https://www.youtube.com/watch?v=3WjX1jHrPbg
Auf, ihr Christen >>> https://www.youtube.com/watch?v=AOrM9xidbmk
Aus der Tiefen >>> https://www.youtube.com/watch?v=_rhzL8L889c
Freu dich sehr, o meine Seele I >>> https://www.youtube.com/watch?v=2iovqb3eEWY
Freu dich sehr, o meine Seele II >>> https://www.youtube.com/watch?v=ctzC_U08HFY
Herr Jesu Christ, du höchstes Gut >>> https://www.youtube.com/watch?v=rhqsCaAt3rY&t=1s
In allen meinen Taten >>> https://www.youtube.com/watch?v=oXywn6GgFDA
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=xejk53bOjEQ
Nun sich der Tag geendet hat >>> https://www.youtube.com/watch?v=7YFE74zpje8
Sollt ich meinem Gott nicht singen >>> https://www.youtube.com/watch?v=MMiTvU4U55k
Vater unser im Himmelreich I >>> https://www.youtube.com/watch?v=KpxKZFO-X-M&t=17s
Vater unser im Himmelreich II >>> https://www.youtube.com/watch?v=-34kNamwakQ
Vom Himmel hoch, da komm ich her >>> https://www.youtube.com/watch?v=dTYA8RjaO2E
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> https://www.youtube.com/watch?v=N4KoF6jcyLI
Wir glauben all an einen Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=Fz0c0vx3ezo
Wo Gott, der Herr, nicht gibt sein Gunst >>> https://www.youtube.com/watch?v=Cc-61rpapNA



SPERGER, Johann Matthias (1750-1812)
Johann Matthias Sperger wurde 1750 in Feldsberg (heute Valtice in Südmähren) geboren. Er erhielt seine Ausbildung zum Kontrabassisten in Wien und gehörte ab 1777 er Hofkapelle des Erzbischofs von Pressburg (Bratislava) an. Von 1783 bis 1786 war Sperger Mitglied der Hofkapelle des Grafen Ludwig von Erdődy in Kohfidisch im Burgenland. Nach einer Italienreise wurde er 1789 Erster Kontrabassist der Mecklenburgisch-Schweriner Hofkapelle in Ludwigslust und unternahm mehrere Konzertreisen, u.a. 1801 nach Leipzig, wo er mit dem Gewandhausorchester konzertierte. Sperger schrieb 44 Sinfonien, Instrumentalkonzerte, Sonaten und andere Instrumental- und Vokalwerke. 

Werke:
Andante a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=mguA0otCZ1U
Andante F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=_C5JHK83XQQ
Andantino poco Adagio f-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=QypuyQ9Br9I



SPETH, Johann (1664-nach 1719)
Johann Speth wurde 1664 in Speinshart im heutigen oberpfälzischen Landkreis Neustadt an der Waldnaab geboren. Er erhielt seine Ausbildung bei Abt Dominikus Lieblein in der Musik- und Sängerknaben-Schule des Prämonstratenser-Klosters in Speinshart. 1692 erhielt er das Amt des Organisten am Augsburger Dom, nachdem er sich mit seiner Sammlung "Ars magna consoni et dissoni" beworben hatte, die dann ein Jahr später im Druck erschien. Ab 1705 war Speth in der Kanzlei des Domkapitels beschäftigt. Noch im Jahr 1719 wohnte er mit seiner Frau und einer Magd in der Nähe der Augsburger Kirche St. Ulrich, danach verliert sich seine Spur; ein Todesdatum ist nicht bekannt. 

Werke:
Magnificat primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=9sR5Pr2jq40
Magnificat secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=iteESvtv6-c
Magnificat tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=LgdrqxODcM8
Magnificat quarti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=o-cGA1Wb0IY
Magnificat quinti toni >>> folgt
Magnificat sexti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=gAMa5gdZ-f4
Magnificat septimi toni >>> folgt
Magnificat octavi toni >>> folgt
Partite diverse sopra l'aria detta la Pasquina >>> https://www.youtube.com/watch?v=9Baj_pyisZY
Partite diverse sopra l'aria detta la Todesca >>> https://www.youtube.com/watch?v=o8HZpDrI_50
Partite diverse sopra la Spagnoletta >>> https://www.youtube.com/watch?v=TCTDdHtUV90
Toccata prima >>> folgt
Toccata quarta >>> folgt
 



SPIESS, Johann Martin (1691-1772)
Johann Martin Spieß wurde 1691 im hessischen Hanau geboren, wo er und seine Familie der französisch-reformierten Gemeinde angehörten. Seine musikalische Ausbildung erhielt er vermutlich von dem aus Schmalkalden stammenden Hanauer Kantor Johann Michael Müller. Nach seinem 1712 begonnenen Studium in Heidelberg war Spieß als Kantor in Kreuznach und Bergzabern in der Pfalz sowie in Heidelberg tätig. Dort erschien um 1745 sein "Musicalischer Kirchen=Schatz", eine "Sammlung von 106 Präludien, Arien, mancherley Arpeggen, Concerten, Fugen und Variationen für Orgel". Im August 1746 wurde Spieß Münsterorganist im schweizerischen Bern, wo er 1772 verstorben ist.

Werke:
Fuga F-Dur >>> folgt
Largo g-moll >>> folgt 
Poco Allegro D-Dur >>> folgt
Praeludium d-moll >>> folgt
Preludio g-moll >>> folgt
Preludio non tanto allegro e-moll >>> folgt



SPITTA, Heinrich (1902-1972)

Heinrich Arnold Theodor Spitta wurde 1902 in Straßburg in eine Musiker- und Theologenfamilie hineingeboren. Sein Vater war der Theologe Friedrich Spitta und sein Onkel der Musikwissenschaftler und Bach-Biograph Philipp Spitta. Er studierte bei Arnold Mendelssohn und Hermann Grabner, unterrichtete ab 1933 an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin und wurde zugleich ins Kulturamt der Reichsjugendführung berufen. Er komponierte vor allem Chorwerke, die in der Feiergestaltung der Hitlerjugend zum Einsatz kamen. Ab 1950 lehrte er an der Pädagogischen Hochschule Lüneburg, ab 1957 als Professor. 

Werke:
Heilig Vaterland (Vorspiel und Satz) >>> folgt
 



SPOHR, Louis (1784-1859)
Louis Spohr wurde 1784 als Ludewig Spohr in Braunschweig geboren. Schon mit 15 Jahren wurde er Kammermusiker des Braunschweiger Herzogs und erlangte rasch den Ruf eines herausragenden Violonvirtuosen. 1805 wurde er Konzertmeister in Gotha und wechselte 1813 in selber Funktion nach Wien, wo er Beethoven begegnete. 1817 erhielt er die Kapellmeisterstelle in Frankfurt am Main, unternahm zahlreiche Kunstreisen und trat 1822 die Stelle des Hofkapellmeisters in Kassel an. Bedeutend war seine Tätigkeit als Lehrer und Komponist, wo er neben Carl-Maria von Weber und Heinrich Marschner als Hauptvertreter der romantischen Oper gilt. Zudem schrieb er bedeutende Oratorien und Instrumentalwerke.

Werke:
Jesus, meine Zuversicht >>> folgt
Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich >>> folgt
Meinen Jesum laß ich nicht >>> folgt



SPONHOLTZ, Adolf Heinrich (1803-1851)

Adolf Heinrich Sponholtz (auch Sponholz geschrieben) wurde 1803 in Rostock als Sohn eines Gastwirtes geboren. Er trat schon als Kind als Pianist auf, doch studierte er zunächst Theologie. Seit 1831 bis zu seinem Tode 1851 wirkte er als Organist an der Marienkirche in Rostock. Seine Werke, etwa seine "Etudes charateristiques" op. 9 für Klavier wurden von Mendelssohn geschätzt. Er komponierte daneben Orchester- und Orgelmusik sowie Lieder. Sein Enkel Adolf Sponholtz (1869-1951) wurde Verleger in Hannover. 

Werke:
Präludium As-Dur >>> folgt
 



STAAB, Ulrich (*1970)
Ulrich Staab wurde 1970 in Gelnhausen im hessischen Main-Kinzig-Kreis geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Bischöflichen Kirchenmusikinstitut Fulda, Filiale Hanau, wo er von Regionalkantor Raimund Murch unterrichtet wurde. Darüber hinaus studierte er an der Fachhochschule Wiesbaden mit Abschluß Dipl.-Ing. in Physik, arbeitete als Entwicklungs-Ingenieur bei ABB in Alzenau und seit 2013 bei der WIKA-Gruppe in Klingenberg am Main. Er ist seit 1990 Organist in seiner Heimatgemeinde Biebergemünd-Kassel, ebenfalls im Main-Kinzig-Kreis, wo er auch den Musikverein, die "Original Kasseler Musikanten 1974 e.V." dirigiert.

Werke:
Partita "Herr Jesu Christ, dich zu uns wend" >>> https://www.youtube.com/watch?v=BiJz_Ignf7o



STADE, Friedrich Wilhelm (1817-1902)
Friedrich Wilhelm Stade wurde 1817 in Halle (Saale) geboren. Er war ein Schüler von Friedrich Schneider in Dessau und war zunächst Kapellmeister der "Bethmannschen Truppe", einer Wanderbühne unter Leitung des Schauspielers Heinrich Bethmann. 1845 kam er als Universitätsmusikdirektor nach Jena, wurde hier Ehrendoktor der philosophischen Fakultät und wirkte ab 1860 als Hofkapellmeister und Hoforganist in der thüringischen Residenzstadt Altenburg. Hier spielte er die berühmte Trost-Orgel, deren Umbau durch Friedrich Ladegast 1881 von ihm initiiert wurde. Er schrieb Sinfonien, Ouvertüren und Lieder und war als hervorragender Organist mit besonderer Stärke in der Kunst der Improvisation bekannt.

Werke:
Fantasie d-moll >>> folgt



STADE, Heinrich Bernhard (1816-1882)
Heinrich Bernhard Stade wurde 1816 in Ettischleben bei Arnstadt im heutigen thüringischen Ilm-Kreis geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Arnstadt und war ab 1736 ein Schüler von Ludwig Ernst Gebhardi in Erfurt. Ab 1842 wirkte er als Organist, ab 1855 auch als Musikdirektor an der "Neuen Kirche" in Arnstadt, der "Bachkirche". Sein Name bleibt für immer verbunden mit dem von ihm groß gedachten und initiierten, aber letztlich mißlungenen Umbau der berühmten Wender-Orgel (der "Bach-Orgel") in seiner Kirche, der ihn rund 20 Jahre beschäftigen sollte. Einige wenige Orgelwerke sind seinerzeit bei verschiedenen Verlagen im Druck erschienen.

Werke:
Ich singe dir mit Herz und Mund >>> https://www.youtube.com/watch?v=blxJHxBf_hM



STADEN, Johann (1581-1634)
Johann Staden wurde 1581 in Nürnberg geboren und stand ab 1604 als "Fürstlich-Brandenburgischer Hoforganist in Bayreuth und Kulmbach" in Diensten des Markgrafen Christian. 1616 wurde er in Nürnberg Organist am "Neuen Spital", wechselte im selben Jahr nach St. Lorenz und übernahm 1618 das Amt Organisten an St. Sebald. Zu seinen Schülern zählte u.a. Johann Erasmus Kindermann. 1619 wurde er nochmals nach Bayreuth eingeladen, wo er zusammen mit Michael Praetorius, Heinrich Schütz und Samuel Scheidt anlässlich einer Orgelweihe konzertierte und diese begutachtete. Er schrieb mehrere Sammlungen Vokal- und Instrumentalmusik (z.B. "Harmoniarum sacrarum" von 1621), die im Druck erschienen.

Werke:
Alamanda in C >>> folgt
Allamanda varirt >>> https://www.youtube.com/watch?v=e70DgG4d-No&t=99s
Balletto in a >>> https://www.youtube.com/watch?v=XaoBMMIFkWc&t=21s
Intrada in a >>> folgt
Toccata in d >>> folgt
Toccata in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=ltjVHsaFGks



STADLER, Maximilian (1748-1833)
Maximilian Johann Karl Dominik Stadler wurde 1748 im niederösterreichischen Melk an der Donau geboren. Er besuchte ab 1762 die Jesuitenschule in Wien, trat 1766 in das Stift Melk ein und empfing 1772 die Priesterweihe. 1784 wurde er zum Prior gewählt und wurde 1786 "Kommendatar-Abt", zunächst im Zisterzienserstift Lilienfeld, ab 1789 in Kremsmünster (seither nannte er sich meist "Abbé Stadler"). Ab 1796 lebte er in Wien und widmete sich ganz der Musik. Später übernahm er noch einige Pfarreien, doch blieb die Musik sein Hauptinteresse. Stadler zählte zu den prominentesten Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, war mit Mozart, Beethoven und Schubert befreundet und genoß einen guten Ruf als Kontrapunktiker.

Werke:
Praeambulum primi toni >>> folgt
Praeambulum tertii toni >>> folgt
Praeambulum quarti toni >>> folgt
Praeambulum sexti toni >>> folgt



STANFORD, Charles Villiers (1852-1924)
Sir Charles Villiers Stanford wurde 1850 in Dublin geboren. Er studierte in London und von 1874 bis 1876 in Leipzig und Berlin bei Carl Reinecke und Friedrich Kiel. Von 1883 an lehrte er am Royal College of Music in London Komposition, ab 1887 war er Professor für Musik an der Universität Cambridge. Er galt als strenger und gleichzeitig temperamentvoller Lehrer und trug - gemeinsam mit Hubert Parry und Edward Elgar - entscheidend zur Erneuerung der englischen Musik am Ende des viktorianischen Zeitalters bei. Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen umfaßt Opern, Sinfonien, Kammermusik, Vokal- und Orgelwerke. 

Werke:
At eventide >>> folgt
 



STANLEY, John (1712-1786)
Charles John Stanley wurde 1712 in London geboren und erblindete im Alter von 2 Jahren. Er erhielt Musikunterricht bei Maurice Greene und an der St Paul’s Cathedral, wurde 1724 Organist an der All Hallows Church in der Bred Street, 1726 an der Kirche St Andrew, Holborn und ab 1734 an der Temple Church. Er war ein Freund Georg Friedrich Händels, dessen Oratorien er auch nach dessen Tod aufführte. 1770 erhielt er die Stelle des Direktors des Foundling Hospitals (Findlingsanstalt) in London und 1779 wurde er „Master of the King’s Musick“. Stanley schrieb Oratorien, Instrumentalkonzerte und zahlreiche der damals  in England so beliebten Orgel-Voluntaries.

Werke:
Voluntary in a minor >>> folgt



STAPF, Oskar (1885-1967)
Oskar Stapf wurde 1885 in Schmiedefeld am Rennsteig, im Thüringer Wald geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Hildburghausen und zwar zunächst einige Jahre als Lehrer in Friedelshausen in der Rhön tätig, bevor er 1910 nach Themar wechselte. Hier wurde er zugleich Organist der Stadtkirche und 1923 zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Von 1925 bis 1934 war Oskar Stapf Bezirkschormeister des "Henneberger Sängerbundes", ab 1929 Direktor der Volksschule in Themar. Nach dem Zweiten Weltkrieg erteilte er privaten Musikunterricht, baute in Themar ein Heimatmuseum auf und leitete mehrere Chöre. Er schrieb Werke für Orgel, Klavier und Sologesang.

Werke:
Andante B-Dur >>> folgt
Andante e-moll >>> folgt
Lento a-moll >>> folgt
Moderato F-Dur >>> folgt



STARCK, Johann Friedrich (1724-1799)
Johann Friedrich Starck wurde 1724 geboren, vermutlich in Mainz oder im näheren Umkreis. Bezüglich seiner Biographie erweisen sich fast alle gängigen Lexika als unzuverlässig, jedenfalls verwechseln sie meist die Vornamen und deren Träger. "Unser" Domvikar Johann Friedrich wurde - das ist gesichert - 1754 Domorganist in Mainz und übte diese Tätigkeit bis 1792 aus. 1796 wurde er an gleicher Stelle Musikdirektor, war "Kurkölnischer Hofkaplan" und starb 1799 in Bensheim. In Leopold Mozarts Reisenotizen erscheint er unter der Form "Canonicus Starck" und gab den ersten Klavierauszug zur "Entführung aus dem Serail" heraus. Seine eigenen Orgelwerke erschienen 1781 im Druck.

Werke:
Versetten f-moll >>> folgt



STARY, Caspar Franz (1732-1777)
Caspar Franz Stary (eigentlich Stray) wurde 1732 in Freidorf an der Laßnitz, heute ein Ortsteil der Marktgemeinde Frauental in der Steiermark geboren. Über ihn ist nur sehr wenig bekannt. Er war Franziskanermönch, lebte im Wiener Kloster seines Ordens am heutigen Franziskanerplatz, wo er vermutlich die heute noch bestehende Wöckherl-Orgel zu spielen hatte (älteste erhaltene Orgel Wiens von 1642). Seine Orgelwerke zeigen einen sehr individuellen Stil und sind in den Orgelbüchern des Mathias Manser im Musikarchiv des Stiftes Seitenstetten zu finden. Stary starb 1777 in seinem Kloster in Wien.

Werke:
Praeambulum und Fuga tertii toni >>> folgt



STECHER, Hermann (*1835)
Hermann Stecher wurde 1835 in Gatzen, heute ein Ortsteil der Stadt Groitzsch im sächsischen Landkreis Leipzig geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Grimma und ging nach dem Abschluß 1854 als Privatlehrer nach Dresden. 1858 wurde er Lehrer und Kantor in Erdmannsdorf bei Augustusburg im heutigen Landkreis Mittelsachsen und 1868 als Seminarmusiklehrer nach Annaberg im Erzgebirge berufen. Danach verliert sich seine Spur, sein Todesdatum konnte bis jetzt nicht festgestellt werden. Seine durchaus beachtlichen Orgelwerke, meist Choralvorspiele, erschienen bei verschiedenen Verlagen im Druck.

Werke:
Warum betrübst du dich, mein Herz >>> folgt



STEENWICK, Gisbert (1642-1679)

Gisbert Steenwick wurde 1642 im niederländischen Arnheim geboren. Früh schon war er Mitglied des dortigen "Collegium musicum Caecilia". 1665 wurde Steenwick zunächst zum Organisten der St. Eusebiuskerk in Arnheim, später zum Stadtorganisten ernannt. 1674 verließ er Arnheim und ging nach Kampen , wo er zum Organisten und Glockenspieler (Carilloneur) an der Bovenkerk ernannt wurde. Er starb 1679 im Alter von 37 Jahren in Kampen. Seine Stücke sind im vor 1674 niedergeschriebenen "Clavierbuch der Anna Maria van Eyl", der Tochter eines Arnheimer Patriziers, erhalten.

Werke:
Heiligh, saligh Bethlehem >>> folgt
Puer natus in Bethlehem >>> folgt
Serband in a >>> folgt
 



STEIGLEDER, Adam (1561-1633)
Adam Steigleder wurde 1561 in Stuttgart als Sohn des Hof- und Stiftsorganisten Utz Steigleder geboren. Er studierte ab 1575 bei Simon Lohet und ab 1580 in Rom, wohin er aufgrund eines Stipendium des Herzogs Ludwig von Württemberg reisen konnte. 1583 wurde Steigleder Organist der Stiftskirche Stuttgart und ab 1692 an der Stadtpfarrkirche St. Michael in Schwäbisch Hall. 1595 wurde er nach einem erfolgreichen Probespiel schließlich Organist am Ulmer Münster und kehrte 1625 nach Stuttgart zurück, wo er 1633 verstarb. Auch sein Sohn Johann Ulrich war als Organist und Komponist tätig. 

Werke:
Galliarda in d >>> folgt
Passa e mezzo >>> https://www.youtube.com/watch?v=aUMeMfAe4-Y



STEIGLEDER, Johann Ulrich (1593-1635)
Johann Ulrich Steigleder wurde 1593 in Schwäbisch Hall als Sohn des Organisten Adam Steigleder geboren. Von seinem Vater erhielt er eine gediegene musikalische Ausbildung. 1613 wurde er zunächst Organist in Lindau am Bodensee, 1616 an der Stuttgarter Stiftskirche und wirkte auch in der Hofkapelle mit .Möglicherweise hat in Stuttgart der jugendliche Johann Jakob Froberger unter ihm gewirkt. Nach der Schlacht bei Nördlingen wurde die Stiftsmusik aufgelöst, bei der nachfolgenden Pestepidemie starb er 1635. 1624 und 1627 sind aus seiner Feder zwei Orgelbücher im Druck erschienen; letzteres enthält seine berühmten 40 Variationen über "Vater unser im Himmelreich".

Werke:
Ricercar in C >>> folgt
Ricercar in e >>> folgt



STEIN, Carl (1824-1902)
Carl Stein wurde 1824 in Niemegk im heutigen brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark geboren. Er studierte am Königlichen Institut für Kirchenmusik, u.a. bei August Wilhelm Bach und war ab 1850 dann Kantor und Organist an den beiden Kirchen der Lutherstadt Wittenberg, später dann auch Gesangslehrer am Gymnasium und Musiklehrer am Predigerseminar. 1860 wurde ihm der Titel "Königlich-Preußischer Musikdirektor" verliehen und zum Professor ernannt. 1902 starb er in Wittenberg. Carl Stein schrieb Chor- und Orgelwerke, die sich (wieder) zu entdecken in jedem Fall lohnen.

Werke:
Wie schön leuchtet der Morgenstern >>> folgt



STEINHÄUSER, Carl (1823-1903)
Carl Steinhäuser wurde 1823 in Frankenhausen im nordthüringischen Kyffhäuserkreis geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Erfurt und war dort ein Schüler von Ludwig Ernst Gebhardi und August Gottfried Ritter. Ab 1843 war er zunächst Lehrer und Organist in Kleinballhausen bei Bad Tennstedt im Unstrut-Hainich-Kreis. 1858 wurde er Organist und "Königlicher Musikdirektor" an der Kirche St. Marien in Mühlhausen/Thüringen und leitete den Männerchor der Stadt. Unter seiner Regie entstand 1891 die große Sauer-Orgel der Marienkirche, die bis heute erhalten ist. Er schrieb Chor- und Kammermusik sowie nicht wenige, sehr beachtliche Orgelwerke.

Werke:
Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich >>> folgt



STEINICKE, Albert (19. Jahrhundert)
Über Albert Steinicke (manchmal auch "Steinecke" geschrieben) ist fast nichts bekannt. Er dürfte im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts geboren worden sein und wohl aus dem Großraum Stettin (heute Szczecin) in Westpommern stammen. Er wirkte zunächst als Lehrer und Kantor in Stettin und wurde 1832 als Kantor und "dritter Lehrer" an die Stadtschule in Swinemünde (heute Świnoujście) am Stettiner Haff berufen. Er muß um 1871 noch gelebt haben, denn seine damals im Druck erschienene Sammlung von Orgelstücken enthält u.a. ein "Tonstück zum Gedenken an die deutsche Kaiserkrönung am 18. Jänner 1871". Danach verliert sich endgültig seine Spur.

Werke:
Abendfrieden >>> https://www.youtube.com/watch?v=AhI_zQbx9EE
Gebetswünsche am Geburtstage Sr. Majestät >>> https://www.youtube.com/watch?v=qb5JMhpYFOk
Nachtstille >>> https://www.youtube.com/watch?v=KgNgNd2zhDY
Zur deutschen Kaiserkrönung >>> https://www.youtube.com/watch?v=D1yK1a5BgXA



STILLER, Carl (1837-1894)
Carl Stiller wurde 1837 in Kaltwasser im damaligen Landkreis Lüben (heute Zimna Wódka) in Oberschlesien geboren. Er studierte Musik am Leipziger Konservatorium und wurde 1871 zunächst Organist an der "Anstaltskirche St. Jacobi" (im damaligen Jacobshospital, dem Vorgänger des heutigen Uniklinikums in der Liebigstraße). 1875 wurde er dann Organist der Leipziger Peterskirche am Gaudigplatz. 1885 erhielt diese Kirche eine große Orgel aus der Werkstatt von Wilhelm Sauer. Stiller, der 1894 starb, schrieb einige sehr gediegene Choralbearbeitungen und weitere Orgelwerke von bemerkenswerter Güte.

Werke:
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt
Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen >>> folgt



STÖBE, Paul (1863-1935)
Paul Stöbe wurde 1863 in Neukirchen/Erzgebirge, einige Kilometer südwestlich von Chemnitz geboren. Er studierte am Leipziger Konservatorium und wurde 1890 zum Domorganisten in Halberstadt berufen. 1894 wurde er Gesangspädagoge an das Gymnasium Johanneum in Zittau und Kantor an der Johanniskirche, übernahm die Chöre der Stadt und einige Jahre später aufgrund seiner prägenden Verdienste zum Kirchenmusikdirektor ernannt. 1930 trat er in Ruhestand und verstarb 1935. In einem Nachruf lesen wir: "Er war das Bild eines echten deutschen Kantors, dem die Arbeit im Dienste der musica sacra das Lebenselement bildete." 

Werke:
Sollt es gleich bisweilen scheinen >>> folgt



STOCKMEIER, Wolfgang (1931-2015)
Wolfgang Stockmeier wurde 1931 in Essen geboren. Er studierte an der Kölner Musikhochschule sowie Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Kölner Universität. Ab 1960 unterrichtete er als Dozent an der Kölner Musikhochschule Theorie, Orgel und Orgelimprovisation. 1962 wurde er zum Professor, 1970 zum Kirchenmusikdirektor ernannt. 1974 übernahm er die Leitung der Abteilung für Evangelische Kirchenmusik. Stockmeier gab fast 3.000 Orgelkonzerte und spielte etwa 150 Tonträger ein, darunter das Gesamtwerk Bachs. Darüber hinaus ist er auch als Komponist von Chor- und Orgelmusik hervorgetreten.

Werke:
Kommt her, des Königs Aufgebot >>> folgt
Wach auf, wach auf, du deutsches Land >>> folgt



STOLZE, Georg Christoph (1762-1830)
Georg Christoph Stolze wurde 1762 in Erfurt geboren. Schon mit 12 Jahren vertrat er seinen Lehrer, den Organisten der Erfurter Kaufmannskirche Georg Heinrich Reichard im Gottesdienst. 1786 wurde er Organist an St. Michaelis in Erfurt, 1794 dann wurde er Kantor und Organist an der Predigerkirche. 1795 erhielt er den Titel Musikdirektor und wurde 1799 Schreib- und Rechenlehrer am Schullehrerseminar. Ab 1811 war er auch Gesangslehrer an der "Höheren Töchterschule". Stolze schrieb hauptsächlich Chorwerke und Arien, daneben auch einige kleinere Orgelstücke. In seinem Haus wohnte der Bach-Schüler Johann Christian Kittel zur Miete. 

Werke:
Der lieben Sonne Licht und Pracht >>> folgt
Nicht so traurig, nicht so sehr >>> folgt



STOLZE, Heinrich Wilhelm (1801-1868)
Heinrich Wilhelm Stolze wurde 1801 in Erfurt als Sohn des Organisten Georg Christoph Stolze geboren. Er war Schüler von Johann Christian Kittel (der in seinem Elternhaus wohnte), Michael Gotthard Fischer und Ludwig Ernst Gebhardi. 1822 wurde er Organist an der Marktkirche in Clausthal im Oberharz. 1824 wurde er zum Stadt- und Schlossorganisten nach Celle berufen. Zugleich übernahm er auch die Stelle als Gesanglehrer am dortigen Gymnasium. Er gründete zwei Chöre und schrieb zahlreiche Orgelwerke, z.B. die Sammlung "Die wohltemperierte Orgel" mit 24 Präludien und Fugen in allen Tonarten sowie 120 Choralvorspiele.

Werke:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> folgt
Christe, du Lamm Gottes I >>> https://www.youtube.com/watch?v=GQFIwwS9tcY
Christe, du Lamm Gottes II >>> folgt
Der Herr ist mein getreuer Hirt >>> https://www.youtube.com/watch?v=IMXEVbZyzng
Jesu, meine Freude >>> folgt
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott >>> folgt
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn >>> folgt
Mache dich, mein Geist bereit >>> folgt
O Durchbrecher aller Bande >>> folgt
Praeludium a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=DsSwwWNLKzM
Unumschränkte Liebe >>> https://www.youtube.com/watch?v=Uu4ZPVc3WIM
Was Gott tut, das ist wohlgetan >>> folgt
Was mein Gott will, das gescheh allzeit >>> folgt
Wenn mein Stündlein vorhanden ist >>> folgt
Wie schön leucht uns der Morgenstern >>> https://www.youtube.com/watch?v=-H08pc7F2ig



STRAUSS, Christoph (um 1575-1631)

Christoph Strauss wurde um 1575 vermutlich in Wien als Sohn einer traditionell mit der Wiener Hofkapelle verbundenen Familie geboren. Er selber trat 1594 in die Hofkapelle ein und wurde 1601 Kantor der Hofpfarrkirche St. Michael in Wien und Kammerorganist des damaligen Erzherzogs Matthias. 1616 wurde er Vize-Hofkapellmeister, 1617 für zwei Jahre Hofkapellmeister. Von 1619 bis 1626 war Strauss Kapellmeister am Wiener Stephansdom und behielt den Titel Kammer-Organist, außerdem erhielt er einen Posten in der Hofverwaltung. Er schrieb Messen, darunter ein Requiem und eine Orgel-Canzon, die seine Vertrautheit mit der italienischen Musik seiner Zeit belegen.

Werke:
Canzon in F >>> folgt
 



STRAUSS, Richard (1864-1949)
Richard Georg Strauss wurde 1864 in München geboren. Der hochbegabte Junge knüpfte nach einem abgebrochenen Philosophiestadium Kontakte zu Hans von Bülow und wurde 1885 dessen Nachfolger als Hofkapellmeister in Meiningen. 1886 wurde er Kapellmeister an der Hofoper in München, war ab 1898 in Berlin tätig und übernahm 1919 die Leitung der Wiener Hofoper. Bereits 1908 hatte er sich in Garmisch niedergelassen. Nach 1924 widmete er sich ganz seinen Dirigaten im In- und Ausland; daneben war er ab 1933 Präsident der Reichsmusikkammer. Seine orchestrale Programmmusik (Tondichtungen), sein Liedschaffen und seine Opern erlangten Weltgeltung. 

Werke:
Hochzeits-Präludium B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=AOzf27ePTtU



STREBEL, Arnold (1879-1949)
Arnold Strebel wurde 1879 in Schwäbisch-Hall im fränkisch geprägten Hohenlohe geboren. Er studierte am Stuttgarter Konservatorium, wo er u.a. ein Schüler von Heinrich Lang war. 1906 wurde er Organist an der Stuttgarter Leonhardskirche und 1919 der Nachfolger seines verstorbenen Lehrers Lang als Organist an der Stuttgarter Stiftskirche. 1926 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt und 1933 berief man ihn als ordentlichen Professor an die Musikhochschule Stuttgart. Seit 1945 war er im Ruhestand. Er komponierte überwiegend Orgelwerke, größere und kleinere und setzte sich auch für die Orgelwerke Bachs (so ergänzte er auch unvollendet überlieferte Fragmente).

Werke:
Valet will ich dir geben >>> folgt
 



STREICHER, Johannes Alfred (1865-1945)
Johannes Alfred Streicher wurde 1865 in Meerane im sächsischen Landkreis Zwickau geboren. Seine Ausbildung erhielt er vermutlich am Leipziger Konservatorium; der Stil seiner Kompositionen legt dies nahe. 1911 kam er - nachdem er vorher sicher schon an einem anderen Ort wirkte, der noch zu ermitteln ist - als Lehrer und Organist nach Glösa bei Chemnitz. 1939 zog er nach Chemnitz-Furth, wo er 1945 verstorben ist. Kurioserweise werden seine zwischen 1908 und 1911 im Leipziger Verlag Leuckart erschienenen Choralvorspiele bis heute meist Johann Andreas Streicher (1761-1833), einem Komponisten der Wiener Klassik, zugeschrieben. Die ganz eindeutig romantische Prägung der Werke des Glösaer Kantors scheint dabei niemandem aufgefallen zu sein...

Werke:
Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi >>> folgt
Herr und Ältster deiner Kreuzgemeinde >>> folgt
Herzlich tut mich verlangen >>> folgt
Ich dank dir, lieber Herre >>> folgt
Ich will dich lieben, meine Stärke >>> folgt
Jesu, meine Freude >>> folgt
Morgenglanz der Ewigkeit >>> folgt
O du Liebe meiner Liebe >>> folgt
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt



STRUBE, Christian Heinrich (1803-1850)
Christian Heinrich Strube wurde 1804 in Hayn bei Sangerhausen, heute ein Ortsteil der Gemeinde Südharz im sachsen-anhaltinischen Landkreis Mansfeld-Südharz, geboren. Über seine Ausbildung konnte ich bislang nichts in Erfahrung bringen. Er wirkte zunächst als Organist in der Bergstadt Sankt Andreasberg bei Goslar, später in Braunschweig. 1829 wurde er zum Organisten an die Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel berufen und wirkte ebendort auch als Seminarmusiklehrer. Seine 1850 im Druck erschienene "Orgelschule" erreichte in der Region Harz damals weite Verbreitung.

Werke:
Präludium A-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=riRC8H27l_4



STRUNGK, Delphin (1601-1694)

Delphin Strungk wurde 1601 in Braunschweig geboren. Vielleicht war ein Schüler von Melchior Schildt, dessen Nachfolger er 1631 als Organist an der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel wurde. 1634 wurde er Hoforganist in Celle und 1637 übernahm er die Organistenstelle an St. Martini in Braunschweig. 1649 wurde Strungk zudem Organist an St. Petri, 1667 an St. Magni und galt allgemein als "berühmter Organist" seiner Zeit. Strungk soll (laut Johann Gottfried Walther) "viele Scholaren aus frembden Ländern an sich gezogen" haben und war mit Heinrich Schütz befreundet. Sein Orgelstil ist mit dem von Heinrich Scheidemann verwandt.

Werke:
Laß mich dein sein und bleiben >>> https://www.youtube.com/watch?v=-6X1ywH7QFo



STUMPF, Wilhelm (*1857)
Über Wilhelm Stumpf konnte ich bislang nur das herausfinden, was in dem 1897 erschienenen und von Arnold Mendelssohn herausgegebenen Choralvorspielbuch für das Großherzogtum Hessen über ihn angegeben ist. Demnach wurde er 1857 geboren und wirkte zum Zeitpunkt der Herausgabe des Buches als Stadtorganist in Darmstadt. Daneben wird er in einem Adressbuch jener Jahre als "Oberlehrer" bezeichnet.

Werke:
O höchster Gott, o unser lieber Herre >>> folgt



SULZE, Bernhard (1829-1889)
Christoph Bernhard Sulze wurde 1829 in Wiegendorf bei Mellingen im thüringischen Landkreis Weimarer Land geboren. Er war ein Schüler des Weimarer Stadtorganisten Johann Gottlob Töpfer und lange Zeit sein engster Mitarbeiter. Nach Töpfers Tod wurde Sulze sein Nachfolger als Organist an der Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul; dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod 1889. Sulze war ein Freund Liszts und ein großer Verehrer Richard Wagners. Unter seinen Orgelwerken finden sich daher auch zahlreiche Bearbeitungen von Werken Liszts, Wagners und anderer Komponisten jener Zeit für die Orgel.

Werke:
Gang nach dem Münster (nach Richard Wagner) >>> folgt
Gebet nach Motiven aus Wagners Lohengrin op. 54 >>> https://www.youtube.com/watch?v=TfrYcG4GVp8
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend >>> https://www.youtube.com/watch?v=ut6gXhf12x8
Nach einer Prüfung kurzer Tage >>> https://www.youtube.com/watch?v=_aFPgolvnfY



SURZYNSKY, Józef (1851-1919)
Józef Surzyński wurde 1851 in Śrem (deutsch Schrimm) an der Warthe in der polnischen Woiwodschaft Großpolen geboren. Nach erstem Musikunterricht in Posen (Poznań) studierte er in Leipzig Musik und Mathematik und ab 1874 in Rom Theologie; 1879 wurde er zum Priester geweiht. 1881 wurde Surzyński Domorganist in Posen (bis 1887) und Leiter des Domchores (bis 1894). Im Anschluß wirkte er als Pfarrer in Kościan (deutsch Kosten). Er erwarb sich große Verdienste um die Reform der polnischen Kirchenmusik nach den Maßstäben des Cäcilianismus und komponierte Chor- und Orgelwerke in diesem Stil. Sein jüngerer Bruder war Mieczysław Surzyński.

Werke:
Anieli w niebie śpiewają >>> folgt
Resonet in laudibus >>> folgt



SURZYNSKY, Mieczysław (1866-1924)
Mieczysław Surzyński wurde 1866 in Środa Wielkopolska (deutsch Schroda) in der polnischen Woidwodschaft Großpolen geboren. Er studierte ab 1885 in Berlin bei Otto Dienel und Robert Radecke sowie im Anschluß in Leipzig bei Paul Homeyer und Salomon Jadassohn. Ab 1888 war er als Nachfolger seines Bruders Józef Domorganist in Posen (Poznań). 1891 wurde er Leiter des Kirchenchores in Liepāja (deutsch Libau) in Lettland, 1893 Chordirektor in Sankt Petersburg und ab 1900 Chorleiter an der Kathedrale Saratow in Rußland. Ab 1904 lebte er in Warschau, war Chordirektor der Philharmonie und ab 1909 Organist der Warschauer Johannes-Kathedrale. Seine Kompositionen sind romantisch geprägt.

Werke:
Andantino a-moll >>> folgt
Larghetto h-moll >>> folgt



SÜSSMAYR, Franz Xaver (1766-1803)
Franz Xaver Süßmayr wurde 1766 im oberösterreichischen Schwanenstadt bei Vöcklabruck geboren. Schon als Schüler war er Organist des Stiftes Kremsmünster. 1788 lernte er Wolfgang Amadeus Mozart kennen, dessen Schüler er 1790 wurde (nachdem er vorher Unterricht von Antonio Salieri erhalten hatte). Er wurde zu Mozarts Assistenten, erstmals bei seiner Oper "La clemenza di Tito". Legendär wurde Süßmayr durch die Vollendung von Mozarts Requiem nach dessen Tod 1791. Ab 1792 war Süßmayr Dirigent am Wiener Nationaltheater und ab 1794 am Kärtnertortheater. Er gilt als wichtiger Komponist des Wiener Singspiels und komponierte rund 30 Bühnenwerke.

Werke:
Sonatina G-Dur >>> folgt



SWEELINCK, Jan Pieterszoon (1562-1621)
Jan Pieterszoon Sweelinck wurde 1562 in Deventer in der holländischen Provinz Overijssel geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung von seinem Vater und von zwei Organisten in Haarlem. 1577 übernahm er das Organistenamt an der Oude Kerk in Amsterdam, welches er bis zu seinem Tod ausübte. Als Komponist, Virtuose und Pädagoge wurde Sweelinck europaweit geschätzt. Er übte großen Einfluss auf die Entwicklung der norddeutschen Orgelmusik des 17. Jahrhunderts und wird heute allgemein "Organistenmacher" genannt. Zahlreiche Musiker, etwa Heinrich Scheidemann, Jacob und Johann Praetorius, Samuel Scheidt und viele andere pilgerten nach Amsterdam, um von dem verehrten Meister zu lernen. Sweelincks Kunst der Improvisation gehörte in jener Zeit zu den Hauptattraktionen der Stadt und zog viele Besucher an. Er komponierte zahlreiche Werke für Tasteninstrumente sowie Vokalmusik.

Werke:
Durch Adams Fall ist ganz verderbt >>> https://www.youtube.com/watch?v=JyHzZ_yd9gw
Fantasia in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=nmNlzYvQQD4&t=30s
Fantasia auf die Manier eines Echo in a >>> folgt
Toccata in a >>> https://www.youtube.com/watch?v=npTJD370Yco
Toccata in C >>> https://www.youtube.com/watch?v=63fZmzZneG0
Vater unser im Himmelreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=xagL-hGNyRA
 
Einige weitere Werke (Liedvariationen und die Fantasia cromatica) wurden auf dem Spinett eingespielt, hier aber nicht mit aufgeführt.