Komponisten - N - O - P



NAGLER, Franciscus (1873-1957)
Franciscus Johannes Nagler wurde 1873 in Prausitz bei Riesa im heutigen Landkreis Meißen geboren. Er war der Sohn eines Schulmeisters und war Mitglied des Thomanerchores in Leipzig. Nach Studien in Dresden und Leipzig übernahm er 1898 seine erste Kantorenstelle in Limbach (heute Limbach-Oberfrohna, Landkreis Zwickau). Von 1902 bis 1936 wirkte er als Kantor und Kirchenmusikdirektor in der Stadt Leisnig, rund 50 Kilometer südlich von Leipzig im Landkreis Mittelsachsen. Er komponierte Motetten, Singspiele und Orgelstücke. Dazu  kamen schriftstellerische Arbeiten, Novellen, Märchen und Texte für volkstümliche Lieder und Kinderfestspiele. Nagler war Mitbegründer der Leisniger Ortsgruppe des Kulturbundes der DDR und Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband.

Werke:
Alle Menschen müssen sterben >>> folgt
Es ist ein Ros entsprungen >>> folgt
Kommet, ihr Hirten >>> https://www.youtube.com/watch?v=E8uLbhGTY7A
O du Fröhliche >>> https://www.youtube.com/watch?v=j109uf8vQuM
So nimm denn meine Hände >>> folgt
Stille Nacht, heilige Nacht >>> folgt
Tochter Zion >>> folgt
Wenn meine Sünd mich kränken >>> folgt
Werde Licht, du Stadt der Heiden >>> folgt



NARVÁEZ, Luis de (um 1505 - nach 1549)
Luis de Narváez wurde um 1505 in Granada in Andalusien geboren. Seine Biographie ist uns nur lückenhaft bekannt. Ab etwa 1525 stand er in Diensten von Francisco de los Cobos y Molina, dem Sekretär von Kaiser Karl V. und lebte vermutlich in Valladolid bei seinem Dienstherrn bis zu dessen Tod 1547. Ab 1548 diente Narváez als Mitglied der Kapelle und Lehrer der Chorknaben dem Prinzen Philipp von Spanien, dem späteren König Philipp II.; für 1548 und 1549 sind Reisen durch Italien, Deutschland und Niederlande belegt, doch ist sein Todesjahr unbekannt (nach 1549). Narváez genoss zu Lebzeiten einen bedeutenden Ruf als Komponist und Meister auf der Vihuela, der für seine Improvisationen berühmt war. Sein Hauptwerk "Los seys libros del Delphin" erschien 1537 im Druck.

Werke:
La Cancion del Emperador >>> https://www.youtube.com/watch?v=8F4c42al77Q



NAUMANN, Johann Gottlieb (1741-1801)
Johann Gottlieb Naumann wurde 1741 in Blasewitz, heute einem Stadtteil von Dresden geboren. Der begabte Junge wurde 1757 auf eine Reise nach Italien mitgenommen und erhielt Unterricht bei Giuseppe Tartini in Padua, Giovanni Battista Martini in Bologna und Johann Adolph Hasse in Venedig, wo auch 1763 seine erste Oper aufgeführt wurde. 1764 erhielt er eine Anstellung als „Kirchencompositeur“ am Dresdner Hof und nach weiteren Reisen 1776 das Amt des Hofkapellmeisters in Dresden. Später war er als Gastdirigent auch in Stockholm, Kopenhagen und Berlin tätig. Johann Gottlieb Naumann war ein sehr produktiver Komponist, er schrieb Opern, Oratorien, lateinische und deutsche Kirchenmusik, Lieder und Kammermusik. Er gilt als einer der letzten Repräsentanten der „italienischen Oper“ in Deutschland.

Werke:
Fuga g-moll >>> folgt



NAUSS, Johann Xaver (um 1690-1764)
Johann Xaver Nauß wurde um 1690 nach seinem Heiratseintrag in einem Ort namens "Fernberg" geboren, der bislang aber nicht lokalisiert werden konnte. Vermutlich erhielt er seine musikalische Ausbildung bereits in Augsburg, wo er ab 1718 als Organist und Musiklehrer tätig war, u.a. an der Kirche St. Georg (1724 "artificiosus Dominus organoedus ad St. Georgium) . Seit 1734 war er Domorganist in Augsburg und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod 1764. Um 1745 gab Nauß beim Augsburger Verleger Leupold seine Sammlung "Die spielende Muse" heraus, die in bunter Folge Praeludien, Fugen, Versetten, Arien und Pastorellen in den Kirchentonarten enthält.

Werke:
Aria in a >>> folgt
Aria in d >>> folgt
Fuga in a >>> folgt
Fughetta in d >>> folgt



NEUFVILLE, Johann Jacob de (1684-1712)

Johann  Jacob de Neufville wurde 1684 als Sohn reformierter Glaubensflüchtlinge aus der Grafschaft Artois in Nürnberg geboren. Neufville studierte in seiner Heimatstadt bei Johann Pachelbel, nach dessen Tode 1706 setzte er seine Studien in Italien, hauptsächlich in Venedig fort. Danach weilte er in Graz und Wien, wo er mit Johann Joseph Fux und Georg Reuter zusammenarbeitete. 1709 kehrte er nach Nürnberg zurück und erhielt ab April die Organistenstelle an der St. Bartholomäus-Kirche in der Nürnberger Vorstadt Wöhrd. In dieser Position war er der Nachfolger von Wilhelm Hieronymus Pachelbel, des ältesten Sohnes Johann Pachelbels. Nur wenige seiner Kompositionen haben sich erhalten.

Werke:
Aria variata C-Dur >>> folgt
Ciacona h-moll >>> folgt



NEUKOMM, Sigismund Ritter von (1778-1858)

Sigismund Ritter von Neukomm wurde 1778 in Salzburg geboren. Er war ein Schüler von Michael Haydn und wurde bereits mit 16 Jahren zum Organisten der Salzburger Universitätskirche berufen. 1797 ging er nach Wien und wurde dort ein enger Mitarbeiter Joseph Haydns; u.a. schuf er die Klavierauszüge zur "Schöpfung" und den "Vier Jahreszeiten". Er war einer der ersten musikalischen "Kosmoliten": 1804 wurde er Kapellmeister in Sankt Petersburg, 1809 Hauspianist eines französischen Diplomaten in Paris und ab 1816 Kapellmeister am Kaiserhof von Johann VI. in Rio de Janeiro. Der französische König ernannte ihn zum "Ritter der Ehrenlegion". Sein musikalisches Gesamtwerk umfasst über 1300 Kompositionen, darunter zehn Opern, drei Oratorien, geistliche Musik und Lieder in verschiedenen Sprachen. 

Werke:
Agnus Dei (aus der "Messe für Physharmonika") >>> https://www.youtube.com/watch?v=BfXw2QriynY
Allegro C-Dur >>> folgt
Allegro moderato a-moll >>> folgt
Andante C-Dur >>> folgt
Andante maestoso d-moll >>> folgt
Andantino A-Dur >>> folgt
Andantino F-Dur >>> folgt
Andantino g-moll >>> folgt



NEUSIDLER, Hans (1508/09-1563)

Hans Neusidler (oder Newsidler) wurde 1508 oder 1509 in Preßburg, dem heutigen Bratislava geboren. Die Familie stammte vermutlich aus Neusiedl am See im Burgenland. 1530 zog er nach Nürnberg, wo er heiratete und seine Werke im Druck erschienen. Er gilt als einer der Hauptvertreter der frühen deutschen Lautenmusik. Seine Notenbücher enthalten ausführliche Anweisungen zum Spiel der Laute nach der deutschen Lautentabulatur und waren daher für den Selbstunterricht gedacht. Neusidlers Gassenhauer diente als Vorlage für die gleichnamige Komposition von Carl Orff von 1952, die zu den beliebtesten Stücken des Orff-Schulwerks gehört.

Werke:
Gassenhauer >>> https://www.youtube.com/watch?v=_Nf3eU-Y6Ew
Welscher Tantz >>> https://www.youtube.com/watch?v=KqKsQMBcSYI



NICOLAI, Johann Georg (1721-1788)
Johann Georg Nicolai wurde 1721 (nicht 1720, wie vielfach zu lesen ist) in Lichtenhain, heute ein Ortsteil der Stadt Gräfenthal im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, geboren. Von wem er seine musikalische Ausbildung erhielt, ist nicht bekannt. Zunächst wirkte er als Schullehrer und Organist in Oberweißbach im Thüringer Wald. 1751 wurde er "Stadtkirchner" (Küster) in Rudolstadt und 1758 auch Organist an der Stadtkirche St. Andreas. Beide Ämter bekleidete er bis zu seinem Tode. Er gab zwei Bände mit Choralbearbeitungen heraus sowie einige Werke für das Cembalo bzw. Clavecin.

Werke:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> folgt
Schmücke dich, o liebe Seele >>> folgt



NIEDT, Friedrich Erhard (1674-1717)
Friedrich Erhard Niedt wurde 1674 in Jena geboren. Er studierte an der Universität seiner Heimatstadt Jura und wirkte danach in Jena als Notar. Als Musiker hat er seine Ausbildung bei dem Jenenser Hofkapellmeister Johann Nicolaus Bach erhalten. Um das Jahr 1700 herum ging er nach Hamburg, wo er im Umkreis von Johann Mattheson anzutreffen ist. 1704 bewarb er sich vergeblich um das Organistenamt an St. Nicolai in Kopenhagen, wo er 1708 gestorben ist. Die Neuauflage seiner "Handleitung zur Variation", einer Generalbaß-Schule, wurde von Mattheson herausgegeben, was für die enge Zusammenarbeit beider Musiker spricht.

Werke:
Praeludium in C >>> folgt



NIEPEL, Paul (1856-1934)
Paul Niepel wurde 1856 in Köben an der Oder (heute Chobienia in der polnischen Woidodschaft Niederschlesien), rund 60 Kilometer nördlich von Breslau geboren. Über seine Ausbildung konnte ich bis jetzt nichts in Erfahrung bringen. Ab 1886 wirkte er als Organist an der Gnadenkirche in Hirschberg im Riesengebirge (heute Jelenia Góra) und wurde 1895 zum Königlichen Musikdirektor ernannt. Seine Choralvorspiele sind in verschiedenen Sammelwerken jener Zeit zu finden; kleine Kunstwerke und typische Zeugnisse ländlicher, schlesischer Orgelromantik. Er starb 1934 in Hirschberg.

Werke:

Es ist genug >>> https://www.youtube.com/watch?v=1DxYOtHXDJs
Ich klopfe an zum heiligen Advent >>> https://www.youtube.com/watch?v=QoIBpqcKcMs
Nun jauchzet all, ihr Frommen >>> folgt
Nun laßt uns Gott, dem Herren >>> folgt
O Gott, du frommer Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=0aOfy_aNjEI
Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig >>> folgt
Von Gott will ich nicht lassen >>> folgt
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt
Wie herrlich ist's, ein Schäflein Christi werden >>> folgt



NIETZSCHE, Friedrich (1844-1900)
Friedrich Wilhelm Nietzsche wurde 1844 in Röcken im heutigen Burgenlandkreis geboren. Seine Bedeutung als einer der größten und radikalsten Philosophen kann hier nur angedeutet werden. Wie kein anderer Philosoph in der Geschichte pflegte er zeitlebens die Musik und reflektierte sie theoretisch in seinem Werk. Sein Bekenntnis "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum" (Götzen-Dämmerung, 1888) spricht für sich. Er war ein sehr guter Pianist, spielte schon früh Klaviersonaten von Beethoven auswendig und versuchte sich auch kompositorisch. Um 1860 skizzierte er einen offenbar groß gedachten Weihnachts-Zyklus, aus dem zwei Stücke bis zu einer gewissen formalen Geschlossenheit ausgearbeitet sind. 

Werke:
Einleitung zu "Weihnachten" >>> folgt
Hirtenchor aus "Weihnachten" >>> folgt



NITTAUFF, Gottlieb (1685-1722)
Gottlieb Nittauff wurde 1685 in Stockholm als Sohn des deutschstämmigen Hoftrompeters Johann Nicolaus Nittauff geboren. Er sang als Chorknabe an der Deutschen Kirche in Stockholm, wo er über den Nachlass des 1690 verstorbenen Organisten Gustav Düben erstmals mit den Kantaten und dem Stil Buxtehudes in Kontakt kam. Er hat, so berichtet er selbst, bei einem "großen Meister" in Hamburg studiert - vermutlich bei Vincent Lübeck, doch ist dies nicht ganz sicher. Er wirkte ab 1705 als Organist an der Jakobskirche in Stockholm und 1710 als Domorganist in Göteborg. Seine Orgelwerke zeigen deutlich den Einfluß der norddeutschen Schule, freilich meist im "Miniaturformat".

Werke:
Praeludium in e >>> folgt
Praeludium in F >>> folgt



NÖRMIGER, August (um 1560-1613)
August Nörmiger (auch Norminger, Noringer oder Nöringer) wurde um 1560 vermutlich in Dresden geboren. Sein Vater war höchstwahrscheinlich Friedrich Nörmiger, der ab 1575 bis zu seinem Tod 1580 als zweiter Hoforganist in Dresden wirkte. Ab 1581 folgte er seinem Vater im Amt nach. Daneben waren Nörmiger und wohl auch ein Großteil seiner Kapellkollegen dazu angehalten, die Kinder des Kurfürsten in der Musik und im Instrumentalspiel zu unterweisen. Zu diesem Zweck kompilierte Nörmiger in den 1590er Jahren über 200 Werke zu einem Tabulaturbuch für den Unterricht der Kurfürstin Sophie, in dem uns die damals am Dresdner Hof beliebten Stücke überliefert sind. 

Werke:
Am Anfangk zu dem neuenn Jahr >>> folgt
Auff dich alleine >>> folgt
Churf. Sächs. Junger Herrschaft Erster Mummerey Tantz >>> folgt
Churf. Sächs. Witwen Erster Mummerey Tantz >>> https://www.youtube.com/watch?v=VR6xLMrxhwg
Churfürst August säligers Mummerey Tantz >>> folgt
Churfürst Christian säliger Tantz >>> folgt
Der heiligenn drey Könige Auftzugk >>> folgt
Der Mohren Auftzugk >>> https://www.youtube.com/watch?v=8svNnABvYOA
Gelobet sey der Herr der Gott Israel >>> folgt
Gnedigt Churfürstinn ausserkornn >>> folgt
Innsbruck, ich muß dich lassen >>> folgt
Meine Seel erhebt den Herren >>> folgt
Nu kom der Heydenn Heilandt >>> folgt
Von Gott will ich nicht laßen >>> folgt



OCHSENKHUN, Sebastian (1521-1574)
Sebastian Ochsenkhun (oder Ochsenkun) wurde 1521 in Nürnberg als Sohn eines Instrumentenmachers und Barbiers geboren. Er war Lautenspieler beim Pfalzgrafen Ottheinrich zu Pfalz-Neuburg und ging 1544 als Lautenmeister an den kurpfälzischen Hof in Heidelberg. 1558 gab er in Heidelberg seine prachtvolle Lieder- und Motettensammlung "Tabulaturbuch auff die Lauten" heraus, das neben eigenen Stücken auch zahlreiche Bearbeitungen fremder Kompositionen enthält.

Werke:
Innsbruck, ich muß dich lassen >>> folgt



OCKEGHEM, Johannes (etwa 1420/1425 - 1497)
Johannes Ockeghem wurde zwischen 1420 und 1425 in Saint-Ghislain im belgischen Hennegau geboren. Es ist anzunehmen, dass er seine musikalische Ausbildung an der Kollegiatkirche Saint-Germain in Mons erhielt. Er war zunächst als Sänger in Antwerpen und Moulins angestellt und ab 1451 als Sänger an der Hofkapelle des französischen Königs Karl VII., hier blieb er über 40 Jahre auch unter dessen Nachfolgern Ludwig XI. und Karl VIII. von Frankreich. Seit 1454 war er Kanoniker, seit 1459 auch Schatzmeister der Kirche Saint-Martin in Tours. Johannes Ockeghem gilt heute als der bedeutendste Komponist der Generation zwischen Dufay und Josquin und als Wegbereiter der klassischen Vokalpolyphonie.

Werke:
Forsseulement >>> https://www.youtube.com/watch?v=OcVh2kMZWfU



OECHSLER, Elias (1850-1917)
Elias Oechsler wurde 1850 in Spielberg, heute ein Ortsteil der Stadt Selb im Landkreis Wunsiedel, geboren. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Volksschullehrer und ließ sich 1874 für zwei Jahre beurlauben, um an der Münchner Akademie der Tonkunst zu studieren. Seine Lehrer waren unter anderem Joseph Rheinberger (Orgel) und Franz Wüllner (Dirigieren). Es folgten weitere Jahre im Schuldienst, ehe er 1888 zum Leiter des Erlanger Institutes für Kirchenmusik sowie zum Universitätsmusikdirektor berufen wurde, wo er Johann Georg Herzog nachfolgte. So folgte auf Herzog, dem ehemaligen Orgellehrer Rheinbergers, nun Rheinbergers Lieblingsschüler Oechsler auf die Erlanger Stelle.

Werke:
Schmücke dich, o liebe Seele >>> folgt
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt



OLEY, Johann Christoph (1738-1789)
Johann Christoph Oley wurde 1738 in Bernburg (Saale), rund 40 Kilometer südlich von Magdeburg geboren. Wo er seine Ausbildung genoß, ist nicht bekannt, vermutlich aber im musikalisch reichen Umfeld Leipzigs. 1755 wurde er Organist in seiner Heimatstadt Bernburg, wechselte 1762 aber an die Kirche St. Stephan ins nahe Aschersleben. Um sein Gehalt aufzubessern, übernahm er auch an der dortigen reformierten Gemeinde als "Collega II" die Pflichten eines Assistenz-Lehrers. Hier blieb er bis an sein Lebensende. In seinen Choralbearbeitungen verbindet Oley die Kontrapunktik der Bach-Schule mit den damals modernen Elementen des empfindsamen Stils.

Werke:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> folgt
Herr Gott, dich loben alle wir >>> folgt
Jesu, meines Lebens Leben >>> https://www.youtube.com/watch?v=xmxtipxaAhE
Meine Hoffnung stehet feste >>> https://www.youtube.com/watch?v=UWRSk41ocJk
Nun freut euch, lieben Christen g'mein >>> folgt



OLTER, Marcus (1625-1684)
Marcus Olter wurde 1625 geboren; sein Geburtsort ist allerdings nicht bekannt, ebenso der Weg seiner Ausbildung. Zunächst war er Organist an der noch heute erhaltenen Scherer-Orgel der St.-Stephanskirche in Tangermünde im heutigen Landkreis Stendal, bevor er ab 1653 das Organistenamt an der St.-Johannis-Kirche zum Meldorf (dem "Meldorfer Dom") im Kreis Dithmarschen übernahm, das er bis zu seinem Tode 1684 ausübte. Seine einzige erhaltene Komposition ist in den bedeutsamen "Lüneburger Orgeltabulaturen" zu finden.

Werke:
Canzona in c >>> https://www.youtube.com/watch?v=cpI6_Ihoppw&t=49s



ORE, Ādams (1855-1927)
Ādams Ore wurde 1855 in Salisburg im damaligen Livland (heute Mazsalaca im Norden Lettlands) geboren und entstammte einer baltendeutschen Familie. Mit 20 Jahren begann er ein Studium für Orgel und Klavier in Riga und gab zur Finanzierung seines Studiums zahlreiche Klavierkonzerte. Danach setzte er die Ausbildung in Stuttgart und Neapel fort. Ādams Ore gastierte mit Konzerten in Deutschland (1887), Österreich, der Schweiz, Italien, den Niederlanden und in anderen Ländern. Seine letzten Jahre lebte er wieder in seinem Elternhaus und starb 1927 in Riga. Seine wenigen erhaltenen Orgelwerke weisen ihn auch als Komponisten von Rang aus.

Werke:
Konzertsatz d-moll op. 36,1 >>> https://www.youtube.com/watch?v=R_Y8glKHJUw



OTHMAYR, Caspar (1515-1553)
Caspar Othmayr wurde 1515 in Amberg in der Oberpfalz geboren. Er war zunächst Sänger in der kurfürstlichen Kapelle in Heidelberg und bildete zusammen mit Georg Forster, Jobst von Brandt und Stephan Zirler den Kreis der "Heidelberger Liedmeister". 1536 erwarb den Grad eines "Magister Artium" in Heidelberg. Nachdem er sich dem Protestantismus angeschlossen hatte, wurde er 1545 Direktor der Lateinschule des Klosters Heilsbronn und 1547 Propst der Kirche St. Gumbertus in Ansbach und starb nach längerer Krankheit 1553 in Nürnberg. Im Werk Caspar Othmayrs spiegelt sich deutlich der musikalische Stilwandel um die Mitte des 16. Jahrhunderts wieder.

Werke:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> https://www.youtube.com/watch?v=pTNOr7eqMQk
Mit Fried und Freud ich fahr dahin >>> https://www.youtube.com/watch?v=_NMVbLh26pU
Nun freut euch, lieben Christen gmein >>> https://www.youtube.com/watch?v=mdw0zVuGwJw
Vater unser im Himmelreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=3RuOAnsnGaU
Wo Gott der Herr nid bei uns wär >>> https://www.youtube.com/watch?v=SvlVPMEuPMM
Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst >>> https://www.youtube.com/watch?v=NUgANg43HlQ



OTTO, Johann Franz (1732-1805)
Johann Franz Otto wurde 1732 in Niederhannsdorf in der damaligen Grafschaft Glatz (heute Jaszkowa Dolna in der polnischen Provinz Niederschlesien) geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Jesuitenkolleg in Glatz (heute Kłodzko). Er wirkte als Organist an der Jesuitenkirche, der heutigen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Glatz sowie als Musiklehrer am Glatzer Lehrerkollegium. Der preußische König Friedrich II. ließ sich bei jedem Besuch in Glatz von ihm vorspielen und schätzte seine Kunst. Er komponierte Orgel- und Kirchenmusik und gilt als einer der herausragendsten Organisten Schlesiens des 18. Jahrhunderts.

Werke:
Sonata C-Dur >>> folgt



PACHALY, Traugott Immanuel (1797-1853)
Traugott Immanuel Pachaly wurde 1797 in Linderode (heute Lipinki Łużyckie in der polnischen Provinz Lebus, rechts der Lausitzer Neiße) geboren. Er besuchte zunächst das Lehrerseminar in Bunzlau (heute Bolesławiec) und dann das von Christian Benjamin Klein begründete "Bildungsinstitut für Organisten" in Schmiedeberg (heute Kowary). Er wirkte als Lehrer in Bunzlau und Gruna (heute Gronów) bei Görlitz, bevor er 1826 Nachfolger seines Lehrers als Organist nach Schmiedeberg berufen wurde. Er schrieb Orgelwerke, Kantaten sowie Chorstücke für Männerchor und verstarb 1853.

Werke:
Largo g-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=jagCoR3oAZk



PACHELBEL, Johann (1653-1706)
Johann Pachelbel wurde 1653 in Nürnberg geboren. Er erlernte seine Kunst in Regensburg und Wien und wurde zunächst 1677 herzoglicher Hoforganist in Eisenach; hier lernte er die Familie Bach kennen. 1678 wechselte er als Organist an die Predigerkirche in Erfurt, hier war er der Orgellehrer von Johann Sebastian Bachs älterem Bruder Johann Christoph. 1690 wechselte Pachelbel für zwei Jahre nach Stuttgart in die Dienste der Herzogin Magdalena Sibylla und wirkte danach an der Augustiner- und der Margarethenkirche in Gotha. 1695 ging er zurück in seine Heimatstadt Nürnberg, wo er als Organist von St. Sebald Nachfolger des verstorbenen Georg Caspar Wecker wurde. Pachelbel war einer der wichtigsten Komponisten der süddeutschen Orgeltradition. Seine Orgelwerke, hier vor allem seine Choralbearbeitungen waren stilprägend für die Generation um Bach in Süd- und Mitteldeutschland.

Werke:

Freie Orgelwerke:

Ciacona in f >>> https://www.youtube.com/watch?v=TOkHPWvtCnQ
Fantasie in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=Zl9dvEDc08o
Fuga in a >>> https://www.youtube.com/watch?v=TJPijKcSeY0
Praeludium in a >>> https://www.youtube.com/watch?v=A043v6ieFxM
Praeludium in A >>> https://www.youtube.com/watch?v=eOl20a0e45w
Praeludium in d (groß) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Zy3qoexI1cs
Praeludium in d (klein) >>> https://www.youtube.com/watch?v=2JxkAASBApI
Praeludium in e >>> folgt
Praeludium in Es >>> https://www.youtube.com/watch?v=XYc1VC9unuE
Praeludium in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=1FibENuXrSA
Praeludium in G >>> https://www.youtube.com/watch?v=RvYi-waGuAU
Praeludium und Fuge in c >>> https://www.youtube.com/watch?v=TEwNjVsP-Mk
Praeludium und Fuge in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=iE0LPC4Icpw
Praeludium und Fuge in e >>> https://www.youtube.com/watch?v=l9vMgtolFVc
Ricercar in c >>> https://www.youtube.com/watch?v=a5lRfpTWZI4
Toccata in c >>> folgt
Toccata in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=2mX3IJNncPA
Toccata in e >>> https://www.youtube.com/watch?v=-KDl1hwcc28
Toccata in g (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=0SuSMOiEM5A
Toccata in g (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=wQoVANvDfZk&t=5s

Choralbearbeitungen:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> https://www.youtube.com/watch?v=NvFSQg6PksY
Ach Herr, mich armen Sünder >>> https://www.youtube.com/watch?v=_uGgdDH1tjM
Allein Gott in der Höh sei Ehr >>> folgt
Allein zu dir, Herr Jesu Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=EcbjviM8BEA
Auf meinen lieben Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=-9nSVkKhlvY
Christ lag in Todesbanden >>> folgt
Christ, der du bist der helle Tag >>> https://www.youtube.com/watch?v=rQpM82LDfpY
Da Jesus an dem Kreuze stund >>> https://www.youtube.com/watch?v=x0RbnACeOZc
Der Herr ist mein getreuer Hirt (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=sCzdJibp26o
Der Herr ist mein getreuer Hirt (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=_4AVjNn989A
Dies sind die heil'gen zehn Gebot >>> https://www.youtube.com/watch?v=QJrJ2dkOxcE
Durch Adams Fall ist ganz verderbt >>> https://www.youtube.com/watch?v=2kfMeK0ZLXg&t=25s
Es woll uns Gott genädig sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=EQ8ulexVHxU
Gelobet seist du, Jesu Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=basKtmhwIWQ
Gott hat das Evangelium >>> https://www.youtube.com/watch?v=dEJwDVlxyt0
Gott Vater, der du deine Sonn >>> https://www.youtube.com/watch?v=nzhryKEhGzU&t=32s
Herr Christ, der einig Gottes Sohn (Zuschreibung) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Os6xqSChJDQ
Ich hab mein Sach Gott heimgestellt >>> folgt
In dich hab ich gehoffet, Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=zbUqm2253_U
Jesus Christus, unser Heiland >>> folgt
Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist >>> https://www.youtube.com/watch?v=9CsTEFoCcI8
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=CSwgtuV8QPo
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn >>> https://www.youtube.com/watch?v=c2uy1iJ5I0M
Lob sei Gott in des Himmels Thron >>> folgt
Nun laßt uns Gott, dem Herren >>> folgt 
O Lamm Gottes unschuldig >>> folgt
O Mensch, bewein dein Sünde groß >>> https://www.youtube.com/watch?v=OJiDwMeVeYY
Vom Himmel hoch, da komm ich her >>> https://www.youtube.com/watch?v=zg8Falozig4
Warum betrübst du dich, mein Herz >>> https://www.youtube.com/watch?v=nP5smROW0xM
Was mein Gott will, das gescheh allzeit (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=hnINwyAO4kM
Was mein Gott will, das gescheh allzeit (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=wpHC3Qruwfk
Wenn wir in höchsten Nöten sein >>> folgt
Wir glauben all an einen Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=CMQvkZmzmOw
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält >>> https://www.youtube.com/watch?v=soZk__frOmY
Wo Gott zum Haus nicht giebt sein Gunst >>> https://www.youtube.com/watch?v=kGHCDGaV0eM

Variationsreihen:
Aria quarta (aus "Hexachordum apollinis") >>> https://www.youtube.com/watch?v=CxB48VQDszA
Aria Sebaldina (aus "Hexachordum apollinis") >>> https://www.youtube.com/watch?v=qAFzy8E5FvY
Freu dich sehr, o meine Seele (aus "Musikalische Sterbens-Gedanken") >>> folgt
Herzlich tut mich verlangen (aus "Musikalische Sterbens-Gedanken") >>> folgt
Werde munter, mein Gemüte (aus "Musikalische Sterbens-Gedanken") >>> folgt 

Sätze aus der "Weimarer Tabulatur":
Das alte Jahr vergangen ist >>> folgt
Gottes Sohn ist kommen >>> https://www.youtube.com/watch?v=c4xDjnOHfmg
Herr Christ, der einig Gottes Sohn >>> folgt
Kaiser August leget an >>> folgt
Nun komm der Heiden Heiland >>> https://www.youtube.com/watch?v=mz1FVdT1UEA



PACHELBEL, Wilhelm Hieronymus (1686-1764)
Wilhelm Hieronymus Pachelbel wurde 1686 in Erfurt als Sohn des Organisten Johann Pachelbel geboren, der ihm auch eine gründliche musikalische Ausbildung vermittelte. Er bekam zunächst eine Stelle als Organist an der St. Bartholomäuskirche in der Nürnberger Vorstadt Wöhrd, ab 1706 an St. Jakob und anschließend an St. Egidien in Nürnberg. 1719 wurde er – wie zuvor bereits sein Vater bis zu dessen Tod 1706 – Organist der Nürnberger Hauptkirche St. Sebald. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod 1764 inne. Um 1725 erschienen zwei Sammlungen mit Musik für Tasteninstrumente im Druck, zudem existieren einige handschriftlich überlieferte Stücke.

Werke:
Meine Seele, laß es gehen >>> folgt
O Lamm Gottes unschuldig (Variationen) >>> folgt
Toccata in G >>> folgt



PAGANELLI, Giuseppe Antonio (1710-1764)
Giuseppe Antonio Paganelli wurde 1710 in Padua geboren. Ab 1731/32 tritt er mit der "Accademia dei dilettanti" als Komponist eines Oratoriums und von Kantaten an die Öffentlichkeit seiner Heimatstadt. Ab 1733 wirkte er als Clavecinist einer Operntruppe in Augsburg, ist 1736 in Rheinsberg nachgewiesen und wurde 1738 zum "Cammermusikmeister" der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth berufen. Ab 1756 führte er auf Notendrucken den Titel „Direktor der Kammermusik des Königs von Spanien“, das heißt, er lebte vermutlich in Madrid. Sein Todesjahr ist nicht genau bekannt. Paganelli verbindet in seinen Werken italienische, französische und deutsche Stilelemente miteinander.

Werke:
Aria in e >>> folgt



PAIX, Jacob (1556-ca. 1623)
Jacob Jacob Paix wurde 1556 in Augsburg als Sohn eines Organisten geboren. 1576 wurde Paix zum Organisten der Pfarrkirche in Lauingen an der Donau berufen. Hier entfaltete er eine reiche Tätigkeit als Komponist und Herausgeber, vor allem in Zusammenarbeit mit dem pfalzgräflichen Drucker Leonhard Reinmichel. 1601 wurde er Hoforganist in Neuburg an der Donau, der Residenz des Herzogtums Pfalz-Neuburg. Nach 1613 mußte Paix Neuburg verlassen und ließ sich wahrscheinlich in Hilpoltstein nieder, wo er 1623 gestorben sein soll (das Jahr seines Todes ist nicht gesichert). Seine 1583 und 1589 veröffentlichten Tabulaturbücher überliefern uns einen reichen Schatz von Kompositionen unterschiedlicher Meister im "colorirten" Stil.

Werke:
Mir ist ein feins brauns Maidelein >>> folgt
Phantasia primi toni >>> folgt
Schirazula marazula >>> folgt
Ungarescha >>> https://www.youtube.com/watch?v=OkbSwZpT-so



PALERO, Francisco Fernández (16. Jahrhundert)
Von Francisco Fernández Palero sind nur lückenhafte biographische Daten überliefert, so fehlen uns jegliche gesicherte Informationen über sein Geburtsjahr (in manchen Quellen liest man "um 1533") und seine Herkunft. Ab 1551 ist er Organist der Königlichen Kapelle in Granada - ein Amt, das er über 40 Jahre ausübte. Seine wenigen erhaltenen Werke finden sich in dem 1557 von Venegas de Henestrosa herausgegebenen umfangreichen Werk "Libro de cifra nueva", das als eine der bedeutendsten Quellen spanischer Musik für Tasteninstrumente des 16. Jahrhunderts gilt.

Werke:

Verso del quinto tono >>> folgt



PALESTRINA, Giovanni Pierluigi da (1525-1594)
Giovanni Pierluigi da Palestrina (sein eigentlicher Familienname war "Pierluigi") wurde wahrscheinlich 1525 in Palestrina, einer Stadt knapp 40 Kilometer östlich von Rom in der Provinz Latium geboren. Als Chorknabe an Santa Maria Maggiore in Rom erhielt er eine gründliche Ausbildung. Nach einer ersten Stelle in seiner Heimatstadt wurde er 1551 zum "magister cantorum" an der "Cappella Giulia" der Peterskirche in Rom berufen. 1555 wurde er Kapellmeister an der Lateranbasilika, 1561 an Santa Maria Maggiore. 1571 wurde er erneut Leiter der "Cappella Giulia" am Petersdom und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Tod. Wie kaum ein anderer Komponist in der Geschichte prägte Palestrina als Hauptvertreter der klassischen Vokalpolyphonie stilbildend ("Palestrina-Stil") die Kirchenmusik bis in unsere Tage. Daneben schrieb er zahlreiche Madrigale und wenige Instrumentalkompositionen.

Werke:
Ricercar primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=DUD0rasuR4s
Ricercar secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=Tbtd6xKt41o
Ricercar tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=A2-KS3AXpSE
Ricercar quarti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=34mYNGQdrQQ
Ricercar quinti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=r_vbKcgXt9U
Ricercar sexti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=hIcQEc4lxJM
Ricercar septimi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=EiFD3BbLPNo
Ricercar octavi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=TJXamSryH5s



PALME, Rudolf (1834-1909)
Rudolf Palme wurde 1834 in Barby an der Elbe im heutigen Salzlandkreis geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Magdeburg und war ein Schüler von Gustav Rebling und August Gottfried Ritter. 1862 wurde er Organist der Magdeburger Heilig-Geist-Kirche und wurde 1880 zum "Königlichen Musikdirektor ernannt"; 1883 zudem als Nachfolger Ritters zum "Königlichen Orgelbaurevisor". Mit seinen außerordentlich verbreiteten praktischen Ausgaben und Sammlungen für Seminare, Schulen, Kirchenchöre und Organisten wirkte Palme weit über Magdeburg hinaus. Darin finden sich auch seine eigenen Orgelwerke, die heute jedoch nur wenig bekannt sind.

Werke:
Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit >>> folgt



PANZAU, Octavian (1684-1761)
Joseph Octavian Felix Panzau wurde 1684 in Augsburg geboren. Als junger Mann trat er ins das Augustiner-Chorherrenstift Hl. Kreuz seiner Vaterstadt ein, wirkte dort als Theologieprofessor und wurde rasch zum Dechanten seines Klosters berufen. Damit nahm er die zweite Stellung im Konvent ein. Daneben beschäftigte er sich mit musikalischen Studien, u.a. mit dem berühmten Lehrwerk "Gradus ad Parnassum" von Johann Joseph Fux. Seine Sammlung von Orgelfugen erschien unter dem Titel "Octo-Tonium Ecclesiastico-Organicum" um 1745 in Augsburg im Druck.

Werke:
Fuga primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=cIZySzhfX5M
Fuga secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=XR3W6KPsgtU
Fuga tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=rCCCZrckb4Y
Fuga quarti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=yUwVrtc_ffc
Fuga quinti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=y0VPxaBgSdQ
Fuga sexti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=bosdzWWmkoM
Fuga septimi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=aFxPHMPMCKk
Fuga octavi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=UALPZjnQ7t8



PAPPERITZ, Robert (1826-1903)
Benjamin Robert Papperitz wurde 1826 in Pirna geboren. Er war zunächst als Lehrer tätig, bevor er 1848 ein Studium am Leipziger Konservatorium aufnahm. Unmittelbar nach seiner Abschlussprüfung 1851 wurde er in das Kollegium des Konservatoriums aufgenommen und war ein gesuchter (und strenger) Lehrer für Harmonielehre und Kontrapunkt. Ab 1868 war er als Nachfolger Ernst Friedrich Richters auch Organist der Leipziger Nikolaikirche. 1882 wurde er zum "Königlich-sächsischen Professor" ernannt. Er veröffentlichte neben Werken für den theoretischen Unterricht Orgel- und Chormusik, die meist am sog. "Bach'schen" Kontrapunkt orientiert sind.

Werke:
Herzliebster Jesu >>> folgt
Ich gnüge mich an meinem Stande >>> folgt
Nun sich der Tag geendet hat >>> folgt



PARADIS, Maria Theresia (1759-1824)
Maria Theresia Paradis, trotz ihrer bürgerlichen Herkunft oft "von Paradis" genannt, wurde 1759 in Wien geboren. Sie war seit ihrer frühen Kindheit blind und erhielt Unterricht u.a. von Abbé Georg Joseph Vogler und Antonio Salieri. Im Wiener Musikleben war sie sehr prominent und mit vielen bedeutenden Vertretern der Wiener Klassik wie Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart bekannt. Auf einer Europatournee von 1783 bis 1786 spielte sie vor zahlreichen hochgestellten Persönlichkeiten, darunter dem französischen Königspaar. 1784 war sie Mit-Initiatorin der von Valentin Haüy in Paris gegründeten "Königlichen Anstalt für junge Blinde". Leider sind nur wenige ihrer Kompositionen erhalten geblieben.

Werke:
Siciliana Es-Dur >>> folgt



PÄRT, Arvo (*1935)
Arvo Pärt wurde 1935 in Paide in Estland geboren. Er begann 1954 sein Musikstudium, u.a. bei Veljo Tormis und Heino Eller. Ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte Pärt einen von der Gregorianik, der orthodoxen Kirchenmusik und der klassischen Vokalpolyphonie inspirierten Personalstil (sog. "Tintinnabuli-Stil"), der in seinem Klavierstück "Für Alina" erstmals exemplarisch in Erscheinung trat. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Komponisten Neuer Musik weltweit und strebt in allen seinen Werken nach größtmöglicher Einfachheit, die die spirituelle Botschaft unterstützt. Von 1981 bis 2008 lebte Pärt in Berlin, seither wieder in Estland.

Werke:
Trivium >>> https://www.youtube.com/watch?v=FBq7JxgWZ0w



PASQUINI, Bernardo (1637-1710)
Bernardo Pasquini wurde 1637 in Massa in Val di Nievole (heute Massa e Cozzile) in der Toskana geboren. Ab 1650 lebte er in Ferrara, übernahm dort erste Organistenämter und wechselte 1655 nach Rom. Er war Organist an verschiedenen römischen Kirchen, darunter Santa Maria in Vallicella (Chiesa Nuova, 1657–1664), Santa Maria Maggiore (1664 bis 1704) und S. Maria in Aracoeli (1664–1710). Pasquini war ein berühmter Cembalist und gesuchter Lehrer. Er gilt als  bedeutendster italienischer Komponist von Tastenmusik zwischen Girolamo Frescobaldi und Domenico Scarlatti, doch schrieb er darüber hinaus auch Opern, Oratorien, Serenaten und Kantaten für mehrere Kardinäle und andere Vertreter des römischen Hochadels.

Werke:
Partite diverse di Follia >>> https://www.youtube.com/watch?v=AvZUBQdxlFo&t=23s
Partite sopra l'aria di Follia >>> https://www.youtube.com/watch?v=7sWS12Gm1JQ
Passacaglia in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=syFhaa0rE8A
Toccata in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=fztE8Ze29tw
Variazioni per il Paggio Tedesco >>> https://www.youtube.com/watch?v=Z2Y5Vyzx4B0



PASTERWITZ, Georg (1730-1803)
Robert Johannes Ivo Pasterwitz wurde 1730 in Bierhütte, heute ein Ortsteil der Gemeinde Hohenau im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau geboren. Er erhielt seine Ausbildung in Passau, in Niederaltaich und Kremsmünster und studierte Theologie in Salzburg, wo er zu den Schülern von Johann Ernst Eberlin zählte. Er trat in das Benediktinerstift Kremsmünster ein, erhielt den Ordensnamen Georg und 1755 die Priesterweihe. Ab 1767 wirkte er als "Regens chori" seines Stiftes (bis 1783). Danach wurde er Pfarrer in Buchkirchen bei Wels und "Stiftshofmeister" in Wien. Neben einer Reihe von Singspielen für das Stiftstheater schuf Pasterwitz Orgelwerke sowie weitere geistliche und kammermusikalische Werke.

Werke:
Fuga settima >>> folgt
Versetten f-moll >>> folgt



PAUMANN, Conrad (um 1410-1473)
Conrad Paumann wurde um 1410 in Nürnberg geboren. Er war von Geburt an blind. Spätestens ab 1446 war er Organist an der Kirche St. Sebald seiner Heimatstadt und 1447 wurde er zum "Stadtorganisten" ernannt. 1451 trat er dann in München als Hoforganist in die Dienste der Herzöge von Oberbayern. In den folgenden 20 Jahren machte er als Organist und Sachverständiger zahlreiche Reisen und spielte vor zahlreichen hochgestellten Persönlichkeiten. 1470 wurde er auf einer Italienreise in den Ritterstand erhoben. In seinen letzten Lebensjahren war Paumann Organist an der Münchner Frauenkirche. In seiner Zeit war Conrad Paumann wohl der berühmteste und am meisten geehrte Musiker in Deutschland, doch ist von seinem Schaffen erstaunlich wenig überliefert.

Werke:
Ich beger nit mer >>> https://www.youtube.com/watch?v=hB5Rzdd8nUE
Mit ganczem Willen >>> https://www.youtube.com/watch?v=U39k0i7V694



PEPPING, Ernst (1901-1981)
Ernst Pepping wurde 1901 in Duisburg geboren und studierte zwischen 1922 und 1926 in Berlin Komposition. Im Frühjahr 1934 erhielt Pepping ein Angebot als Lehrer für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Berliner Kirchenmusikschule im Johannesstift in Berlin-Spandau, wo er bis zu seinem Tode lebte. Es war eine Anstellung, die er mit größter Hingabe und Sorgfalt versah, was von zahlreichen seiner Schüler – etwa von Helmut Barbe – bestätigt wurde. Von 1947 bis 1968 wirkte Pepping als Professor für Kirchenmusik und Komposition an der Berliner Hochschule für Musik. Er gilt als einer der wichtigsten "Erneuerer" der evangelischen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts, der sich kompositorisch mit einer gemäßigten Tonalität an alten Vorbildern orientierte.

Werke:
Es kommt ein Schiff geladen >>> https://www.youtube.com/watch?v=M1ODn9GaNJw
Heilger Geist, du Tröster mein >>> https://www.youtube.com/watch?v=5FWUiF2KJ7U
Herzlich tut mich verlangen >>> https://www.youtube.com/watch?v=GCgdMghLQcc
Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn >>> https://www.youtube.com/watch?v=jGgS7PmnFEY



PERGOLESI, Giovanni Battista (1710-1736)
Giovanni Battista Pergolesi wurde 1710 in Jesi in der Provinz Ancona in Mittelitalien geboren. Er studierte in Neapel, u.a. bei Francesco Durante, wo er auch 1732 seine erste Oper aufführte. Im selben Jahr wurde er Kapellmeister von Ferdinando Colonna, Fürst von Stigliano. Nach weiteren Opernerfolgen in Rom wurde er 1735 zum Organisten der Königlichen Kapelle in Neapel ernannt, doch starb er bereits 1736 an Tuberkulose. Sein in kurzer Zeit entstandenes Gesamtwerk beschäftigte die Nachwelt wie das kaum eines anderen italienischen Komponisten des 18. Jahrhunderts, sein "Stabat mater" gehört bis heute zu den berühmtesten sakralen Werken überhaupt. Sein früher Tod gab ähnlich wie im Falle Mozarts Anlass zu schwärmerischer Verehrung und sentimentaler Verklärung.

Werke:
Sonata in F >>> folgt
Sonata in G >>> folgt



PESTEL, Gottfried Ernst (1654-1732)
Gottfried Ernst Pestel (auch Bestel geschrieben) wurde 1654 in Berga/Elster im heutigen thüringischen Landkreis Greiz geboren. Über den Weg seiner Ausbildung sind wir nicht unterrichtet. Er wirkte zunächst als Organist in Weida und erhielt 1677 zunächst den Posten eines Stadtorganisten in Altenburg, der Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg. 1686 wechselte er als Organist an die dortige Schloßkirche, wo er bis zu seinem Tode 1732 tätig war. Seine Orgelstücke sind hauptsächlich im sog. "Mylauer Tabulaturbuch" überliefert, daneben existieren einige weitere, verstreute Kompositionen aus seiner Feder.

Werke:
Allein zu dir, Herr Jesu Christ >>> folgt
Ciacona in C >>> folgt
Praeludium ex a >>> https://www.youtube.com/watch?v=A7DTHkT1zWQ
Praeludium ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=rm5fJYsVwSI
Praeludium ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=sPETCluVDRM&t=17s
Praeludium ex B fis >>> https://www.youtube.com/watch?v=LIL2PH7tRx4
Praeludium ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=DR1r4UROvNs
Praeludium ex c >>> https://www.youtube.com/watch?v=sK20Y3oRKA4
Praeludium ex d >>> https://www.youtube.com/watch?v=jFIWaFqHZRE
Praeludium ex D fis >>> https://www.youtube.com/watch?v=AYg_dg0IIfw
Praeludium ex dis >>> https://www.youtube.com/watch?v=twd1xWEYqHU
Praeludium ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=HDa-lH8Kaw8
Praeludium ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=6hohXThQjPA
Praeludium ex g >>> https://www.youtube.com/watch?v=VjxuLNDH2GU



PETER, Herbert (1926-2010)
Herbert Peter wurde 1926 in Weimar geboren. Nach dem Studium in seiner Heimatstadt wurde er 1949 zunächst Kantor in Bad Berka und lehrte ab 1950 an der Thüringer Kirchenmusikschule Eisenach, wo er 1961 zum Direktor berufen wurde. Von 1961 bis 1991 wirkte er als Landeskirchenmusikdirektor an der evangelisch-lutherischen Kirche in Thüringen und war bis 1984 gleichzeitig Kantor an der Georgenkirche Eisenach und Leiter des Eisenacher Bachchores. Ab 1992 lebte er im nordhessischen Witzenhausen, wo 2010 verstarb. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt Werke für Chor a cappella und mit Orchester sowie für Orgel und Posaunenchöre.

Werke:
Mit Freuden zart zu dieser Fahrt >>> folgt



PETZOLD, Christian (1677-1733)

Christian Petzold wurde 1677 in Weißig bei Königstein in der Sächsischen Schweiz geboren. Er war ab 1703 Organist an der Sophienkirche in Dresden, von 1709 an auch Kammerkomponist am dortigen Hof. Für die Einweihung der Silbermann-Orgel in der Sophienkirche komponierte er 1720 eine Kantate. Ausgedehnte Konzertreisen führten ihn 1714 nach Paris und 1716 nach Venedig. Johann Mattheson zählte Petzold zu den berühmtesten Orgelspielern seiner Zeit. Er war Lehrer von Carl Heinrich Graun und Johann Gotthilf Ziegler. Von seinen Werken ist nur wenig erhalten; jedoch wurden zwei sehr bekannte Menuette im Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach zwischenzeitlich als Werke Petzolds identifiziert. 

Werke:
Fuga in d >>> folgt



PETZOLD, Johannes (1912-1985)
Johannes Petzold wurde 1912 in Plauen im Vogtland geboren. Er studierte in Leipzig Pädagogik mit Hauptfach Musik und arbeitete zunächst als Volksschullehrer in kleinen Dörfern des Vogtlandes und Erzgebirges. 1952 wurde er Kantor in Bad Berka und bildete sich an der Hochschule in Weimar weiter. 1957 wurde ihm die Dienstbezeichnung "Kirchenmusikdirektor" verliehen. Ab 1961 war er Dozent an der Thüringer Kirchenmusikschule Eisenach. Johannes Petzold hat zahlreiche Melodien, Kanons, Chor- und Bläsersätze, Orgelvorspiele, Motetten und Kantaten komponiert. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die Melodie zu Jochen Kleppers Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“.

Werke:
Also liebt Gott die arge Welt >>> https://www.youtube.com/watch?v=4FwkDYsR0sE
Das Feld ist weiß >>> https://www.youtube.com/watch?v=GB6oJKwez4g
Die Nacht ist vorgedrungen >>> https://www.youtube.com/watch?v=NMPt4F81QNo&t=3s
Was mein Gott will >>> https://www.youtube.com/watch?v=DWH5KCvGIx8



PEYER, Johann Baptist (um 1678-1733)
Johann Baptist Peyer wurde um 1678 geboren, unbekannt ist der Ort seiner Geburt. Spätestens ab 1698 war er Organist und Musiklehrer am Zisterzienserstift Heiligenkreuz bei Wien, wo er auch als Präfekt der Sängerknaben tätig war. Der dort gleichzeitig als "camerarius major" wirkende Johann Baptista Peyer (1651-1726) dürfte ein Verwandter gewesen sein. Seit 1712 war Peyer Organist Kaiserin-Witwe Eleonora (Gemahlin Leopolds I.) und wurde nach deren Tod 1720 als Organist in die kaiserliche Hofkapelle übernommen. Er hinterließ eine umfangreiche Sammlung von Praeambuli und Fugen für Orgel, darüber hinaus zwei "Tischgebete" für fünf Stimmen, Violine und Orgel sowie eine Cembalo-Partita.

Werke:
Fuga Nr. 13 primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=ykUEJan32P0&t=8s
Fuga Nr. 14 primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=1HeDrVq_FDs
Fuga Nr. 19 secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=t75NzQf8A6Y
Fuga Nr. 23 secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=2CmVFlVCYqg
Fuga Nr. 24 secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=9L2ZfDJAhMQ
Fuga Nr. 25 secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=IfhxdhMZODg
Fuga Nr. 26 secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=qpgO3FhWSYA
Fuga Nr. 36 tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=6-weCHMFW78
Fuga Nr. 44 tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=dGXmNd8sBf4
Fuga post Dona nobis pacem >>> https://www.youtube.com/watch?v=RZlUSDnKPZI
Praeambulum Nr. 3 primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=clZe_IY1g6U
Praeambulum Nr. 18 secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=jSY0UdBUQjU
Praeambulum Nr. 35 tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=muJs3FRNHLg
Praeambulum Nr. 43 tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=vBPfdwHNIIo



PFANNSCHMIDT, Heinrich (1863-1944)
Heinrich Pfannschmidt wurde 1863 in Berlin geboren. Über den Weg seiner Ausbildung konnte bislang nichts herausgefunden werden. Er wirkte als "Königlicher Musikdiektor" und Lehrer an der Musikhochschule in Berlin. Wohnhaft in Neu-Babelsberg, war er auch in verschiedenen Gremien der Kirche, etwa im Rechtsausschuss der Berliner Provinzialsynode engagiert. Er war verheiratet mit der Schriftstellerin Renate Pfannschmidt (1862-1939) und starb 1944 in Berlin. 

Werke:
Passion (O Haupt voll Blut und Wunden) >>> https://www.youtube.com/watch?v=lkQnLtexp5A



PFENDNER, Heinrich (um 1590-1631)
Johann Heinrich Pfendner wurde um 1590 in Hollfeld im oberfränkischen Landkreis Bayreuth geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung bei Gregor Aichinger und Christian Erbach in Augsburg sowie bei Antonio Cifra in Italien. Spätestens 1614 ist er Organist des Bischofs von Gurk und Anfang 1615 Organist bei Erzherzog Ferdinand II. in Graz. Im Jahre 1618 wurde Pfendner zum Hoforganisten und Leiter der Würzburger Hofkapelle ernannt. 1631 ist er vermutlich bei der Erstürmung der Festung Marienberg durch die Schweden ums Leben gekommen. 

Werke:
Canzona in G (I) >>> folgt
Canzona in G (II) >>> folgt



PFITZNER, Hans (1869-1949)
Hans Erich Pfitzner wurde 1869 in Moskau geboren und übersiedelte 1872 nach Frankfurt am Main. Bis 1890 studierte er am Frankfurter Hoch’schen Konservatorium und war danach Kapellmeister in Mainz. 1897 wurde er in Berlin Lehrer für Komposition und Dirigieren am Stern’schen Konservatorium und 1903 erster Kapellmeister am Berliner Theater des Westens. 1908 wurde er dann Leiter des Städtischen Konservatoriums in Straßburg. 1917 erlebte seine "Musikalische Legende" Palestrina in München die Uraufführung; 1929 erhielt er einen Lehrauftrag in München. Pfitzners Stil ist ein eigenartiger Ausläufer der klassisch-romantischen Tradition, oftmals grüblerisch-sperrig und bewußt antimodernistisch. Sein einziges Orgelstück ist in Trautners gehaltvollem Präludienbuch für die pfälzische Landeskirche überliefert.

Werke:
Allein Gott in der Höh sei Ehr >>> https://www.youtube.com/watch?v=7AeL51kxUQA



PFITZNER, Heinrich (1867- nach 1926)
Heinrich Pfitzner wurde 1867 in Moskau als Sohn des Musikdirektors Robert Pfitzner und älterer Bruder des wesentlich bekannteren Hans Pfitzner geboren. 1872 verzog er mit der Familie nach Frankfurt am Main, wo er - wie sein Bruder - am Hoch'schen Konservatorium studierte. 1891 ging er als Organist und Dirigent in die USA. 1899 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Musiklehrer am Stern'schen Konservatorium zu Berlin. Ab 1901 lebte er wieder in den Vereinigten Staaten. Über sein späteres Wirken ist nichts bekannt, ebenso nicht das Jahr seines Todes. 1926 hat er jedenfalls noch gelebt, wie sein Bruder Hans in seinen Erinnerungen berichtet.

Werke:
Choralvorspiel I >>> https://www.youtube.com/watch?v=KC8xe0MSDwE
Choralvorspiel II >>> https://www.youtube.com/watch?v=lrv4x9G4i0E
Choralvorspiel III >>> https://www.youtube.com/watch?v=cNx7CXZ8M0Y



PFRETZSCHNER, Christian Robert (1821-1885)
Christian Robert Pfretzschner wurde 1821 in Plauen im Vogtland geboren. Er studierte zunächst Jura, dann Musik in Leipzig, wo u.a. Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Carl Ferdinand Becker zu seinen Lehrern zählten. 1851 wurde er Organist der Reformierten Kirche in Dresden, 1853 der dortigen Waisenhauskirche am Georgplatz und ab 1858 an der Annenkirche. 1864 berief man ihn in das herausragende Amt des Dresdner Kreuzorganisten, das er bis zu seinem Tod 1885 bekleidete. Seine gediegenen Orgelkompositionen verdienen eine größere Bekanntheit, als sie ihnen heute zuteil wird.

Werke:
Aus meines Herzens Grunde >>> https://www.youtube.com/watch?v=PVWh-Un5sHQ
Nun sich der Tag geendet hat >>> https://www.youtube.com/watch?v=jEgOxp3Nm40



PINGRÉ, Alexandre Guy (1711-1796)
Alexandre Guy Pingré wurde 1711 in Paris geboren, trat 1727 in den Orden der Augustiner-Chorherren ein und war 1735 bis 1745 Professor der Theologie in Senlis, später dann Astronom in Rouen und arbeitete seit 1751 in Paris. Pingré reiste 1760 und 1769 nach Indien und Amerika, um Venusdurchgänge beobachten zu können und erforschte die Bahnen von Kometen. Nebenher spielte er auch Orgel. Im "Livre d'orgue du Père Pingré" (Bibliothèque Sainte-Geneviève, Paris) finden sich neben Werken von Jacques Boyvin und François d’Agincourt auch zahlreiche kleinere, anonyme Kompositionen, die ansonsten unbekannt sind und daher durchaus von ihm selbst geschrieben worden sein könnten.

Werke:
Dialogue >>> folgt
Duo >>> folgt
Fugue grave cromatique >>> folgt
Prélude >>> folgt
Récit de Cornet >>> folgt
Récit de Trompette >>> folgt



PISCATOR, Georg (1607- nach 1660)
Georg Piscator wurde 1607 in Passau geboren. Sein Vater hieß mit Nachnamen noch Vischer (Fischer); ob er oder der Sohn den Nachnamen latinisierte, ist nicht bekannt. Zunächst Sängerknabe im Umfeld Erzherzog Leopolds in Zabern (Saverne) und Innsbruck, wurde Piscator 1622 dritter Organist am Hof in Innsbruck und zur weiteren Ausbildung nach Italien geschickt. 1630 wurde er als Nachfolger Bernhard Wolcks Hoforganist in Innsbruck. 1635 wechselte er als Hoforganist nach München und wirkte dann ab 1643 bis 1660 als Kapellmeister und Organist an der Wiener Schottenkirche. Das Jahr seines Todes ist nicht überliefert.

Werke:
Fuga primi toni (I) >>> folgt
Fuga primi toni (II) >>> folgt
Fuga primi toni (III) >>> folgt



PITSCH, Carl Franz (1786-1858)
Carl Franz Pitsch (auch Karel František Pič) wurde 1786 in Batzdorf (heute Bartošovice v Orlických horách) in Ostböhmen, unweit der Grenze zu Polen geboren. Nach dem ersten Unterricht bei seinem Vater wurde er Orgelschüler von Johann Franz Otto in Glatz. Ab 1815 wirkte er als Musiklehrer in der Familie von Michael Ritter von Manner in Bohdalitz (heute Bohdalice-Pavlovice) in Mähren. 1826 übernahm er das Organistenamt an der St.-Nikolaus-Kirche in Prag und wurde 1840 Direktor der Prager Orgelschule. Pitsch war als Meister des Kontrapunktes der letzte Vertreter der nachbarocken Orgelkunst in Böhmen. Seine wenigen erhaltenen Orgelstücke belegen seinen hohen kompositorischen Rang.

Werke:
Fuga h-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=uSViDQC6LFQ



PIUTTI, Carl (1846-1902)
Carl Hermann Wilhelm Piutti wurde 1846 in Elgersburg im thüringischen Ilm-Kreis geboren. Er studierte zunächst Theologie in Tübingen, dann ab 1868 am Konservatorium in Köln bei Ernst Rudorff und Ferdinand Hiller und seit 1869 in Leipzig bei Ernst Friedrich Richter, Robert Papperitz und Carl Reinecke. Dort unterrichtete er von 1875 bis zu seinem Tod Orgel und Musiktheorie. 1880 wurde er als Thomasorganist an die Thomaskirche berufen. Wie er schrieb, war sein Bestreben als Interpret und als Komponist, „nach seinen Kräften mit an der Popularisierung und Erweiterung der Orgelliteratur zu wirken.“ Zahlreiche gediegene Orgelwerke aus seiner Feder sind erhalten und verdienen größere Bekanntheit, als ihnen heute zuteil wird.

Werke:
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig >>> https://www.youtube.com/watch?v=JEhOFcZ_7EE
Ach, bleib mit deiner Gnade >>> folgt
Aus meines Herzens Grunde >>> https://www.youtube.com/watch?v=69YTVDsd9C4
Daß Jesus siegt, ist ewig ausgemacht >>> https://www.youtube.com/watch?v=7ZLaxK6S7kQ
Gieb unserm Fürsten und aller Obrigkeit >>> https://www.youtube.com/watch?v=6lHOfT8IqKw
Herr, wie du willst, so schicks mit mir >>> folgt
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr >>> folgt
Herzlich tut mich verlangen >>> folgt
Ich hab mein Sach Gott heimgestellt >>> folgt
Jesu, geh voran >>> https://www.youtube.com/watch?v=4a9dpQsHxR4
Lobet den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=DKdZBs-QYik
Morgenglanz der Ewigkeit >>> https://www.youtube.com/watch?v=7vX1_fOXga4
Nun ruhen alle Wälder >>> folgt
Nun sich der Tag geendet hat >>> https://www.youtube.com/watch?v=5DytSz4GFz0
O Jesu Christ, meins Lebens Licht >>> folgt
O Lamm Gottes unschuldig >>> folgt
O Licht, geboren aus dem Lichte >>> folgt
O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen >>> folgt
Warum betrübst du dich, mein Herz >>> https://www.youtube.com/watch?v=p3B892Xa0Ck



PLANYAVSKY, Peter (*1947)
Peter Planyavsky wurde 1947 in Wien geboren. Er studierte  an der Musikhochschule Wien Orgel, Komposition und Improvisation bei Anton Heiller und Dirigieren bei Hans Gillesberger. 1968 war nach einer kurzen Zeit in einer Orgelbauwerkstatt Organist im oberösterreichischen Stift Schlägl. Von 1969 bis 2004 war Planyavsky Domorganist am Wiener Stephansdom sowie in den Jahren von 1983 bis 1990 gesamtverantwortlicher Dommusikdirektor, daneben ab 1980 Professor an der Wiener Musikhochschule und von 1996 bis 2002 als Leiter der Abteilung Kirchenmusik. Konzertreisen, Meisterkurse, zahlreiche CD-Einspielungen und Bücher machten seine Kunst weltweit bekannt. Seine Homepage: https://www.peterplanyavsky.at/ lädt zum Nachdenken, Schmökern und Schmunzeln ein.

Werke:
Auf dich allein ich baue - Fughetta und Grave >>> https://www.youtube.com/watch?v=0UF92aKHQfs
Ave Maria klare - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=PjyRFKcYLfE
Ave Maria, gratia plena - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=F8bTwL8Px7U
Da Jesus an dem Kreuze stund - Sarabande >>> https://www.youtube.com/watch?v=7-e38joZBc0
Erbarme dich, erbarm dich mein - Ciacona >>> https://www.youtube.com/watch?v=tlS2wvhjPN8
Erfreue dich, Himmel - Zwischenspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=qZOlK2Afd0A
Es kommt ein Schiff geladen - Organum >>> https://www.youtube.com/watch?v=3_lPPmfZ0GU
Gelobt sei Gott im höchsten Thron - Gavotte >>> https://www.youtube.com/watch?v=t08qUCu-68Y
Gott sei gelobet und gebenedeiet - Vorspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=WbYOAov6njU
Herr Jesu, öffne unsern Mund - Vorspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=A5s1pktmQrk
Herzliebster Jesu - Lamento >>> https://www.youtube.com/watch?v=CPcPCPECfTI
Ich steh an deiner Krippe hier - Graduale >>> https://www.youtube.com/watch?v=Rrg3tNuuOJA
Maria, breit den Mantel aus - Vorspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=tYvlH-15a8k
Mein ganzes Herz erhebet dich - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=oUwwhJiYChM
Mir nach, spricht Christus, unser Held - Vorspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=MhLHQozrdUE
O Haupt voll Blut und Wunden - Grave >>> https://www.youtube.com/watch?v=Byz8tzBmUn4
O Jesu, all mein Leben bist du - Meditation >>> https://www.youtube.com/watch?v=3qifMgQZoAw
Stille Nacht, heilige Nacht - Air >>> https://www.youtube.com/watch?v=-xmmdeGzfWM
Tantum ergo - Vorspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=CsuRZmnxe5c
Veni creator spiritus - Fünf Versetten >>> https://www.youtube.com/watch?v=E4Iqx9zKVk0
Veni creator spiritus - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=cv_N1HXPwL4
Was Gott tut, das ist wohlgetan - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=6IMlmTw9cyU
Wie schön leuchtet der Morgenstern - Bicinium >>> https://www.youtube.com/watch?v=f4_vkoT30a0
Wir weih'n der Erde Gaben - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=J_tE8Kj6I7g
Wir wollen alle fröhlich sein - Tarantella >>> https://www.youtube.com/watch?v=PA5CyQpVzok
Zieh an die Macht, du Arm des Herrn - Nachspiel >>> https://www.youtube.com/watch?v=QUIWlZZmqSI
Zu Bethlehem geboren - Berceuse >>> https://www.youtube.com/watch?v=n8WZeYuqVs0&t=6s

Vier Stücke für die Trompetenuhr - unter dem Pseudonym "W.A. Plagiavski Mozart":
Andante ma non troppo >>> https://www.youtube.com/watch?v=6fZVtkDG0Ss
Anonkel ma non poco >>> https://www.youtube.com/watch?v=ihilxVTRc_k
Largo ma non largo >>> https://www.youtube.com/watch?v=dz-O762LCts
Rondo alla Turkey >>> https://www.youtube.com/watch?v=k6yt3uf1hTM



PLATTI, Giovanni Benedetto (1697-1763)
Giovanni Benedetto Platti wurde 1697 in Padua geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Italien, u.a. in Siena. 1722 wurde er als Oboenvirtuose nach Würzburg in den Dienst der Fürstbischöfe von Bamberg und Würzburg geholt, zusammen mit seinem Landsmann Fortunato Chelleri. Bis zu seinem Tod 1763 blieb Platti am Würzburger Hof tätig, ab 1729 auch als Sänger, Gesangslehrer und Violinist. Zuvor hatte er bereits die Hofsängerin Maria Theresia Lambrucker geheiratet. Plattis Werke sind vor allem als Handschriften in der Musikaliensammlung des Grafen Rudolf Franz Erwein von Schönborn-Wiesentheid erhalten, darunter 28 Cellokonzerte und Sonaten im Übergangsstil zwischen Spätbarock und Frühklassik.

Werke:
Fantasia c-moll >>> folgt



PODBIELSKI, Jan (um 1700)
Jan Podbielski (oder Johannes Podbielsky) lebte und wirkte in Königsberg in Ostpreußen, dem heutigen Kaliningrad. Sonst wissen wir nichts sicheres über diesen Komponisten, dessen einziges Werk in der kurz vor 1700 entstandenen "Warschauer Orgeltabulatur" überliefert ist. Gelegentlich zu lesende Lebensdaten ("um 1650 bis um 1730") sind Spekulation. Er gehörte wohl zur relativ verzweigten Musikerfamilie Podbielski, die zwischen 1679 und 1731 in Ostpreußen und Masowien, der alten Landschaft um Warschau östlich der Weichsel, tätig war.

Werke:
Praeludium in d >>> folgt



POGLIETTI, Alessandro (+1683)
Poglietti wurde etwa um 1620 geboren. Für die Vermutung, Poglietti stamme aus der Toskana, gibt es keine Belege. Einige Indizien deuten, trotz seines italienischen Namens, auf einen Geburtsort in Mähren. Über seine Jugend und Ausbildung ist nichts bekannt. Er war zunächst Kapellmeister und Organist der Jesuitenkirche in Wien und von 1661 bis zu seinem Tod kaiserlicher Hoforganist. Er war Hofpfalzgraf (Comes palatinus Caesareus) und päpstlicher Ritter vom goldenen Sporn. Auf der Flucht vor den Türken wurde er im 1683 von diesen getötet und seine Familie gefangen genommen. Seine Kompositionen für Tasteninstrumente enthalten oftmals raffinierte, teils bizarre Lautmalereien; seine kontrapunktischen Werke hingegen sind von größter Schönheit.

Werke:
Canzon in D >>> https://www.youtube.com/watch?v=YgYDaP1nOJQ
Fuga in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=U22lE01-XLs
Praeludium in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=mJBYNJBQsYI
Ricercar I secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=5BW5P_8HgiI
Ricercar II sexti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=Y2Nj53KKEbY
Ricercar III primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=JSJ-RqfN-OE
Ricercar IV primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=_litCumxI2Y
Ricercar V primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=bkltMPknEIM
Ricercar VI secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=DUNM04Q6iaE
Ricercar VII quarti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=aaNPVZiP7SQ
Ricercar VIII secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=aDR4FLuZbKs
Ricercar IX tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=leTWVYy8q74
Ricercar X quinti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=uZTkZTDLRv8
Ricercar XI quinti toni "Der Tag, der ist so freudenreich" >>> https://www.youtube.com/watch?v=a9qEcF6_OVI
Ricercar XII septimi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=W_Zsk_GW8fc
Toccata fatta sopra Cassedio di Filipsburgo >>> https://www.youtube.com/watch?v=DAgXDYdZDvg
Toccata per l'Introito in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=6dTjgyLKy90
Toccatina, Cadenza e Fuge primi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=DF29lEY83Eg&t=22s
Toccatina, Cadenza e Fuge secundi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=22_dHFmC7VQ
Toccatina, Cadenza e Fuge tertii toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=q595fKj3gBk
Toccatina, Cadenza e Fuge quarti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=3lKU1Z6at6o
Toccatina, Cadenza e Fuge quinti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=G934xlilPjs
Toccatina, Cadenza e Fuge sexti toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=0xtmMpd8Yvc
Toccatina, Cadenza e Fuge septimi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=qIJ9HXna5lQ
Toccatina, Cadenza e Fuge octavi toni >>> https://www.youtube.com/watch?v=ynIAsSJvz1M



POHLMANN, Ernst (*1821)
Über Ernst Pohlmann ist nur das bekannt, was über ihn im fünften Band der im Erfurter Verlag Körner erschienenen Sammlung "Der Orgelfreund" neben seiner kleinen Orgelfughette zu lesen ist: "geboren 1821, Organist in Rönsahl". Rönsahl ist heute ein Stadtteil von Kierspe im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Im "Amtsblatt für den Regierungsbezirk Arnsberg" von 1845 lesen wir, dass der "Schulamts-Kandidat" Ernst Pohlmann als Lehrer bei der evangelischen Schulgemeinde in Rönsahl angestellt wurde. Danach verliert sich bislang seine Spur.

Werke:
Fughetta a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=s5mP-6yk8S0



PRAETORIUS, Hieronymus (1560-1629)
Hieronymus Praetorius wurde 1560 in Hamburg als Sohn des Organisten Jacob Praetorius des Älteren geboren. Nach Studien bei Hinrich thor Molen und in Köln sowie einer ersten Anstellung 1580 in Erfurt kehrte er 1582 in seine Heimatstadt zurück, um dort nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge als Organist an der St.-Jacobi-Kirche anzutreten. Als solcher wirkte er hier bis zu seinem Tod 1629 und nahm überdies das Amt des "Kirchenschreibers" wahr. Drei seiner Söhne wurden ebenfalls bedeutende Musiker. Sein kompositorisches Schaffen umfasst vorrangig geistliche Werke. Er schuf Werke für Orgel sowie Vokalmusik und genoss zu Lebzeiten hohes Ansehen in Hamburg.

Werke:
Kyrie martyrum >>> https://www.youtube.com/watch?v=h1mIfb0Q_MM



PRAETORIUS der Jüngere, Jacob (1586-1651)
Jacob Praetorius der Jüngere wurde 1586 in Hamburg als Sohn von Hieronymus Praetorius geboren, der ihn auch unterrichtete. Als Nachfolger von Hinrich thor Molen erhielt Praetorius 1604 die Organistenstelle an der Hamburger St. Petri-Kirche, die er bis zu seinem Tod 1651 bekleidete. Ab 1606 weilte er für zwei Jahre nach Amsterdam, um bei Jan Pieterszoon Sweelinck zu studieren. Sweelinck komponierte für Praetorius’ Hochzeit im Jahre 1608 eine Motette. Sein kompositorisches Schaffen umfasst hauptsächlich Motetten und Orgelstücke. Als seine bedeutendsten Schüler gelten Matthias Weckmann und Berendt Petri.

Werke:
Herr Gott, dich loben wir >>> folgt
Magnificat Germanice >>> folgt



PRAETORIUS, Michael (1571-1621)
Michael Praetorius, eigentlich Michael Schulteis, wurde 1571 in Creuzburg an der Werra bei Eisenach geboren. Er studierte an der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und war dort kurzzeitig Organist der Universitätskirche. 1594 wurde er zum Kammerorganisten von Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel berufen. Als solcher organisierte er 1596 den berühmten "Gröninger Organisten-Konvent". Im Dezember 1604 wurde Praetorius als Nachfolger von Thomas Mancinus zum Hofkapellmeister ernannt und lebte fortan in Wolfenbüttel. Darüber hinaus wirkte er in Dresden und Halle (Saale). Er hinterließ zahlreiche hervorragende Messen und Motetten, teils groß angelegt, Orgelwerke und bis heute bedeutsame musikwissenschaftliche Schriften.

Werke:
A solis ortus cardine >>> https://www.youtube.com/watch?v=VCtM0wr3DFo
Alvus tumescit virginis >>> https://www.youtube.com/watch?v=FqP8VCg5V-I
O lux beata trinitas >>> https://www.youtube.com/watch?v=g5dw6mBTeJ0
Te mane laudum carmine >>> https://www.youtube.com/watch?v=Q26lhn_qXmk



PRIXNER, Peter Sebastian (1744-1799)
Peter Sebastian Prixner wurde 1744 in Reichenbach in der Oberpfalz, im heutigen Landkreis Cham geboren. Er besuchte das Jesuiten-Gymnasium St. Paul in Regensburg und trat 1763 in das dortige Kloster St. Emmeram ein, wo er 1768 zum Priester geweiht wurde. Von 1770 bis zu seinem Tod 1799 leitete er mit teils mehrjährigen Unterbrechungen das Musikseminar des Klosters. Er schrieb geistliche Vokalmusik, einige Orgelstücke und ein Lehrwerk mit dem bemerkenswerten Titel: "Kann man nicht in zwey, oder drey Monaten die Orgel gut, und regelmässig schlagen lernen?"

Werke:
Praeludium C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=cZxi_kgTPQQ