Komponisten - Q - R



QUEHL, Hieronymus Florentinus (1694-1739)
Hieronymus Florentinus Quehl wurde 1694 in Zella, dem heutigen Zella-Mehlis im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen geboren. Schon früh erregte er mit seiner Begabung Aufsehen und erhielt seine Ausbildung vor allem durch den Gothaer Hofkapellmeister Christian Friedrich Witt. 1714 wurde er Organist der Hauptkirche St. Marien in Suhl, 1730 wechselte er als Kantor und Organist an die Nikolaikirche in Marktbreit am Main. 1735 trat er in den „dompröbstlichen Schuldienst“ in Fürth ein und wurde Organist an St. Michael in Fürth. Johann Sebastian Bach war der Taufpate von Quehls drittem Sohn. Sein kompositorisches Werk ist bislang nur lückenhaft erschlossen. Zu Quehls Schülern zählte Johann Peter Kellner in Gräfenroda.

Werke:
Aus meines Herzens Grunde >>> folgt
Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich >>> https://www.youtube.com/watch?v=4aq0puphUvE
Nun komm der Heiden Heiland >>> https://www.youtube.com/watch?v=K5IHnVASY8A
Puer natus in Bethlehem >>> https://www.youtube.com/watch?v=9I2tDIdZ_sE
Wach auf, mein Herz und singe >>> folgt



RABICH, Ernst (1865-1933)
Christian Heinrich Ernst Rabich wurde 1856 in Herda im westthüringischen Wartburgkreis, 2 Kilometer westlich von Berka/Werra geboren. Er erhielt seine Ausbildung in Dresden, legte 1885 die staatliche Musiklehrerprüfung ab und war von 1878 bis 1922 Seminarmusiklehrer in Gotha. Ab 1882 wirkte er als Hofkantor in Gotha, von 1898 bis 1918 war er dort Hoforganist. Daneben war er seit 1881 Dirigent der "Liedertafel" in Gotha. Seit 1897 gab er die "Blätter für Haus- und Kirchenmusik" sowie das "Musikalische Magazin" heraus. Rabich komponierte Chorwerke, Motetten und Lieder sowie ein Lehrwerk über die Entwicklung der Oper (Langensalza 1926).

Werke:
Ein feste Burg ist unser Gott >>> folgt
Nun sich der Tag geendet hat >>> folgt



RADECK, Martin (um 1623-1684)
Johann Martin Radeck wurde um 1623 vermutlich in Mühlhausen/Thüringen geboren. Sein Vater Johann Rudolf Radeck, aus Mühlhausen stammend, war dort ab 1633 Kantor an Divi Blasii. 1645 zog die Familie nach Kopenhagen, wo der Vater Organist an der Helligåndskirke wurde. Johann Martin Radeck wurde 1660 zunächst Organist an der Trinitatiskirche zu Kopenhagen und 1662 Nachfolger seines Vaters an der Helligåndskirke. Nach Radecks Tod 1684 heiratete die Witwe seinen Nachfolger Christian Geist. Von seinem kompositorischen Werk sind nur eine Kantate und verschiedenene kleinere Orgelwerke erhalten. 

Werke:
Fuga tertii toni >>> folgt



RAFF, Joachim (1822-1882)
Joseph Joachim Raff wurde 1822 in Lachen im schweizerischen Kanton Schwyz geboren. Zunächst im Schuldienst tätig, zog er 1845 nach Zürich, wo er Franz Liszt begegnete. Als Komponist war Raff weitgehend Autodidakt, doch schon seine ersten Kompositionen ließen eine große Begabung erkennen. Nach einer Zeit als Assistent von Hans von Bülow wurde er 1849 in Weimar Liszts Sekretär. 1853 ging er nach Wiesbaden und wurde 1878 zum Direktor des Hoch’schen Konservatoriums in Frankfurt am Main berufen. Raff war vielseitig und produktiv und fiel durch seinen scharfen Intellekt auf. Zeitgenossen stellten ihn und sein reiches kompositorisches Schaffen in eine Reihe mit Wagner und Brahms.

Werke:
Präludium e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=Se-JzNAE4Ik



RAISON, André (um 1640-1719)
André Raison wurde um 1640 in Nanterre bei Paris geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Abtei Sainte-Geneviève in Nanterre, wo er auch die Stelle des Organisten bekleidete. Später wurde er Organist an der Jesuitenkirche in der Rue Saint-Jacques in Paris. Hier wurde er am Ende des 17. Jahrhunderts als einer besten Organisten der Stadt bezeichnet. Zu seinen Schülern wird Louis-Nicolas Clérambault gezählt. Von Raison stammen zwei im Druck erschienene Sammlungen von Orgelstücken (1688 und 1714 erschienen), die Bach kannte und schätzte. Ein Thema Raisons liegt Bachs berühmter Passacaglia c-moll BWV 582 zugrunde.

Werke:
Kyrie du deuziesme ton >>> https://www.youtube.com/watch?v=NvqXA2f8MiA



RAMIN, Günther (1898-1956)

Günther Werner Hans Ramin wurde 1898 in Karlsruhe geboren. Er besuchte die Thomasschule in Leipzig, sang im Thomanerchor und studierte auf Anraten Karl Straubes ab 1914 am Leipziger Konservatorium. 1919 wurde er als Nachfolger des zum Thomaskantor ernannten Straube neuer Thomasorganist, parallel Gewandhausorganist und Lehrer am Kirchenmusikalischen Institut des Konservatoriums. Er war einer der geistigen Väter der "Orgelbewegung" und gab unzählige Orgelkonzerte im In- und Ausland. Ab 1940 war er, wiederum als Straubes Nachfolger, Thomaskantor. Unermüdlich wirkend, u.a. als Organisator der Bachfeste in Leipzig, erlangte er rasch hohes internationales Ansehen. Zu seinem großen Schülerkreis zählten u.a. Hugo Distler, Karl Richter und Helmut Walcha.

Werke:
Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort >>> folgt
Liebster Immanuel >>> https://www.youtube.com/watch?v=LR1gDc8XJwg
Mit Fried und Freud ich fahr dahin >>> folgt
Straf mich nicht in deinem Zorn >>> https://www.youtube.com/watch?v=h5hJAj5JF1w
Wunderbarer König >>> folgt



RAPHAEL, Georg (1865-1904)
Georg Raphael wurde 1865 in Berlin als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er studierte zunächst in München und Heidelberg Medizin und entschloss sich erst spät zu einer Laufbahn als Musiker. Er konvertierte "aus Liebe zu Bach's Musik" zum evangelischen Glauben und wurde Kompositionsschüler von Albert Becker, dem Direktor des Berliner Domchores, dessen Tochter er dann heiratete. Seit 1892 war er Organist der Lutherkirche in Berlin und wechselte 1901 als Organist und Chordirektor an die Matthäuskirche im heutigen Bezirk Mitte. Er schuf Choralmotetten, geistliche Lieder sowie gediegene Orchester- und Orgelwerke, die jedoch nur wenig bekannt sind.

Werke:
Christe, du Lamm Gottes >>> https://www.youtube.com/watch?v=TYRraDsQzns
Nun laßt uns Gott, dem Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=-yYhZ4UHgLw
Von Gott will ich nicht lassen >>> https://www.youtube.com/watch?v=RKRJFjf2qmA



RAPHAEL, Günter (1903-1960)
Günter Raphael wurde 1903 in Berlin als Sohn des Komponisten Georg Raphael geboren. Er studierte ab 1922 an der Berliner Musikhochschule u.a. bei Robert Kahn und Arnold Mendelssohn. 1926 wurde er zum Lehrer für Kontrapunkt und Musiktheorie an das kirchenmusikalische Institut in Leipzig berufen. 1926 führte Wilhelm Furtwängler seine 1. Sinfonie im Gewandhaus auf, was seinen Durchbruch als Komponist bedeutete. 1934 zog Raphael nach Meiningen, 1939 erhielt er als Halbjude Berufsverbot. 1949 wurde er Lehrer am Konservatorium Duisburg. Gesundheitlich angeschlagen, lehnte er 1956 das ihm angetragene Thomaskantorat ab. Raphael war ein produktiver und vielseitiger Komponist, dessen stets kontrapunktisch geprägter Stil sich im Laufe der Jahrzehnte deutlich wandelte.

Werke:
Freu dich sehr, o meine Seele >>> folgt
Jesu, meines Lebens Leben >>> folgt
Meinen Jesum laß ich nicht >>> folgt
O Gott, du frommer Gott >>> folgt



RATHGEBER, Georg (1869-1949)
Georg Rathgeber wurde 1869 in Laudenbach im heutigen Rhein-Neckar-Kreis geboren. Er erhielt zunächst eine Lehrerausbildung in Schwäbisch Gmünd und war ab 1900 als Musiklehrer in Würzburg tätig. 1903 wurde er Chorleiter an der Stiftskirche der alten hohenzollerischen Residenzstadt Hechingen, Chormeister des hohenzollerischen Sängerbundes und Organist an der dortigen Synagoge. Ab 1920 trat er von allen Ämtern zurück und widmete sich fortan ganz der Komposition. Er schrieb Singspiele, Messen, Männerchöre sowie Orgel- und Orchesterstücke, wobei er sich manchmal auch des Künstlernamens "Max Werner" bediente.

Werke:
Vorspiel Des-Dur >>> folgt
Vorspiel Es-Dur >>> folgt



RATHGEBER, Johann Valentin (1682-1750)
Johann Valentin Rathgeber wurde 1682 in Oberelsbach im heutigen Landkreis Rhön-Grabfeld geboren. Nach dem Studium der Rhetorik, Mathematik und Theologie wurde er 1704 Schulmeister und Organist am Juliusspital in Würzburg. 1707 trat er im Kloster Banz, wo er kurz zuvor Kammerdiener des Abtes wurde, in den Benediktinerorden ein und erhielt 1711 die Priesterweihe. Seitdem war er als Organist, Chorleiter und Prediger, später auch als Regens am Kloster Banz tätig, wo er bis an sein Lebensende blieb. Von 1729 bis 1738 unternahm er eine ausgedehnte Studienreise; ob mit oder ohne Genehmigung seines Abtes, wird heute kontrovers diskutiert. Rathgeber war ein produktiver Komponist von geistlicher Musik, der die praktischen Erfordernisse in den ländlichen Pfarreien im Blick hatte. Aber auch sinnenfreudige weltliche Musik ist aus seiner Feder überliefert (u.a. das populäre "Augsburger Tafel-Confect").

Werke:

Musicalischer Zeit-Vertreib auf dem Clavier

Aria Nr. 1 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=h1ED0vlUSSA
Aria Nr. 2 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=bzFFwakTEy8
Aria Nr. 3 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=ZEM6jCA04d0
Aria Nr. 4 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=qi0E6mwRSbI
Aria Nr. 5 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=Y-tIA3fEbCs
Aria Nr. 6 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=LyoekoYvdgQ
Aria Nr. 7 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=umklGLz_L8A
Aria Nr. 8 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=58UFNGrnIdQ&t=3s
Aria Nr. 9 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=vHaFvaUCgE0
Aria Nr. 10 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=T0SOMm5LwWI
Aria Nr. 11 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=b8VezLRJ-jo
Aria Nr. 12 ex F >>> https://www.youtube.com/watch?v=MJ02jQzblUk
Aria Nr. 13 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=naGYSYn14x0
Aria Nr. 14 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=ByW_3ulkySE
Aria Nr. 15 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=VKm-9ucKDNU
Aria Nr. 16 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=FuViolsvR-E
Aria Nr. 17 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=FvUICI81d1g
Aria Nr. 18 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=XskTysAvPxE
Aria Nr. 19 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=ZMyr0DOcdvc
Aria Nr. 20 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=XcvYQoGGiqU
Aria Nr. 21 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=31nsTD8QMeU
Aria Nr. 22 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=xSst9CzTwpU
Aria Nr. 23 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=WriVAkltmus
Aria Nr. 24 ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=BkeGbbCqyQU
Aria Nr. 25 ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=-2zftGbQ5Io
Aria Nr. 26 ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=rkzWFmxKUB0
Aria Nr. 27 ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=GJ8NP_E6qks
Aria Nr. 28 ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=dvJtrebK4dU
Aria Nr. 29 ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=jrqQSvNI70w
Aria Nr. 30 ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=pVCM-7tTzcI
Aria Nr. 31 ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=d-Aa-7AjVBU&t=21s
Aria Nr. 32 ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=pp5VPaPA6Jo&t=23s
Aria Nr. 33 ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=QowyMNnnAr0&t=23s
Aria Nr. 34 ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=5sFDqCoUuxA
Aria Nr. 35 ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=r3w-hhzKXmg
Aria Nr. 36 ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=OSG6LvHEerA
Aria Nr. 37 ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=1zLz7o_PZyg
Aria Nr. 38 ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=t_rzcKdjIBE
Aria Nr. 39 ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=k7DwfZigU2E
Aria Nr. 40 ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=bQgKtOz4Iho
Aria Nr. 41 ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=tE584NSqNq8
Aria Nr. 42 ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=IKCUCW6h6gw&t=20s
Aria Nr. 43 ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=e4kKowRnLV8&t=13s
Aria Nr. 44 ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=btKIAgU691w
Aria Nr. 45 ex Dis >>> https://www.youtube.com/watch?v=g3w1C38wWXE
Aria Nr. 46 ex E >>> https://www.youtube.com/watch?v=os_puMgKZ1g
Aria Nr. 47 ex c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=w4BRugOVbU4
Aria Nr. 48 ex c-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=Xy0tyZpbi0g
Aria Nr. 49 ex d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=6iDjlycIUBk
Aria Nr. 50 ex d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=-hXhanWxTyM
Aria Nr. 51 (Aria Pastorella) ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=w4ryLzURmRA
Aria Nr. 52 (Aria Pastorella) ex C >>> https://www.youtube.com/watch?v=2DS8z-gqfyw
Aria Nr. 53 (Aria Pastorella) ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=SKqcYzEKnq4
Aria Nr. 54 (Aria Pastorella) ex D >>> https://www.youtube.com/watch?v=uD0MXefz0fo
Aria Nr. 55 (Aria Pastorella) ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=7qz2js_wBt4
Aria Nr. 56 (Aria Pastorella) ex G >>> https://www.youtube.com/watch?v=jGnvJ-GKu-s
Aria Nr. 57 (Aria Pastorella) ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=mf1PLfME-mg
Aria Nr. 58 (Aria Pastorella) ex A >>> https://www.youtube.com/watch?v=Vv2cHiao6l0
Aria Nr. 59 (Aria Pastorella) ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=VPE6xUVOMYc
Aria Nr. 60 (Aria Pastorella) ex B >>> https://www.youtube.com/watch?v=i26AGp4NDmM



RAUCHENECKER, Georg Wilhelm (1844-1906)
Georg Wilhelm Rauchenecker wurde 1844 in München geboren. Er besuchte das dortige Königliche Gymnasium und erhielt Musikunterricht u.a. von den Brüdern Franz und Theodor Lachner. Ab 1860 wirkte er als erster Geiger und Kapellmeister in Lyon, Aix-en-Provence, Carpentras und Avignon. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg ließ er sich in der Schweiz nieder und war Mitglied des Züricher Tonhallenorchesters. 1871 wurde er Musikdirektor in Lenzburg, 1873 Direktor des Musikkollegions in Winterthur. Nach einem kurzen Intermezzo in Berlin ließ er sich 1885 in Elberfeld (heute zu Wuppertal gehörig) nieder, wo er als Dirigent und "Königlich-Preußischer Musikdirektor" wirkte. Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen ist weitgehend in Vergessenheit geraten.

Werke:
Andante a-moll >>> folgt
Andante g-moll >>> folgt



REGER, Max (1873-1916)
Johann Baptist Joseph Maximilian Reger wurde 1873 in in Brand in der Oberpfalz, im heutigen Landkreis Tirschenreuth geboren. Er studierte in Sondershausen und Wiesbaden, u.a. bei Hugo Riemann und zog 1901 nach München, wo er erste Erfolge als Komponist verbuchte, als welcher er ebenso wie als konzertierender Pianist in dieser Zeit äußerst produktiv war. 1907 wurde er als Professor an das  Königliche Konservatorium in Leipzig berufen, wo u.a. Joseph Haas, Johanna Senfter und Fritz Lubrich jun. zu seinen Schülern zählten. 1911 wurde er Hofkapellmeister in Meiningen und zog nach seinem Rücktritt und einem gesundheitlichen Zusammenbruch 1915 nach Jena. Berühmtheit erlangte Reger vor allem durch seine Kompositionen für die Orgel. Obwohl zu Lebzeiten gefeiert wie kaum ein anderer Komponist, musste Reger sich zeitlebens Anfeindungen seitens der traditionalistischen Musikszene, von ihm „Philister“ genannt, gegen seine Werke gefallen lassen.

Werke:

Dreißig kleine Choralvorspiele op. 135a
Ach, bleib mit deiner Gnade (Nr. 1) >>> https://www.youtube.com/watch?v=3BuLp25gR7E
Allein Gott in der Höh sei Ehr (Nr. 2) >>> https://www.youtube.com/watch?v=NdiH0NuvINc
Alles ist an Gottes Segen (Nr. 3) >>> https://www.youtube.com/watch?v=KDjWeBBMYC0
Aus tiefer Not schrei ich zu dir (Nr. 4) >>> https://www.youtube.com/watch?v=sGYRJnAWD0s
Ein feste Burg ist unser Gott (Nr. 5) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Je1RilOX6_A
Eins ist not! Ach Herr, dies Eine (Nr. 6) >>> https://www.youtube.com/watch?v=OG5IWjdBTG4
Es ist das Heil uns kommen her (Nr. 7) >>> https://www.youtube.com/watch?v=wVyP-PlKOJU
Es ist gewißlich an der Zeit (Nr.  >>> https://www.youtube.com/watch?v=YDMtbucriX0
Freu dich sehr, o meine Seele (Nr. 9) >>> https://www.youtube.com/watch?v=LWiWxmLZh2Q
Großer Gott, wir loben dich (Nr. 10) >>> https://www.youtube.com/watch?v=4TlnI1xtaJY
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend (Nr. 11) >>> https://www.youtube.com/watch?v=0AsRcD77E3A
Jerusalem, du hochgebaute Stadt (Nr. 12) >>> https://www.youtube.com/watch?v=wqtyR2VaX3o
Jesus, meine Zuversicht (Nr. 13) >>> https://www.youtube.com/watch?v=a0yKD5PABHU
Liebster Jesu, wir sind hier (Nr. 14) >>> https://www.youtube.com/watch?v=LCfKleBxaLE
Lobe den Herren (Nr. 15) >>> https://www.youtube.com/watch?v=69Dp5KAZD7s
Macht hoch die Tür (Nr. 16) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Xsar8wroxLs
Meinen Jesum laß ich nicht (Nr. 17) >>> https://www.youtube.com/watch?v=CUZ8AKvcdyg
Nun danket alle Gott (Nr. 18) >>> https://www.youtube.com/watch?v=0mNOeH-R6nA
O daß ich tausend Zungen hätte (Nr. 19) >>> https://www.youtube.com/watch?v=IHDe99f2Ozk
O Gott, du frommer Gott (Nr. 20) >>> https://www.youtube.com/watch?v=N1oJzH26yFw
O Haupt voll Blut und Wunden (Nr. 21) >>> https://www.youtube.com/watch?v=hq6uwgzima4
O Welt, ich muß dich lassen (Nr. 22) >>> https://www.youtube.com/watch?v=t2lp6aoKkRk
Valet will ich dir geben (Nr. 23) >>> https://www.youtube.com/watch?v=jcjG_yb-buc
Vom Himmel hoch, da komm ich her (Nr. 24) >>> https://www.youtube.com/watch?v=1JIukYozMdE
Wachet auf, ruft uns die Stimme (Nr. 25) >>> https://www.youtube.com/watch?v=FbIIRV6rwT0
Was Gott tut, das ist wohlgetan (Nr. 26) >>> https://www.youtube.com/watch?v=geFgp7sWivE
Was mein Gott will, das gescheh allzeit (Nr. 27) >>> https://www.youtube.com/watch?v=y384WoOOkFw
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Nr. 28) >>> https://www.youtube.com/watch?v=7xhF3Sh_TlQ
Wie schön leuchtet der Morgenstern (Nr. 29) >>> https://www.youtube.com/watch?v=fHCx16Z3CXM
Wunderbarer König (Nr. 30) >>> https://www.youtube.com/watch?v=GSeNI7lhtmc

Altniederländisches Dankgebet WoW IV/17 >>> https://www.youtube.com/watch?v=iBDWt_Y1iSw
Christ ist erstanden >>> folgt
Es kommt ein Schiff geladen >>> folgt
Fughette über das Deutschlandlied >>> folgt
Morgenglanz der Ewigkeit op. 79b, 4 >>> folgt
Pastorale F-Dur op. 59, 2 >>> folgt
Warum sollt ich mich denn grämen op. 79b, 13 >>> folgt
Wie schön leuchtet der Morgenstern >>> folgt
 



REICHART, Christian (1685-1775)
Christian Reichart (auch "Reichardt" geschrieben) wurde 1685 in Erfurt geboren. Er absolvierte zunächst eine kaufmännische Lehre, studierte Jura und erhielt Orgelunterricht bei Johann Heinrich Buttstedt. Er hatte verschiedene städtische Ämter inne, u.a. das eines "Vormundschaftsbeamten" und bekleidete fast 30 Jahre das Amt des "Stadtchronisten". Von 1718 bis 1734 war er Organist der Erfurter Reglerkirche. Seinen bis heute wirkenden Ruhm verdankt er aber einer ganz anderen Seite seines Schaffens: als Pionier und Förderer des erwerbsmäßigen Gartenbaus in Erfurt, der damit auch Erfurts Ruf als "Blumenstadt" begründete. Sein sechsbändiges Werk "Land- und Gartenschatz" bestimmte für Jahrzehnte die Entwicklung von Gartenbau und Landwirtschaft in Deutschland.

Werke:
Allein zu dir, Herr Jesu Christ (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=4G5-kw_kUqk
Allein zu dir, Herr Jesu Christ (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=0zGpR_RYaZk
Es ist das Heil uns kommen her >>> https://www.youtube.com/watch?v=NrGRGIlvpmU&t=22s
Vater unser im Himmelreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=2l5B1zxYwu8
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Partita) >>> https://www.youtube.com/watch?v=cLYiWCWJGWY



REIMERDES, Friedrich (1909-2000)
Friedrich Reimerdes wurde 1909 in Berlin geboren. Er studierte am Johannesstift in Spandau und war ab 1938 zunächst als Kantor in Goschütz (heute Goszcz) in Schlesien und ab 1939 in Berlin-Heiligensee tätig, wo er - unterbrochen durch den Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg - bis 1976 wirkte. Danach verzog er nach Otterstadt bei Speyer im Rhein-Pfalz-Kreis, wo er von 1979 bis 1994 als Kantor und Organist bei der Protestantischen Kirchengemeinde Waldsee-Otterstadt tätig war. Friedrich Reimerdes schuf eine Vielzahl von Kirchenmusikkompositionen, darunter zahlreiche Orgelwerke, die überwiegend in den Jahren zwischen 1955 und 1990 entstanden sind.

Werke:
Es ist ein Ros entsprungen >>> https://www.youtube.com/watch?v=EjOSVHS1IRw



REINBRECHT, August (1851-1928)

August Reinbrecht wurde 1851 in Fischbeck bei Hameln (heute ein Stadtteil von Hessisch Oldendorf) als Sohn des Stiftsorganisten Friedrich Reinbrecht geboren. Ab 1876 unterrichtete er am Lehrerseminar in Verden a. d. Aller und wurde vor allem durch die Herausgabe einer dreibändigen Sammlung von Choralvorspielen bekannt. Zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören die „22 Orgelvorspiele in den gebräuchlichsten Tonarten zur Übung und zum Gebrauche beim Gottesdienste“. 1906 wurde ihm der Titel "Königlicher Musikdirektor" verliehen. Er starb 1928 in Verden.

Werke:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> https://www.youtube.com/watch?v=W_BYuyMTQso
Auf dich hab ich gehoffet, Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=xBrb5_krAL0&t=1s
Dir, dir, Jehovah, will ich singen >>> https://www.youtube.com/watch?v=_dAVLvWzteM
So nimm denn meine Hände (3 Verse) >>> https://www.youtube.com/watch?v=gYFakBqYIY8
Welt ade, ich bin dein müde >>> https://www.youtube.com/watch?v=ZuNFvd2mMcA



REINECKE, Carl (1824-1910)
Carl Reinecke wurde 1824 in Altona bei Hamburg geboren und studierte, nach erstem Musikunterricht bei seinem Vater, mit Hilfe eines königlichen Stipendiums ab 1843 in Leipzig, wo er im Umfeld Mendelssohns und Schumanns rasch Bekanntheit erlangte. 1847 wurde er dänischer Hofpianist, 1849 Dirigent in Bremen und ab 1851 Klavierdozent in Leipzig. Ab 1854 war Reinecke Kapellmeister in Barmen bei Wuppertal, ab 1859 sodann in Breslau, bevor er 1860 für 35 Jahre (bis 1895) das Amt des Leipziger Gewandhauskapellmeisters übernahm. Reinecke vertrat musikästhetisch eine eher konservative Position; vor allem die Werke Mozarts galten ihm bis zuletzt als Vorbilder. Zu seinen zahlreichen Schülern zählten u.a. Max Bruch, Edvard Grieg, Carl Piutti und Leoš Janáček.

Werke:
Andante serioso d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=5czmXbFemrA
Jesu, meine Freude >>> folgt



RELLSTAB, Johann Carl Friedrich (1759-1813)
Johann Carl Friedrich Rellstab wurde 1759 in Berlin geboren. Er studierte bei Johann Friedrich Agricola und Carl Friedrich Christian Fasch und wollte seine Ausbildung eigentlich noch bei Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg fortsetzen, als er 1779 die Druckerei seines Vaters übernehmen mußte. Er baute das Unternehmen zu einer Musikalienhandlung aus und gründete 1783 das erste "Musikalien-Leihinstitut" in Berlin. Ab 1792 trat er in die Singakademie ein, wo er neben Fasch und Zelter einer der Dirigenten war. Er war ein guter Clavierspieler und eine einflußreiche Persönlichkeit des Berliner Musiklebens. Doch im Krieg 1806 verlor er fast sein gesamtes Vermögen.

Werke:
Sonata D-Dur >>> folgt



REMBT, Johann Ernst (1749-1810)
Johann Ernst Rembt wurde 1749 im südthüringischen Suhl geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er bei Johann Peter Kellner in Gräfenroda. Ernst Ludwig Gerber berichtet, daß Rembt 1768 die Niederlande und Frankreich bereiste, wo man sein Orgelspiel bewunderte. 1772 wurde er Organist an der Suhler Kreuzkirche, 1773 an der Hauptkirche St. Marien. Von kleineren Reisen abgesehen, blieb er bis an sein Lebensende in Suhl tätig. Seine Orgelwerke, meist in Trio-Form, sind u.a. Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adam Hiller gewidmet und gehören zum Besten, was in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im mitteldeutschen Raum für die Orgel geschaffen wurde.

Werke:
Nun danket alle Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=gckR7uOOwz4



RENNER jun., Joseph (1868-1934)
Joseph Renner jun. wurde 1868 in Regensburg geboren. Ab 1883 studierte er an der Kirchenmusikschule Regensburg bei Franz Xaver Haberl, Michael Haller und Joseph Hanisch und setzte seine Studien in München an der Königlich-Bayerischen Musikschule fort, wo Joseph Rheinberger sein Orgellehrer war. 1893 wurde er zum Domorganisten in Regensburg berufen. Zudem war er Dozent an der Kirchenmusikschule und wurde 1914 zum Professor ernannt. Joseph Renner entwickelte seinen Kompositionsstil auf der Grundlage der Kunst Rheinbergers und der "Münchner Schule". Neben zahlreichen Orgelwerken schuf Renner auch Vokal- und Instrumentalwerke, in denen er gekonnte kontrapunktische Arbeit mit romantisch-chromatischer Harmonik verbindet.

Werke:
Moderato d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=W7_WXndyiT0
Poco lento B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=kLfxZe86CJE
Präludium C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=Uqb3hPu5CeI
Präludium e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=I6maYj496Po



REUTTER der Ältere, Georg (1656-1738)
Georg Reutter der Ältere wurde 1656 in Wien geboren und war mit größter Wahrscheinlichkeit ein Schüler von Johann Caspar Kerll. 1686 wurde er Kerlls Nachfolger als Organist am Wiener Stephansdom. 1697 wurde er darüber hinaus in der Wiener Hofmusikkapelle als Theorbist angestellt und wurde kurz darauf Hof- und Kammerorganist. 1712 wurde er zunächst zweiter, 1715 dann erster Kapellmeister des Stephansdoms. Sein Sohn (Georg Reutter der Jüngere, 1708-1772) war ebenfalls führend im Wiener Musikleben der Barockzeit. Vom Vater sind Messen und eine ganze Reihe von Kompositionen für die Orgel und andere Tasteninstrumente überliefert.

Werke:
Fuga in F >>> folgt
Praeambulum und Versetten secundi toni >>> folgt



RHEINBERGER, Joseph Gabriel (1839-1901)
Joseph Gabriel Rheinberger wurde 1839 im liechtensteinischen Vaduz geboren. Schon früh zeigte sich seine Begabung; 1851 ging er nach München und besuchte das Königliche Conservatorium für Musik, seine Orgellehrer waren Johann Georg Herzog und Franz Lachner. 1857 wurde Rheinberger Hoforganist an der Theatinerkirche (St. Kajetan), 1863 Hoforganist an der Hofkirche St. Michael. 1867 wurde er zum Professor an der neu gegründeten Königlich-Bayerischen Musikschule ernannt. 1877 wurde er Hofkapellmeister des bayerischen Königs Ludwig II. und gehörte zu den erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit. Durch sein Schaffen nahm er eine zentrale Position in der katholischen Kirchenmusik in Deutschland ein und steht als bedeutender Repräsentant am Ende der klassisch-romantischen Epoche.

Werke:
Fughetta d-moll >>> folgt
Präludium B-Dur >>> folgt
Präludium d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=2l23oysOyIg
Präludium Es-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=C1H17e2Gr34
Präludium F-Dur >>> folgt



RICCI, Luigi (1805-1859)
Luigi Ricci wurde 1805 wahrscheinlich in Neapel geboren, wo er am dortigen Konservatorium u.a. bei Niccoló Antonio Zingarelli studierte. Er wandte sich der "opera buffa" zu und konnte etwa mit "Chiara di Rosemberg" einige Erfolge verbuchen. 1836 wurde er "Maestro di cappella" in Triest und war Konzertmeister am Teatro Grande der Stadt. Er reiste - zusammen mit zwei jungen Prager Sängerinnen, von denen er eine später heiratete, mit der anderen aber ebenfalls weiter zusammenlebte - ab 1844 über Odessa und Kopenhagen, um 1848 nach Triest zurückzukehren. Seine Bedeutung liegt vor allem auf dem Gebiet der Opera buffa, in welcher er oftmals Volkslieder verwendete. 

Werke:
Tarantella Napoletana >>> folgt



RICHTER, Ernst Friedrich (1808-1879)
Ernst Friedrich Richter wurde 1808 in Großschönau im Zittauer Gebirge an der Grenze zu Tschechien geboren. Er studierte Theologie und Musik und wurde 1843 als Lehrer für Harmonielehre und Kontrapunkt an das Königliche Konservatorium für Musik zu Leipzig berufen, wo er neben Mendelssohn und Schumann wirkte. 1851 wurde er Organist der Leipziger Peterskirche und 1863 an der Nikolaikirche. 1868 wurde der Thomaskantor in Leipzig, gleichzeitig Universitäts-Musikdirektor und Professor am Konservatorium. Seine zahlreichen Chor- und Orgelwerke entwickeln sich auf der Grundlage des alten, strengen Kontrapunkts und sind ein typisches Zeugnis des Leipziger Stils jener Zeit: konservativ, auf Bach fußend, doch sehr klangschön und anspruchsvoll.

Werke:
Jesu, meine Freude >>> https://www.youtube.com/watch?v=KDABogaxBaM
O Traurigkeit, o Herzeleid >>> https://www.youtube.com/watch?v=rZX78i3vWvw



RICHTER, Ferdinand Tobias (1651-1711)

Ferdinand Tobias Richter wurde 1651 in Würzburg geboren. Von seinem Vater früh musikalisch unterrichtet, war er ab 1675 Organist am Stift Heiligenkreuz bei Wien. 1683 kam er auf Wunsch Kaiser Leopolds I. nach Wien, um dort die Nachfolge von Carlo Cappellini als Hof- und Kammerorganist anzutreten und wurde 1690 zum Ersten Hoforganisten ernannt. Dieses Amt übte Richter bis zu seinem 1711 Tod aus. Er war (neben Buxtehude) einer der beiden Widmungsträger von Johann Pachelbels "Hexachordum Apollinis". Richter schuf Jesuitendramen, darüber hinaus Opern und Oratorien sowie Sonaten und Suiten etc. für Tasteninstrumente.

Werke:
Toccatina in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=WR097Et0Fjs



RICHTER, Johann Christian Christoph (1727-1779)
Johann Christian Christoph Richter wurde 1727 in Neustadt am Kulm in der nördlichen Oberpfalz geboren. Er studierte Theologie und Musik und war danach zunächst in Wunsiedel als dritter Lehrer (Tertius) und Organist angestellt. 1765 übernahm er eine Pfarrstelle in Joditz im heutigen Landkreis Hof und 1776 die besser dotierte Pfarrstelle in Schwarzenbach an der Saale. Sein 1763 geborener Sohn Johann Paul Friedrich Richter erlangte unter dem Namen "Jean Paul" als Romanschriftsteller große Berühmtheit. Zwei Choralvorspiele des Vaters sind in einer Abschrift von Wilhelm Krumbach im Stadtarchiv Wunsiedel erhalten.

Werke:
Jesu, meines Lebens Leben >>> folgt
Mitten wir im Leben sind >>> folgt
 



RIEDEL, Hermann (1813-1892)
Hermann Riedel wurde 1813 in Weida im thüringischen Landkreis Greiz geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Weimar und übernahm 1832 seine erste Lehrer- und Kantorenstelle in Dorndorf (heute ein Teil der Stadt Dornburg-Camburg im Saale-Holzland-Kreis). 1838 wechselte er in gleicher Funktion nach Auma bei Weida, bevor er 1857 als Lehrer und Kantor ins nicht weit entfernte Neustadt an der Orla berufen wurde. Weithin wurde sein Orgelspiel als "feinsinnig und vollendet" gerühmt. Er wird als gemütvoll und freundlich geschildert, seine überlieferten Orgelwerke sind beste Thüringer "Kleinstadt-Kantoren-Romantik", die zu entdecken eine lohnende Aufgabe darstellt.

Werke:
Adagio C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=4-F_0FAo6rQ
Es ist genug >>> folgt
Herr Gott, dich loben wir >>> https://www.youtube.com/watch?v=4DYA7CCcxC0
Ich hab mein Sach Gott heimgestellt >>> https://www.youtube.com/watch?v=zfx1mC-O4x0
In dich hab ich gehoffet, Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=-lT1QHOecmE
Jerusalem, du hochgebaute Stadt >>> folgt
Moderato D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=lS5XlOexi2I
Von Gott will ich nicht lassen >>> https://www.youtube.com/watch?v=z7qel40gr5c
Wenn meine Sünd mich kränken >>> folgt



RIEMANN, Hugo (1849-1919)
Karl Wilhelm Julius Hugo Riemann wurde 1849 in Großmehlra bei Sondershausen in Nordthüringen geboren. Nach erstem Musikunterricht beim Sondershausener Kapellmeister Heinrich Frankenberger studierte er in Berlin und Tübingen Jura, Germanistik und Geschichte sowie ab 1871 in Leipzig Komposition und Musiktheorie bei Carl Reinecke und Ernst Friedrich Richter. Ab 1878 wirkte er, von Unterbrechungen wie etwa seiner Lehrtätigkeit von 1881 bis 1890 in Hamburg abgesehen, in Leipzig; 1905 wurde er zum Professor ernannt. Als Lehrer - sein bekanntester Schüler war Max Reger - und vor allem als Musiklexikograph hat er große Bedeutung erlangt. "Riemanns Musiklexikon" gilt bis heute als unverzichtbares Standardwerk. Seine eigenen Kompositionen sind hingegen vergessen. 

Werke:
Herr, ich habe mißgehandelt >>> folgt



RIEMENSCHNEIDER, Georg (1848-1913)
Georg Riemenschneider wurde 1848 in Stralsund geboren. Er war ein Schüler von Karl Adolf Lorenz in Stettin - der zuvor ab 1864 in Stralsund gewirkt hatte - und von Carl August Haupt in Berlin. Er war nach seinem Studium Theaterkapellmeister tätig, zunächst in Düsseldorf und dann an der "Deutschen Oper" in Amsterdam. Von 1889 bis 1898 leitete Riemenschneider das Philharmonische Orchester in Breslau, wo er auch als Musiklehrer wirkte und 1907 zum Professor ernannt wurde. Er hinterließ Sinfonische Dichtungen, Orgelwerke und Opern; darüber hinaus vertonte er niederdeutsche Geschichte und galt als beliebter Fritz-Reuter-Rezitator.

Werke:
Abendlied >>> folgt
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig >>> folgt
Freu dich sehr, o meine Seele >>> folgt



RIGLER, Franz Paul (1747/1748-1796)
Franz Xaver Paul Rigler wurde 1747 oder 1748 an einem unbekannten Ort geboren, wahrscheinlich in oder im näheren Umkreis von Wien. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. Ab etwa 1775 lebte und wirkte er in Preßburg (Bratislava) als konzertierender Musiker und Musikprofessor an der Hauptnationalschule. Die 1779 von ihm gegründete Musikklasse trug als erste sog. "Musterschule" in Ungarn und im mittleren Donaugebiet den Charakter einer öffentlichen Musikschule. Wegen einer Erkrankung schränkte Rigler seit 1788 seine Aktivitäten immer weiter ein. Er zog sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück und verstarb in Wien. Seine interessanten Orgelwerke sind Musterbeispiele liturgischer Orgelimprovisation jener Zeit.

Werke:
Praeludium unter der Aufwandlung >>> https://www.youtube.com/watch?v=iDRFiXEgTt8



RINCK, Christian Heinrich (1770-1846)
Christian Heinrich Rinck wurde 1770 in Elgersburg im heutigen thüringischen Ilm-Kreis geboren. Er war ein Schüler von Johann Christian Kittel in Erfurt und trat 1790 seine erste Stelle als Stadtorganist im hessischen Gießen an. 1803 wurde er dort Universitätsmusikdirektor, doch schon 1805 nach Darmstadt berufen. Dort wurde er Kantor und Organist der Stadtkirche, später Hoforganist und großherzoglicher Kammermusiker. Zudem wirkte Rinck als Musiklehrer am "Paedagogium" und als einflussreicher Musikkritiker. Rinck galt schon früh als einer der besten Organisten seiner Zeit, wurde als Orgelsachverständiger konsultiert und unternahm mehrere Konzertreisen. Mit seinen (gefühlt) unzähligen Orgelwerken gilt er als herausragende Persönlichkeit der Kirchenmusikgeschichte des 19. Jahrhunderts. In ihnen verband er geschickt die barocke Kontrapunktik mit den neuen Klangvorstellungen von Klassik und Romantik.

Werke:
Andante A-Dur op. 1,1 >>> https://www.youtube.com/watch?v=VcKnTh5AGdQ
Maestoso C-Dur op. 1,2 >>> https://www.youtube.com/watch?v=Ow3wtOO_bvw
Adagio c-moll op. 1,3 >>> https://www.youtube.com/watch?v=9g6UoeCus6Y
Andante Es-Dur op. 1,5 >>> folgt
Maestoso e-moll op. 1,7 >>> https://www.youtube.com/watch?v=iOfbVYcB0UQ
Moderato G-Dur op. 1,10 >>> https://www.youtube.com/watch?v=j_xpDJZn4Rk
Andante g-moll op. 1,11 >>> folgt

Adagio cantabile f-moll op. 2,x >>> folgt
Moderato d-moll op. 2,x >>> folgt
Adagio Es-Dur op. 2,x >>> folgt

Largo a-moll op. 25,4 >>> https://www.youtube.com/watch?v=Gp7kq6kPz5o
Adagio D-Dur op. 25,6 >>> https://www.youtube.com/watch?v=TRWXcwic9PQ
Andante d-moll op. 25,8 >>> https://www.youtube.com/watch?v=mo0XI3Zw1Mk
Praeludium con gravita c-moll op. 25,9 >>> https://www.youtube.com/watch?v=tpbJIOFDPBw

Fugiertes Nachspiel d-moll op. 48,1 >>> https://www.youtube.com/watch?v=fEFujIPzOUY

12 Orgelpräludien op. 49
Andante C-Dur (Nr. 1) >>> https://www.youtube.com/watch?v=yL5euj3LA3w
Moderato F-Dur (Nr. 2) >>> https://www.youtube.com/watch?v=yL5euj3LA3w
Con moto A-Dur (Nr. 3) >>> https://www.youtube.com/watch?v=yL5euj3LA3w
Andante Es-Dur (Nr. 4) >>> https://www.youtube.com/watch?v=vqtBQBNBIPw&t=5s
Moderato As-Dur (Nr. 5) >>> https://www.youtube.com/watch?v=vqtBQBNBIPw&t=5s
Andante a-moll (Nr. 6) >>> https://www.youtube.com/watch?v=vqtBQBNBIPw&t=5s
Maestoso e-moll (Nr. 7) >>> https://www.youtube.com/watch?v=SlXnathbHzk
Andante E-Dur (Nr. >>> https://www.youtube.com/watch?v=SlXnathbHzk
Andante c-moll (Nr. 9) >>> https://www.youtube.com/watch?v=SlXnathbHzk
Allegro moderato D-Dur (Nr. 10) >>> https://www.youtube.com/watch?v=cRp47TOrb-g
Allegretto C-Dur (Nr. 11) >>> https://www.youtube.com/watch?v=cRp47TOrb-g
Moderato d-moll (Nr. 12) >>> https://www.youtube.com/watch?v=cRp47TOrb-g

Moderato d-moll op. 55 I, 18 >>> https://www.youtube.com/watch?v=t58UuJS6fGw
Nun sich der Tag geendet hat (Partita) op. 55 II, 1 >>> https://www.youtube.com/watch?v=U7ztljNBUII
Nun ruhen alle Wälder (Partita) op. 55 II, 2 >>> https://www.youtube.com/watch?v=-0rrP-DkZG8
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Partita) op. 55 II, 4 >>> https://www.youtube.com/watch?v=uR_ZXjSL--A
Nachspiel c-moll op. 55 III, 11 >>> https://www.youtube.com/watch?v=SJyKgC2vaaM
Nachspiel e-moll op. 55 IV, 3 >>> folgt
Nachspiel b-moll op. 55 IV, 4 >>> https://www.youtube.com/watch?v=AGBHV443c50
Nachspiel g-moll op. 55 IV, 7 >>> https://www.youtube.com/watch?v=xfZ_tikhNt8
Nachspiel h-moll op. 55 IV, 12 >>> https://www.youtube.com/watch?v=0yaNa77gQ-Q
Adagio und Fuge f-moll op. 55 VI, 4>>> https://www.youtube.com/watch?v=GYWWeaBUiTM

12 Adagios op. 57
Adagio F-Dur (Nr. 1) >>> https://www.youtube.com/watch?v=_PE-cZP1iXs
Adagio G-Dur (Nr. 2) >>> https://www.youtube.com/watch?v=f6eVpqg9KOE
Adagio e-moll (Nr. 3) >>> https://www.youtube.com/watch?v=QpGnvTtbgUw
Adagio C-Dur (Nr. 4) >>> https://www.youtube.com/watch?v=xCjD1Y3iatE
Adagio B-Dur (Nr. 5) >>> https://www.youtube.com/watch?v=yAoCDhTG2wc
Adagio Es-Dur (Nr. 6) >>> https://www.youtube.com/watch?v=bW5a0MamU_Q
Adagio a-moll (Nr. 7) >>> https://www.youtube.com/watch?v=S5Iwx_2BQrQ
Adagio E-Dur (Nr. >>> https://www.youtube.com/watch?v=b6Tmd9_DT7A
Adagio g-moll (Nr. 9) >>> https://www.youtube.com/watch?v=tE8RpsNMzgw
Adagio D-Dur (Nr. 10) >>> https://www.youtube.com/watch?v=lMiLv7wuG-0
Adagio A-Dur (Nr. 11) >>> https://www.youtube.com/watch?v=mKFHvXi-1iA
Adagio d-moll (Nr. 12) >>> https://www.youtube.com/watch?v=_0EtNCaNCmc

Fughetta D-Dur op. 84 II, 2 >>> folgt
Fughetta e-moll op. 84 II, 6 >>> https://www.youtube.com/watch?v=BgT2xcMtUwk
Fughetta g-moll op. 84 II, 7 >>> folgt

Vorspiele zu den gebräuchlichsten Chorälen op. 105
Ach Gott und Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=ElkAvArL_20
Ach Gott, vom Himmel sieh darein >>> https://www.youtube.com/watch?v=orkuTpyljms
Ach Herr, mich armen Sünder >>> https://www.youtube.com/watch?v=moDNQBkMMkk
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig >>> https://www.youtube.com/watch?v=rzI8Hc19ELI
Ach, sieh ihn dulden, bluten, sterben >>> https://www.youtube.com/watch?v=pWCaU0kIBjM
Alle Menschen müssen sterben (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=SlpMvRcmAoE
Alle Menschen müssen sterben (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=SlpMvRcmAoE
Allein Gott in der Höh sei Ehr >>> https://www.youtube.com/watch?v=h0jP6_nteeo
Allein zu dir, Herr Jesu Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=gBh4om4JFIw
Alles ist an Gottes Segen >>> https://www.youtube.com/watch?v=GJbgK20DJh4
An Wasserflüssen Babylon >>> https://www.youtube.com/watch?v=wrMM7rWhu1A
Auf diesen Tag bedenken wir >>> https://www.youtube.com/watch?v=f7eIyGCHIAw
Auf meinen lieben Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=3gYSBORPaNM
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=kNkH3IVIGFA
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=o6QYb6QR018
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (III) >>> https://www.youtube.com/watch?v=o6QYb6QR018
Auferstehen, ja auferstehen >>> https://www.youtube.com/watch?v=oeS79P3AcYo
Aus meines Herzens Grunde >>> https://www.youtube.com/watch?v=yZfvZbmfZf0
Aus tiefer Not schrei ich zu dir (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=7PjJ3B3gw_U
Aus tiefer Not schrei ich zu dir (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=7PjJ3B3gw_U
Befiehl du deine Wege >>> https://www.youtube.com/watch?v=u88b-bZKtGg
Christ fuhr gen Himmel >>> https://www.youtube.com/watch?v=GfnEhWwz28s
Christ ist erstanden >>> https://www.youtube.com/watch?v=-y9WJw5VXmo
Christ lag in Todesbanden >>> https://www.youtube.com/watch?v=ZSBXb8LZvNo
Christ, unser Herr, zum Jordan kam >>> https://www.youtube.com/watch?v=zKlDkOms3MY
Christe, du Lamm Gottes >>> https://www.youtube.com/watch?v=x9gYHi4HBnE
Christus, der ist mein Leben (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=OUXrC1wm8oc
Christus, der ist mein Leben (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=OUXrC1wm8oc
Christus, der uns selig macht >>> https://www.youtube.com/watch?v=B-oXHYuPn-M
Da Jesus an dem Kreuze stund >>> https://www.youtube.com/watch?v=z_5u9UsjILw
Das Hallelujah (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=3KVdC01miF4
Das Hallelujah (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=3KVdC01miF4
Der am Kreuz ist meine Liebe >>> https://www.youtube.com/watch?v=9MO8qO1EMCQ
Der Tag, der ist so freudenreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=elf2vN9_Ogo
Die Einsetzungsworte >>> https://www.youtube.com/watch?v=sbA4pV5ZGTw
Dir, dir, Jehovah, will ich singen (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=t_zKZK0jzmM
Dir, dir, Jehovah, will ich singen (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=t_zKZK0jzmM
Du Friedefürst, Herr Jesu Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=920xb7LxtZo
Du Geist des Herrn >>> https://www.youtube.com/watch?v=84Jfc1Lim90
Durch Adams Fall ist ganz verderbt >>> https://www.youtube.com/watch?v=z0Yfk2ap74Y
Ein feste Burg ist unser Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=zd_Cnbr6Z7g
Eins ist not! (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=WH2B_jhav6g
Eins ist not! (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=WH2B_jhav6g
Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort >>> https://www.youtube.com/watch?v=lC7sk-MbFMc
Ermuntre dich, mein schwacher Geist >>> https://www.youtube.com/watch?v=XBOOHRx3UTo
Errett mich, o mein lieber Herre >>> https://www.youtube.com/watch?v=ubO3nL48nzM
Erschienen ist der herrlich Tag >>> https://www.youtube.com/watch?v=ABpLWrTUXp0
Erstanden ist der heil'ge Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=k3lGYZsWS5s
Es ist das Heil uns kommen her (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=pR1_S_HP0pk
Es ist das Heil uns kommen her (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=pR1_S_HP0pk
Es spricht der Unweisen Mund wohl >>> https://www.youtube.com/watch?v=JCfeSZWLSl8
Es wolle Gott uns gnädig sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=gXFtpb2NyQU
Freuet euch, ihr Christen alle >>> https://www.youtube.com/watch?v=czs9dxw6RaE
Fröhlich soll mein Herze springen >>> https://www.youtube.com/watch?v=DrQFhhUuCpA
Gelobet seist du, Jesu Christ (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Mm4Rjwvtwr0
Gelobet seist du, Jesu Christ (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Mm4Rjwvtwr0
Gib dich zufrieden und sei stille >>> https://www.youtube.com/watch?v=pRGQFRl7Rc4
Gott des Himmels und der Erden (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=azAgnZ0WEe4
Gott des Himmels und der Erden (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=azAgnZ0WEe4
Gott ist getreu >>> https://www.youtube.com/watch?v=qMFY5HEi9B0
Gott ist mein Lied (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=LZYp2KpLftk&t=22s
Gott ist mein Lied (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=LZYp2KpLftk&t=22s
Gott sei gelobet und gebenedeiet >>> https://www.youtube.com/watch?v=MDJ5hhulf7Y
Gott wolln wir loben >>> https://www.youtube.com/watch?v=EMUZu64kIjo
Gott, der Vater, wohn uns bei >>> https://www.youtube.com/watch?v=JF_fVOTsoX8
Gottes Sohn ist kommen >>> https://www.youtube.com/watch?v=Yg8-u47Yupw
Heilig ist Gott der Vater >>> https://www.youtube.com/watch?v=pzmH-gvJY78
Helft mir Gott's Güte preisen (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Qo4B7JXO0qk&t=6s
Helft mir Gott's Güte preisen (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Qo4B7JXO0qk&t=6s
Herr Christ, der einig Gottes Sohn >>> https://www.youtube.com/watch?v=9DAI_Ns_4Ks
Herr Gott, dich loben alle wir >>> https://www.youtube.com/watch?v=nlbueE26CxY
Herr Gott, dich loben wir >>> https://www.youtube.com/watch?v=Wiwi5I3R1hE
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=oXWHisLlGAE
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=oXWHisLlGAE
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=pQFbpRVkYXw
Herzliebster Jesu >>> https://www.youtube.com/watch?v=98isEyCKmLM
Hilf Gott, daß mir's gelinge >>> https://www.youtube.com/watch?v=u6Gi5PIVuJo
Himmelan, nur himmelan (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=FTNLTS9F7EM
Himmelan, nur himmelan (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=FTNLTS9F7EM
Ich dank dir schon durch deinen Sohn >>> https://www.youtube.com/watch?v=UX3QaGtXGDs
Ich dank dir, lieber Herre >>> https://www.youtube.com/watch?v=8komMb3Z-sk
Ich komm jetzt als ein armer Gast >>> https://www.youtube.com/watch?v=Z9TEA75ujFg
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ >>> https://www.youtube.com/watch?v=J0X69oBPQHs
In dich hab ich gehoffet, Herr >>> https://www.youtube.com/watch?v=mXJFngc-3zo
Jauchzet dem Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=YEqFV0zipHM
Jerusalem, du hochgebaute Stadt >>> https://www.youtube.com/watch?v=uKbSyLJbYOo
Jesaja, dem Propheten, das geschah >>> https://www.youtube.com/watch?v=lbqjlhOy83Q
Jesu, meine Freude >>> https://www.youtube.com/watch?v=31zW8HLWcxA
Jesu, meines Lebens Leben (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=hJeN7bqnZjM
Jesu, meines Lebens Leben (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=eVvsoRhV0pI
Jesus Christus, unser Heiland (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=_pNKgo89D4A
Jesus Christus, unser Heiland (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=aYpEnTsHxMM
Jesus, meine Zuversicht (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=KMwEQ_l0SGo
Jesus, meine Zuversicht (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=KMwEQ_l0SGo
Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist >>> https://www.youtube.com/watch?v=E8r5wg6EfbU
Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen >>> https://www.youtube.com/watch?v=u8jBLemgff8
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=kSol26JbI7c
Komm, o komm, du Geist des Lebens >>> https://www.youtube.com/watch?v=0bcRsnOlA8o
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn >>> https://www.youtube.com/watch?v=MNwqFB523mA
Liebster Jesu, wir sind hier (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=udbXWwbnV78
Liebster Jesu, wir sind hier (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=udbXWwbnV78
Lobe den Herren, den mächtigen König >>> https://www.youtube.com/watch?v=FhgvVLJ9MaU 
Lobe den Herren, denn er ist sehr freundlich >>> https://www.youtube.com/watch?v=Il00_DTr7Sk
Lobet den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=1LF3NKYESec
Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=l0veLjmcB0U
Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=l0veLjmcB0U
Mache dich, mein Geist, bereit (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=DNvTAimDQtA
Mache dich, mein Geist, bereit (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=DNvTAimDQtA
Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=qJOG7DVK4Pg
Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=qJOG7DVK4Pg
Macht hoch die Tür >>> https://www.youtube.com/watch?v=9s8t5nXrIgU
Mein Herzens Jesu, meine Lust >>> https://www.youtube.com/watch?v=d41ACMym1wY
Meine Seele hängt am Kreuz >>> https://www.youtube.com/watch?v=QwRCFQ4Dtm4
Meine Seele lobsinget dem Herrn >>> https://www.youtube.com/watch?v=1JUotRnRN6E
Meinen Jesum laß ich nicht >>> https://www.youtube.com/watch?v=HGdvc0tM7yw
Mit Fried und Freud ich fahr dahin >>> https://www.youtube.com/watch?v=GalT-WlqM-w
Mitten wir im Leben sind >>> https://www.youtube.com/watch?v=AncRJiZ6TY8
Morgenglanz der Ewigkeit >>> https://www.youtube.com/watch?v=E8BHTyxTFaI
Nun bitten wir den Heiligen Geist >>> https://www.youtube.com/watch?v=YhOwMZqX1VE
Nun danket all und bringet Ehr >>> https://www.youtube.com/watch?v=BKWuIYCWOps
Nun danket alle Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=3SdSJW1-8Zc
Nun freut euch, lieben Christen g'mein (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=kP8H-aR3Abo
Nun freut euch, lieben Christen g'mein (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=kP8H-aR3Abo
Nun freut euch, lieben Christen g'mein (III) >>> https://www.youtube.com/watch?v=UkXaXxB62Vw
Nun komm der Heiden Heiland >>> https://www.youtube.com/watch?v=GY173UlONjc
Nun laßt uns den Leib begraben (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=1-JlYEv-ylk
Nun laßt uns den Leib begraben (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=1-JlYEv-ylk
Nun laßt uns Gott, dem Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=0fD2T5O6DI0
Nun lob, mein Seel, den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=sfUbw9w626Y
Nun ruhen alle Wälder (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=hI2QwPpYZD0
Nun ruhen alle Wälder (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=hI2QwPpYZD0
Nun sich der Tag geendet hat >>> https://www.youtube.com/watch?v=UU9yVNCxDB0
Nun singet und seid froh (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=_c8tGt1CIuk
Nun singet und seid froh (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=_c8tGt1CIuk
O du Liebe meiner Liebe >>> https://www.youtube.com/watch?v=fVLUW0VBGxU
O Gott, du frommer Gott (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=USvHTeDRsbY
O Gott, du frommer Gott (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=USvHTeDRsbY
O Heiliger Geist, o heiliger Gott (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=QZMzuzH9CSs
O Heiliger Geist, o heiliger Gott (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=QZMzuzH9CSs
O Herre Gott, dein göttlich Wort >>> https://www.youtube.com/watch?v=InfxwWOQFYE
O höchster Gott, o unser lieber Herre >>> https://www.youtube.com/watch?v=6YdVBcRXtEU
O Jesu Christ, dein Kripplein ist >>> https://www.youtube.com/watch?v=O0OcgLNWDEI
O Lamm Gottes unschuldig (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Uzz5g1aQl1c
O Lamm Gottes unschuldig (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=Uzz5g1aQl1c
O Lamm Gottes, der du trugest >>> https://www.youtube.com/watch?v=CIZ6KGERGTM
O Mensch, bewein dein Sünde groß >>> https://www.youtube.com/watch?v=vGju4oMYCxU
O Traurigkeit, o Herzeleid (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=gKUz3nq3bUw
O Traurigkeit, o Herzeleid (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=gKUz3nq3bUw 
O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen >>> https://www.youtube.com/watch?v=U_kcCMh1LSg
O, wir armen Sünder >>> https://www.youtube.com/watch?v=DSN_UOMWELM
Schaffe in mir, Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=IMAjwkWiz20
Schmücke dich, o liebe Seele (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=uqewTK0ArwA
Schmücke dich, o liebe Seele (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=uqewTK0ArwA
Schmücke dich, o liebe Seele (III) >>> https://www.youtube.com/watch?v=uqewTK0ArwA
Seelenbräutigam >>> https://www.youtube.com/watch?v=K7NnDwpuv1g
Seht die Mutter dort voll Schmerzen (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=BmkMNzmwPmU
Seht die Mutter dort voll Schmerzen (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=BmkMNzmwPmU
So gehst du nun, mein Jesu, hin >>> https://www.youtube.com/watch?v=rbkqURe4fiI
Sollt ich meinem Gott nicht singen >>> https://www.youtube.com/watch?v=Y92yeF3mQE0
Unser Herrscher, unser König >>> https://www.youtube.com/watch?v=jTCrCBKD31Y
Vater unser im Himmelreich >>> https://www.youtube.com/watch?v=Tlk3N9qWBus
Verleih uns Frieden gnädiglich >>> https://www.youtube.com/watch?v=2CuRRC-2sRU
Vom Himmel hoch, da komm ich her (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=FgkOXUCqDjc
Vom Himmel hoch, da komm ich her (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=FgkOXUCqDjc
Wachet auf, ruft uns die Stimme >>> https://www.youtube.com/watch?v=XZA2carmT4o
Warum sollt ich mich denn grämen >>> https://www.youtube.com/watch?v=3qld0Bg-knY
Was Gott tut, das ist wohlgetan (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=xMXNJgWQPO4
Was Gott tut, das ist wohlgetan (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=xMXNJgWQPO4
Was mein Gott will, das gescheh allzeit >>> https://www.youtube.com/watch?v=6cHACvZbzbM
Wenn mein Stündlein vorhanden ist >>> https://www.youtube.com/watch?v=mGBFDtO4WfA
Wenn wir in höchsten Nöten sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=EmaqK-Y6xdw
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 1. Melodie (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=O2hfp3GUxJs
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 1. Melodie (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=O2hfp3GUxJs
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 2. Melodie (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=q7q4d-op7PI
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 2. Melodie (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=q7q4d-op7PI
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 2. Melodie (III) >>> https://www.youtube.com/watch?v=q7q4d-op7PI
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 3. Melodie (I) >>>> https://www.youtube.com/watch?v=t_zKZK0jzmM
Wer nur den lieben Gott läßt walten - 3. Melodie (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=t_zKZK0jzmM
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende >>> https://www.youtube.com/watch?v=7KMryFsQfqM
Werde munter, mein Gemüte >>> https://www.youtube.com/watch?v=doOeDFPohAY
Wie nach einer Wasserquelle (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=OrrpHGJDzHM
Wie nach einer Wasserquelle (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=OrrpHGJDzHM
Wie schön leuchtet der Morgenstern >>> https://www.youtube.com/watch?v=7W9StBfK9eo
Wie soll ich dich empfangen >>> https://www.youtube.com/watch?v=w-MZcFAKFWQ
Wie soll ich dich empfangen (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=8YszOYgI7NA
Wie soll ich dich empfangen (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=8YszOYgI7NA
Wir Christenleut (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=nENrlC4CIas
Wir Christenleut (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=nENrlC4CIas
Wir glauben all an einen Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=zrJMCc4MQN8
Wir glauben all an einen Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=zrJMCc4MQN8
Wir glauben all an einen Gott, Vater >>> https://www.youtube.com/watch?v=PvISmORO5Do
Wunderbarer König (I) >>> https://www.youtube.com/watch?v=DDmA2BSAoow&t=68s
Wunderbarer König (II) >>> https://www.youtube.com/watch?v=DDmA2BSAoow&t=68s

Ach, was soll ich Sünder machen (Partita) op. 110, 2 >>> folgt
Fughetta C-Dur op. 129,37 >>> https://www.youtube.com/watch?v=5Y0AoF-k1gM
Andante Es-Dur op. 129,55 >>> https://www.youtube.com/watch?v=LB_1UPOjovg
Andante a-moll op. 129,56 >>> https://www.youtube.com/watch?v=uQWBFLSSo6M
Moderato e-moll op. 129,57 >>> https://www.youtube.com/watch?v=nCLWcFbGfGY&t=2s
Moderato e-moll op. 129,58 >>> https://www.youtube.com/watch?v=fS3Dl7b9aw4

Fughetta a-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=SZ9Nw6Zef-Q
Herr, ich habe mißgehandelt >>> https://www.youtube.com/watch?v=hVIs9SwhgWs
Herr, ich habe mißgehandelt (im vierfachen Contrapunkt) >>> https://www.youtube.com/watch?v=siuM21zJrvs
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend >>> https://www.youtube.com/watch?v=WfmZkoeUVvk
Moderato d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=tSRIJIdGBm8
Offertorium F-Dur op. posth. >>> https://www.youtube.com/watch?v=Uyq98-U8qw4
Vorspiel Maestoso d-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=Pw8XL67Mh5k
Wenn wir in höchsten Nöten sein >>> https://www.youtube.com/watch?v=2ryYegspD-4
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> https://www.youtube.com/watch?v=BFlKyxVr7xM
 



RINKENS, Wilhelm (1879-1933)
Wilhelm Rinkens wurde 1879 in Eschweiler-Röhe bei Aachen geboren. Er studierte zunächst in Aachen, dann am Kölner Konservatorium, u.a. bei Franz Wüllner und Friedrich Wilhelm Franke. 1905 erhielt er die Stelle des Musikdirektors von Recklinghausen und 1906 wechselte er als Leiter des Musikvereins, Seminarlehrer, Hofkantor und Organist nach Eisenach. Seit dieser Zeit war Rinkens Leiter verschiedener Thüringer Männerchöre. 1922 wurde er Professor für Komposition am Erfurter Konservatorium, 1926 Bundeschormeister des Thüringer Sängerbundes. Er schrieb vor allem Chormusik, Sololieder, Kammermusik und einige Choralvorspiele für Orgel.

Werke:
Nun danket all und bringet Ehr >>> folgt
Wenn mein Stündlein vorhanden ist >>> folgt
 



RITTER, August Gottfried (1811-1885)
August Gottfried Ritter wurde 1811 in Erfurt geboren. Seine Ausbildung erhielt er von dem Organisten Andreas Ketschau sowie von Michael Gotthard Fischer. 1831 wurde er Organist an der Erfurter Andreaskirche und bildete sich parallel bei Johann Nepomuk Hummel in Weimar weiter, ebenso ab 1834 in Berlin, u.a. bei August Wilhelm Bach. Seit 1839 Organist an der Erfurter Kaufmannskirche, ging Ritter 1844 als Domorganist nach Merseburg und drei Jahre später an den Magdeburger Dom. 1845 erhielt er den Titel „Königlicher Musikdirektor“ und wurde 1880 zum Professor ernannt. Seine zahlreichen Arbeiten zur Geschichte der Orgelmusik ließen ihn zu einem der Begründer der Musikwissenschaft werden. Und seine eigenen Werke gehören zum bedeutendsten Bestand innerhalb der deutschen Orgelromantik.

Werke:
Ach Geist des Höchsten, wie dürstet mich nach dir >>> folgt
Ach, was soll ich Sünder machen >>> https://www.youtube.com/watch?v=tw6Np8sMjSU
Auf meinen lieben Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=9HrZeCe2grc
Den die Hirten lobten sehre >>> https://www.youtube.com/watch?v=BuKKliNNZt4
Jesu, meines Lebens Leben >>> https://www.youtube.com/watch?v=txCb6nuPnAs
Nun lob, mein Seel, den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=lTW0ehAaiiQ
Nun ruhen alle Wälder >>> https://www.youtube.com/watch?v=dXKxy4dc_DM
Schmücke dich, o liebe Seele >>> https://www.youtube.com/watch?v=zgJeaVQgz2k
Schwing dich auf zu deinem Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=yIPoS3tILgQ
Vorspiel zu Chorälen in der jonischen Tonart >>> https://www.youtube.com/watch?v=0Nnz3numvV8



RITTER, Christian (1645/1650 - nach 1725)
Christian Ritter wurde zwischen 1645 und 1650 vermutlich in oder bei Dresden geboren und war vermutlich ein Schüler des dortigen Vize-Hofkapellmeisters Christoph Bernhard. 1666 ist er als Kammerorganist in Halle genannt; 1677 wurde er Hoforganist in Dresden. Spätestens ab 1680 war er in Schweden, 1682 wurde er dort Vizekapellmeister. Nach einem kurzen Intermezzo in Dresden ist er 1688 wiederum in Stockholm nachweisbar. 1704 hielt er sich in Hamburg auf und bezeichnet sich 1717 in einem Schreiben an Johann Mattheson als "Emeritus". Er starb um oder kurz nach 1725. Von ihm sind neben geistlichen Vokalwerken einige wenige Orgel- und Klavierwerke überliefert. 

Werke:
Sonatina in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=acXicHfG7yk



RITTER, Hermann (1849-1926)
Hermann Ritter wurde 1849 in Wismar geboren. Er studierte ab 1865 in Berlin Violine bei Joseph Joachim und war danach Geiger in der Hofkapelle zu Schwerin. Nachdem er zum Musikdirektor der Stadt Heidelberg berufen wurde, studierte er dort noch Kunstgeschichte und Philosophie. Er wandte sich mehr und mehr der Bratsche zu und erhielt nach erfolgreichen Konzertreisen durch Europa eine Professur für Viola an der Königlichen Musikschule in Würzburg. Neben dem bedeutenden Lehrwerk "Das Studium der Viola-alta“ hat Ritter eine Vielzahl an wissenschaftlichen Büchern und Aufsätzen, darunter mehrere Bände über die Musikgeschichte Europas, veröffentlicht.

Werke:
Morgenglanz der Ewigkeit >>> folgt



RITZ, Johann Heinrich (1668 - nach 1730)
Johann Heinrich Ritz wurde 1668 in Crock, heute ein Ortsteil der Gemeinde Auengrund im südthüringischen Landkreis Hildburghausen, geboren. Über seine Jugendzeit und Ausbildung ist nichts bekannt. Er ist kurzzzeitig in Ballstädt und Friedrichsroda (jeweils bei Gotha) nachweisbar, bevor er ab 1693 "Organist und vierter Schul-College" in Waltershausen wurde. Er begleitete den Neubau der berühmten Trost-Orgel, spielte natürlich auch bei deren Einweihung 1723 und starb irgendwann nach 1730 - sein genaues Todesjahr kennen wir leider nicht. Seine kleinen Kompositionen sind in einem Sammelband von der Hand Heinrich Nicolaus Gerbers enthalten, das heute in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt wird.

Werke:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir >>> https://www.youtube.com/watch?v=7Yu84ZE4nic
Christe, du Lamm Gottes >>> https://www.youtube.com/watch?v=SmppVulAeNY
Christus, der uns selig macht >>> https://www.youtube.com/watch?v=-QpKNinbUMY
Fuga in G >>> https://www.youtube.com/watch?v=ma2A-D-Cjls
Fughetta in d >>> https://www.youtube.com/watch?v=LxfAUF8xRCw
Fughetta in g >>> https://www.youtube.com/watch?v=fEBxslqzNIo
Menuett in G >>> https://www.youtube.com/watch?v=F0n6XA4kogY
Nun laßt uns Gott, dem Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=YSWp7Yu9HGo
Nun lob, mein Seel, den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=G8Dy3FDCFAs
Praeludium in e >>> https://www.youtube.com/watch?v=VfxJuvGtZlM
Praeludium und Fughetta in A >>> https://www.youtube.com/watch?v=KaBKOqhU-XA
Praeludium und Fughetta in B >>> https://www.youtube.com/watch?v=C1Yti53fiHE
Praeludium und Fughetta in D >>> https://www.youtube.com/watch?v=57LwVo2JFAk
Praeludium und Fughetta in E >>> https://www.youtube.com/watch?v=5tjlq78vs9o
Praeludium und Fughetta in H >>> https://www.youtube.com/watch?v=Pgmpz4rqB1Q
Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst >>> https://www.youtube.com/watch?v=mDIQujd0o4Q


ROCH, Friedrich Wilhelm (1806-1890)
Friedrich Wilhelm Roch wurde 1806 geboren, vermutlich im Raum der Niederlausitz. Er besuchte ein Lehrerseminar und war ab 1825 zunächst als Lehrer und Kantor in Strega bei Guben (heute Strzegów) tätig und ab 1834 in Guben als Organist und Lehrer am Gymnasium. Guben ist heute eine durch die Neiße zweigeteilte Stadt, die zur Hälfte in Deutschland und zur Hälfte (unter dem Namen Gubin) in Polen liegt. Er starb 1890 in Guben. Roch veröffentlichte eine ganze Reihe von Orgelstücken bei verschiedenen Verlagen, die teilweise recht interessant - doch wie viele kleinere Blüten der deutschen Orgelromantik auch so gut wie unbekannt sind.


Werke:
Elegie für Orgel - Trauernden geweiht >>> https://www.youtube.com/watch?v=8sDDcLbKUCw&t=4s
Erinnerung an Seb. Bach >>> folgt



RÖDER, Ewald (1863-1914)
Ewald Röder wurde 1863 in Waldau in der schlesischen Oberlausitz (heute Wykroty in der polnischen Provinz Niederschlesien) geboren. Er studierte am Königlichen Institut für Kirchenmusik in Berlin und wurde 1891 zum Kantor und Organisten der Hauptkirche in Lauban (heute Lubań), 24 Kilometer östlich von Görlitz berufen. Daneben wirkte er als Gesangslehrer am Gymnasium, Dirigent der Singakademie in Lauban und "Königlicher Orgelbaurevisor". 1908 erfolgte die Ernennung zum "Königlichen Musikdirektor". Er schrieb eine Sinfonie, zahlreiche Orgelstücke, Chöre und Sologesänge mit Klavier sowie ein Schlesisches Tonkünstler-Lexikon unter dem Titel "Geborene Schlesier". 

Werke:
Allein Gott in der Höh sei Ehr >>> https://www.youtube.com/watch?v=9CUYL_5gtpc
O daß ich tausend Zungen hätte >>> https://www.youtube.com/watch?v=EO9fq20U1r0



RÖDER, Valentin (1776-1848)
Georg Valentin Röder wurde 1776 in Unterebersbach, heute ein Ortsteil der Gemeinde Niederlauer im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld geboren. Schon als Jurastudent in Würzburg war er Organist im dortigen Juliusspital; später war er u.a. Musikdirektor am Würzburger Theater und Mitglied der Hofkapelle. 1830 wird er Musikdirektor in Augsburg, 1837 dann Königlicher Hofmusikdirektor in München. Von 1842 bis zu seinem Tod 1848 wirkte er schließlich als Leiter der Stifts- und Kammermusik in Altötting. Er komponierte Opern, Oratorien, Orchester- und Kammermusik sowie Messen. Seine kleinen Orgelstücke sind im sog. "Altfraunhofener Orgelbuch" überliefert.

Werke:
Andante F-Dur >>> folgt
"Für volle Orgel" F-Dur >>> folgt



ROEMHILDT, Johann Theodor (1684-1756)
Johann Theodor Roemhildt wurde 1684 in Salzungen im thüringischen Wartburgkreis geboren. Johann Jacob Bach, der drei Jahre ältere, in Ruhla wirkende Bruder Johann Sebastians, war sein Musiklehrer. Ab 1697 besuchte er die Leipziger Thomasschule unter den Kantoren Johann Schelle und Johann Kuhnau. 1708 wurde er Musiklehrer und Chordirektor in Spremberg in der Niederlausitz (heute Landkreis Spree-Neiße). 1715 wurde er Musikdirektor in Freystadt (heute Kożuchów) in Niederschlesien und kehrte 1726 nach Spremberg zurück. 1731 wurde er Hofkapellmeister in Merseburg, 1735 dazu noch Domorganist. Er schrieb über 200 Kantaten, dazu vier Messen und einige, meist noch unveröffentlichte Orgelwerke.

Werke:
Praeludium con affetto F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=OBaGcGCAJcc
Praeludium F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=gYy1NmkxNsE
Praeludium zum Eingange G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=IXf9BJ_jeUY
Zum Ausgange D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=wIbUtg1N4R8



ROHDE, Eduard (1828-1883)
Eduard Rohde wurde 1828 in Halle (Saale) geboren. Er war ein Schüler von August Gottfried Ritter und wirkte als Organist und Chorleiter an der Georgenkirche in Berlin (Mitte) sowie als Gesangslehrer am Sophien-Gymnasium. Später trug er den Titel eines Königlichen Musikdirektors und lehrte am Königlichen Musik-Institut. Sein Sohn Eduard Rohde jun. (1856-1931) war ebenfalls als Komponist tätig. Der Vater hinterließ uns Klavierstücke, Motetten sowie Instrumental- und Vokalwerke. Der amerikanische Organist Arthur H. Bird war sein Schüler.

Werke:
Andante Des-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=lHY7V6B2NXY



RÖNTGEN, Julius (1855-1932)
Julius Röntgen wurde 1855 als Sproß einer deutsch-niederländischen Musikerfamilie in Leipzig geboren. Der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen war ein Verwandter. Er studierte bei Carl Reinecke in Leipzig, später bei Franz Lachner in München und begann seine Karriere mit 18 Jahren als professioneller Pianist. 1877 ging er nach Amsterdam, unterrichtete an einer Musikschule und war ab 1884 in die Planung des neuen Amsterdamer Concertgebouws einbezogen. Er war ein enger Freund von Johannes Brahms und Edvard Grieg und wandte sich mehr und mehr dem Komponieren zu. Bis ins hohe Alter blieb er erstaunlich wandlungsfähig und schrieb 1931 sogar eine bitonale Sinfonie. Seine wenigen Orgelwerke entstanden jedoch schon in seiner Jugendzeit.

Werke:
Präludium und Fuge e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=vI-SiwNy9MM



ROSSINI, Gioacchino (1792-1868)
Gioacchino Rossini wurde 1792 in Pesaro, einer Hafenstadt an der italienischen Adriaküste, geboren. 1805 zog er mit der Familie nach Bologna und besuchte dort das Liceo Musicale. Ab 1810 war er in Venedig als Opernkomponist und Dirigent tätig und bereitete den Weg für seinen späteren Weltruhm (1816 Uraufführung von "Der Barbier von Sevilla"). Ab 1823 war er in Paris tätig, 1826 wurde er dort königlicher Hofkomponist und Generalinspekteur des Gesangs in Frankreich. Ab 1836 bis 1848 war er nochmals in Bologna tätig, später wieder in Paris, wo er zu einer Art "Ikone" wurde. Er war auch ein leidenschaftlicher Koch, was zu vielen Rezepten "à la Rossini" führte und wird als Mensch mit humorvollem und liebenswerten Charakter beschrieben. Sein einziges Orgelwerk ist in einem Manuskript aus dem Kloster S. Francesco in Bologna zu finden.

Werke:
Sonata in C >>> folgt



RÖSSLER, Ernst Karl (1909-1980)
Ernst Karl Rößler wurde 1909 in Pyritz, heute Pyrzyce in Westpommern, rund 50 Kilometer südlich von Stettin geboren. Bereits während seines Theologiestudiums war er orgelbaukundlich interessiert. Er wurde zunächst Pfarrer in Jamund (heute Jamno) in Westpommern und nach der Vertreibung ab 1948 in Hohenzell bei Schlüchtern in Osthessen und unterrichtete an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau. Seine in dem Buch "Klangfunktion und Registrierung" niedergelegten Ideen beeinflußte den Orgelbau zwischen etwa 1960 und 1975 entscheidend. Er konstruierte auch zahlreiche neue Register wie z.B. Gemshornregal, Rohrschweizerpfeife und Octava nazarda. Seine Orgelkompositionen sind Zwölftonmusik.

Werke:
Introductione, Recitativo und Cantus "Christe, du Lamm Gottes" >>> folgt



RÜBNER, Cornelius (1853-1929)
Peter Martin Cornelius Rübner (auch Rybner und später Rubner geschrieben) wurde 1853 in Kopenhagen geboren. Er war ein Schüler von Niels Wilhelm Gade und wurde 1880 Assistent von Felix Mottl an der Großherzoglich Badischen Hofkapelle Karlsruhe. Später wurde er Großherzoglich-badischer Hofpianist in Baden-Baden und Lehrer am Konservatorium in Karlsruhe. 1905 berief ihn die Columbia-Universität in New York als Nachfolger von Edward MacDowell, dort lehrte er als Professor bis 1919 und starb 1929 In Deutschland war er seinerzeit vor allem durch seine Vertonung des Liedes "Unser Kaiser" populär. Er schrieb darüber hinaus einige sinfonische Dichtungen für Orchester und Klavier-Transkriptionen von Werken Richard Wagners.

Werke:
Lobe den Herren >>> https://www.youtube.com/watch?v=UicC4PpwnDY



RÜBSAM, Paul (1903-1979)
Paul Rübsam wurde 1903 im osthessischen Fulda geboren. Als Gymnasiallehrer und hervorragender Chorleiter war er einer der prägenden Musikerpersönlichkeiten Fuldas im 20. Jahrhundert. Über Jahrzehnte wirkte er zudem als Bundes-Chormeister des Fulda-Rhön-Sängerbundes und war als Wertungsrichter in Stadt und Land hoch geachtet. Die von ihm 1968 gegründete Jugendmusikschule Fulda besteht bis heute fort. Als Musikhistoriker erforschte er zudem systematisch die Musikgeschichte Osthessens von den Anfängen bis zur Gegenwart. 

Werke:
Festlicher Hymnus >>> https://www.youtube.com/watch?v=gcPfp6Qr8J8



RÜBSAM, Wolfgang (*1946)
Wolfgang Friedrich Rübsam wurde 1946 in Gießen als Sohn von Paul Rübsam geboren. Er studierte zunächst beim Fuldaer Domorganisten Erich Ackermann, dann bei Helmut Walcha, Marie-Claire Alain und Robert T. Anderson. Seit 1974 war er Professor an der Northwestern University in Evanston, Illinois und ab 1981 Universitätsorganist an der Rockefeller Memorial Chapel der University of Chicago, Illinois. Später wirkte er als Professor in Saarbrücken und Appleton, Wisconsin. Rübsam, der auch US-lizensierter Barber und deutscher Friseurmeister ist, hat über 130 Schallplatten und CD's aufgenommen (so viele wie kein anderer Organist weltweit), spielt Orgelkonzerte und gibt Meisterkurse in aller Welt. 

Werke:
Beim letzten Abendmahle >>> https://www.youtube.com/watch?v=0A7OIwuMSCE
Christ ist erstanden >>> https://www.youtube.com/watch?v=Aih20msAkeQ
Christ lag in Todesbanden >>> https://www.youtube.com/watch?v=M3cqkPM0Z_w
Es ist ein Ros entsprungen >>> https://www.youtube.com/watch?v=SUfvz2vygJE
Nun komm der Heiden Heiland >>> https://www.youtube.com/watch?v=4LzqmA1SDpM
O komm, o komm, Emmanuel >>> https://www.youtube.com/watch?v=q6wlZjKuRII
O Traurigkeit, o Herzeleid >>> https://www.youtube.com/watch?v=c5UyUjyc2Og



RUDNICK, Otto (1887-1973)
Otto Friedrich Conrad Rudnick wurde 1887 in Landsberg an der Warthe (heute Gorzów Wielkopolski) in der damaligen Provinz Brandenburg als Sohn des Kirchenmusikers Wilhelm Rudnick geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik in Berlin und übernahm 1913 das Amt als Organist und Kantor in Striegau (heute Strzegom) in Niederschlesien. Nach dem Kriegseinsatz wurde er 1919 Nachfolger seines Vaters als Organist in Liegnitz und leitete die Kirchenmusikschule in Breslau. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er von 1945 bis 1962 als Kantor und Kirchenmusikdirektor im thüringischen Arnstadt und starb 1973 in Koblenz. 

Werke:
Zion klagt mit Angst und Schmerzen >>> folgt



RUDNICK, Wilhelm (1850-1927)
Wilhelm Rudnick wurde 1850 in Damerkow (heute Dąbrówka) im ehemaligen Kreis Bütow in Pommern geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Bütow (heute Bytów) und das Akademische Institut für Kirchenmusik in Berlin. 1879 wurde er Domorganist in Landsberg an der Warthe (heute Gorzów Wielkopolski), rund 80 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder). Gleichzeitig war er Musiklehrer am Gymnasium und Dirigent der Singakademie. 1891 ging er als Organist an die Peter-und-Paul-Kirche in Liegnitz (heute Legnica) in Niederschlesien und wurde zum Königlichen Musikdirektor ernannt. Seine zahlreichen Orgelwerke gehören mit zum Besten, was die deutsche Orgelromantik hervorgebracht hat.

Werke:

Alle Menschen müssen sterben >>> https://www.youtube.com/watch?v=xyqIKFcGJxA
Auferstehn, ja auferstehn wirst du >>> folgt
Ein feste Burg ist unser Gott >>> folgt
Es ist das Heil uns kommen her >>> folgt
Es ist gewißlich an der Zeit >>> https://www.youtube.com/watch?v=Qx5urq-B-Jg
Fantasie "Reformation" op. 33 >>> https://www.youtube.com/watch?v=bJrOZTUkc94
Herzlich tut mich verlangen >>> folgt
Jesu, geh voran >>> https://www.youtube.com/watch?v=1DMkWakEqSo
Jesus Christus, unser Heiland >>> https://www.youtube.com/watch?v=KzonvDUyWdk&t=32s
Marter Gottes >>> https://www.youtube.com/watch?v=yvrdK8MLMlI
Meine Hoffnung stehet feste >>> https://www.youtube.com/watch?v=8wzsS1Oji2A&t=31s
O Haupt voll Blut und Wunden >>> https://www.youtube.com/watch?v=H_u0xSjwEt0&t=5s
O Lamm Gottes unschuldig >>> https://www.youtube.com/watch?v=EsnyzHdCUPs
Stille Nacht, heilige Nacht >>> https://www.youtube.com/watch?v=MYvI0xaAkkI
Tochter Zion >>> https://www.youtube.com/watch?v=DHFGbZwSKO0
Weihnachtsstimmung >>> https://www.youtube.com/watch?v=Nni-SjlbR0A&t=7s



RUDOLPH, Christian Friedrich (1804-1829)
Christian Friedrich Rudolph wurde 1804 in Gispersleben, heute ein Stadtteil von Erfurt, geboren. Er muß schon früh eine außergewöhnliche Begabung gezeigt haben und gehörte aller Wahrscheinlichkeit nach zum Schülerkreis von Michael Gotthard Fischer in Erfurt. Er war Organist an der berühmten Hildebrandt-Orgel in St. Wenzel zu Naumburg, doch starb er bereits 1829 mit gerade einmal 25 Jahren. Seine meist kleineren, doch sehr interessanten Orgelwerke sind in einigen Sammelwerken des 19. Jahrhunderts, vor allem aus dem Erfurter Verlag Körner, zu finden.

Werke:
Fuga Moderato C-Dur >>> folgt
Fughetta E-Dur >>> folgt
Maestoso e-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=0VJfsIhjWHU
Maestoso h-moll >>> https://www.youtube.com/watch?v=aTpO1gSrQ_4
Präludium A-Dur >>> folgt
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt



RUNDNAGEL, Carl (1835-1911)
Carl Rundnagel wurde 1835 in Hersfeld in Osthessen geboren. Bereits mit 15 Jahren wurde er ein Schüler des berühmten Kasseler Hofkapellmeisters Louis Spohr. Nach dem Tod seines Lehrmeisters erbte er dessen Bratsche und wirkte nach einer kurzen Anstellung am Kölner Stadttheater fortan als "Königlicher Kammermusicus" und Organist an der Hof- und Garnisonkirche in Kassel. Als Herausgeber nachgelassener Werke Spohrs und als Mitinitiator des Spohr-Denkmals trug er entscheidend zur Bewahrung des Andenkens seines Lehrers bei. Seine Kompositionen waren zu seiner Zeit regional recht verbreitet, sind dann aber leider rasch in Vergessenheit geraten.

Werke:

12 Orgelstücke op. 15

Adagio D-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=JdFdNFWZN5c
Adagio F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=o2GI3VvNLfY
Allegro moderato A-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=tNIcAU_aZF0
Allegro moderato G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=S7IHyyHaP4A
Andante G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=UEjDfreL4vM&t=22s
Aus tiefer Not schrei ich zu dir >>> https://www.youtube.com/watch?v=MqG3R4PoDZA
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend >>> https://www.youtube.com/watch?v=LL2mJ4NZr8I
Jesu, meine Freude >>> https://www.youtube.com/watch?v=AIBPnr9oFtg
Jesus, meine Zuversicht >>> https://www.youtube.com/watch?v=_ep3tM-AyG0
Mein Erlöser hängt am Kreuz >>> https://www.youtube.com/watch?v=izn2vvWPrQ0&t=33s
O Gott, du frommer Gott >>> https://www.youtube.com/watch?v=CmocLZd28Qg
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> https://www.youtube.com/watch?v=DC6P-RHb6t0

Andante G-Dur (Louis Spohr) >>> folgt
Canon D-Dur (Robert Schumann) >>> folgt
Canon F-Dur (August Bungert) >>> folgt
Canonisches Lied a-moll (Robert Schumann) >>> folgt
Nachspiel C-Dur >>> folgt



RUPP, Émile (1872-1848)

Émile (Johann Friedrich Emil) Rupp wurde 1872 in Ottoschwanden, heute ein Ortsteil der Gemeinde Freiamt (Schwarzwald) im Landkreis Emmendingen geboren. Ab 1891 studierte er am Konservatorium in Straßburg, wurde 1894 Kompositionsschüler von Joseph Rheinberger in München und 1896 Orgelschüler von Charles-Marie Widor in Paris. 1897 wurde er Organist an der evangelischen Garnisonskirche St. Paul in Straßburg an, den er bis 1939 ausübte und bekam den Titel "Kaiserlicher Musikdirektor" verliehen. Ab 1940 war er Organist am Grand Temple in Nîmes in Südfrankreich. Neben Albert Schweitzer gilt er als wichtigster und einflussreichster Vertreter der "Elsässischen Orgelreform".

Werke:
Schwing dich auf zu deinem Gott >>> folgt



RUPPE, Christian Friedrich (1753-1826)
Christian Friedrich Ruppe wurde 1753 in Salzungen im heutigen ostthüringischen Wartburgkreis geboren. Sein Bruder war der Meininger Kammersekretär und -musicus Friedrich Christian Ruppe (1771-1834), mit dem er gerne verwechselt wird. Christian Friedrich lebte bis auf wenige Unterbrechungen in Leiden in Südholland, wo er sich am 1787 als Student der Philologie immatrikulierte und ab 1790 als Kapellmeister, Musikdirektor, Chorleiter und Musiklehrer an der Universität und bis zu seinem Tod als Organist der lutherischen Kirche wirkte. Zu seinem kompositorischen Schaffen gehören Kantaten, Lieder, Kammermusik sowie Klavier- und Orgelstücke.

Werke:
Fuge B-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=oJLVJr9nYlE
Fuge C-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=JbGZf6a0gHM
Fuge F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=3sXrIrRQ1oo
Fuge G-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=1qzlbfWNIrE



RUSSMANN, Paul (+1560)
Paul Rußmann, dessen Geburtsdatum wir nicht kennen, ist der älteste Vertreter der norddeutschen Orgelschule, von dem ein eigenständiges Orgelstück (und sei es auch nur ein Fragment in der sog. "Tabulatur Lüdingworth") überliefert ist. 1547 wurde er Substitut des Hamburger Petri-Organisten Andreas Bernhardi und folgte ihm nach dessen Tod 1557 im Amt nach. Doch starb er bereits drei Jahre später im Jahre 1560. Rußmanns Stück gilt als er derzeit älteste bekannte Orgelchoral eines lutherischen Organisten sowie als älteste greifbare Quelle der „jüngeren deutschen Orgeltabulatur“ und ist somit von unschätzbarem Wert für die Geschichte der Orgelmusik.

Werke:
Allein tho di Her Jesu Christ (Fragment) >>> https://www.youtube.com/watch?v=vfhOMANOR0U



RUST, Wilhelm (1822-1892)
Friedrich Wilhelm Rust wurde 1822 in Dessau geboren, war ein Schüler des Dessauer Hofkapellmeisters Friedrich Schneider und zunächst als Privatlehrer einer adligen Familie in Ungarn tätig. 1849 kehrte er nach Berlin zuück, übernahm 1862 den Berliner Bachverein und das Organistenamt an St. Lukas in Berlin. Seit 1858 leitete er die Herausgabe der Bach-Gesamtausgabe der Leipziger Bach-Gesellschaft und galt generell als großer Kenner der Musik Bachs. 1878 wurde er Thomasorganist in Leipzig und 1880, nach dem Tode Ernst Friedrich Richters, dessen Nachfolger als Thomaskantor. Er schrieb Chormusik, Klavier- und Orgelwerke.

Werke:
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend >>> folgt
Wer nur den lieben Gott läßt walten >>> folgt



RÜTTINGER, Johann Caspar (1761-1830)
Johann Caspar Rüttinger wurde 1761 in Streufdorf im südthüringischen Landkreis Hildburghausen geboren. Er war ein Schüler von Johann Christian Kittel in Erfurt und war 40 Jahre lang Zweiter Violinist in der herzoglichen Hofkapelle in Hildburghausen. Seit dessen Eröffnung 1795 war er Lehrer für Klavier, Orgel, Violine und Generalbass am Seminar in Hildburghausen und wirkte ab 1797 als Organist an der Waisenkirche (Neustädter Kirche, Apostelkirche). Er komponierte Kantaten, Choralvorspiele in Trioform sowie weitere Klavier- und Orgelstücke, darüber hinaus über 100 Melodien für das  1807 erschienene Hildburghäuser Gesangbuch.

Werke:
Jesus, meine Zuversicht >>> https://www.youtube.com/watch?v=H2UwkKqQr-U
Vorspiel F-Dur >>> https://www.youtube.com/watch?v=myTcLBhvh20&t=23s